Driesen (Neumark)   —  Informationen khd
Stand:  11.10.2012   (42. Ed.)  –  File: WBG/Dsn/Driesen.html



Driesen Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  D r i e s e n
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Auf dieser Seite wird derzeit ein alter Stadtplan der Stadt Driesen (heute: Drezdenko) sowie das zugehörige Straßen- Verzeichnis präsentiert. Driesen war einst (bis 1938) die östlichste Stadt der Mark Brandenburg. Weitere Informationen sollen folgen. (xxx = das folgt demnächst).

I n d e x :


Driesen — Die Stadt


        Driesen -- Amtsgericht
^   Driesen – Das Amtsgericht mit dem Turm. Im Hintergrund die evgl. Kirche. [Stadtplan von Driesen]   (Repro: 2011 – khd)
      Driesen war lange Zeit ein Streitobjekt zwischen Polen und Pommern. Die Stadt ging 1402 an den deutschen Orden und später dann an Brandenburg. Kurfürst Joachim ließ 1602 anstellte der alten Burg eine Festung bauen. Etwas später entstand eine Glashütte und eine Salzsiederei. Viele Kolonisten siedelten sich in der Niederung der Netze an. Später florierte hier der Holzhandel und das Tuchmachergewerbe.

      Von den 3 Städten Driesen, Friedeberg und Woldenberg des Kreises Friedeberg war Driesen vor 1945 wohl die modernste Stadt. Neben der Elektrizität gab es eine Versorgung mit Stadtgas durch eine eigene Gasanstalt. Auch die Wasserversorgung erfolgte bereits seit 1907 durch Wasserleitungen, und die Abwässer wurden durch eine Kanalisation einer Kläranstalt zugeführt, bevor sie in die Netze geleitet wurden. In Woldenberg gab es bis 1945 weder Gas noch eine Wasserleitung und Kanalisation.

      Das lag natürlich auch daran, daß Driesen wegen der dort vorhandenen Industrie- Ansiedlungen reicher war. In Driesen ansässig waren u. a. holzverarbeitende Betriebe, etliche Zigarren-Fabriken, die Metallwerke Stiller G.m.b.H., die Maschinenfabrik Broßart & Schmidt, diverse Handelsfirmen und das große Bauunternehmen Polensky & Zöllner mit ihrem Hauptsitz im Driesener Schloß. Mit dem Driesener Bahnhof im Vorort Vordamm (nördlich des Stadtgebiets) verfügte Driesen zudem über eine schnelle, direkte Eisenbahn- Verbindung über die Ostbahn zur Hauptstadt Berlin.

      Driesen wurde Ende Januar 1945 nur zu etwa 20 % zerstört, weshalb im heutigen Drezdenko noch viele alte Gebäude aus der Driesener Zeit vorhanden sind. Im Jahr 1939 lebten in Driesen 5.674 Einwohner (meist evangelisch) in 1.844 Haushalten.



Driesen — Stadtplan von um 1940


Driesen-Stadtplan von 1940
^   Diese Plan-Skizze von Driesen von um 1940 wurde von einer Leserin eingesandt (genaue Quelle unbekannt). Der Plan ist nicht genordet. Die unten rechts eingzeichnete Eisenbahnstrecke ist die bei Alt-Beelitz von der Ostbahn abzweigende Bahnlinie nach Schwerin/Warthe (Grenzlandbahn), die Driesen 1936 noch einen Süd-Bahnhof bescherte.

Durch Klicken auf den Plan wird in einem neuen Fenster die vergrößerte Darstellung angezeigt (410 kByte).
[Straßen-Verzeichnis] [Umgebung von Driesen]   (Grafik auf Repro: 2010 – khd)

Erläuterungen: (Rote Nummern im Plan)

  1 = Eichamt (RAD-Gruppenstab).
  2 = Schützenhaus.
  3 = Schießstand.
  4 = Wasserturm.
  5 = Städtische Werke.
  6 = Gaswerk.
  7 = Schlachthof.
  8 = Post.
  9 = Ev. Kirche.
10 = Ev. Volksschule.
11 = Wasserstraßenamt.
12 = Kindergarten (Beinertsches Waisenstift).
13 = Hospital.
14 = Ev. Pfarrhaus.
15 = Kläranstalt.
16 = Sporthalle.
17 = Friedhofshalle.
18 = Krankenhaus.
19 = Amtsgericht.
20 = Rathaus am Neuen Markt.
21 = Alter Markt mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal.
22 = Brenckenhoff-Denkmal.

   


23 = Kath. Kirche.
24 = Kath. Volksschule.
25 = Bismarck-Brunnen.
26 = Schloß, Hauptverw. der Fa. Polensky & Zöllner.
27 = Mittelschule.
28 = Restaurant.
29 = Brauerei.
30 = Mehl-Mühle.
31 = Johanna-Mühle.
32 = Carls-Mühle.
33 = RAD-Lager.
34 = Baugewerkschule.
35 = Jüdischer Friedhof.
36 = Süd-Bahnhof Driesen.
37 = Die alte Netze.
38 = Die faule Netze.
39 = Schwimmbad.
40 = Festungsgarten.
41 = Kietzer Brücke.
   





Driesen — Straßen-Verzeichnis von 1940


In der folgende Liste sind die Namen der Driesener Straßen und der Wohnplätze angegeben. Bei den Wohnplätzen handelt es sich meist um Dörfer oder Einzelanwesen in der Umgebung Driesens. (Stand: 1940)

Zugelinkt wurde jeweils – soweit vorhanden – ein typisches Foto. Die mit einem * versehenen Straßen sind im Stadtplan von 1940 eingezeichnet. Mit dem Buchstaben in (..) wurden manche dort markiert. Inzwischen gibt es auch ein Einwohner-Verzeichnis Driesens von 1924.


Straßen   Wohnplätze
  • Ackerstraße. * (U)
  • Alter Markt. *
  • An der alten Netze.
  • Birnbaumer Chaussee. *
  • Breitestraße. * (D)
  • Brenckenhoffstraße. * (M)
  • Brückenkopfstraße. * (R)
  • Burgweg. *
  • Feldstraße. *
  • Festungsplatz. * (W)
  • Festungsstraße. * (J)
  • Friedrichstraße. * (Q)
  • Gartenstraße. * (V)
  • Grusenstraße. * (C)
  • Hinterstraße. * (H)
  • Holmstraße. * (B)
  • Jahnstraße. *
  • Karlstraße. * (O)
  • Kietzerstraße. * (L)
  • Kirchplatz.
  • Kirchstraße.
  • Marktstraße. * (I)
  • Mittelstraße. * (K)
  • Mühlenstraße.
  • Netzestraße. * (F)
  • Neu-Anspacherstraße. * (T)
  • Neu-Ulmerstraße.
  • Neuer Markt. *
  • Neue Straße. * (E)
  • Richtstraße. * (A)
  • Rödelstraße. * (G)
  • Scheunen Platz. *
  • Schulstraße. * (S)
  • Schützenplatz.
  • Schützenstraße. *
  • Schwerinerstraße. *
  • Vordammerstraße. * (N)
  • Wasserstraße.
  • Werdergasse.
  • Wilhelmstraße. * (P)
  • Driesener Feld.
  • Kietzer Wiesen. *
  • Vordamm (Vorort an der Ostbahn). *


Driesen — Wichtige Verweise (Links)


Im Rahmen dieser Neumark-Präsentation werden wesentliche Verweise (Links) auf der Seite „Neumark-References“ gesammelt. Einige interessante Links, die Driesen und Umgebung betreffen, sollen aber an dieser Stelle wiederholt werden.




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