Chronik der Stadt Woldenberg und des Kreises Friedeberg
Neu zusammengestellt und ergänzt von
Karl-Heinz Dittberner
19982013
Quellen: Nießen-Chronik +
Internet-Recherchen
(u.a.
,
) +
Heimat-Kalender.
3)
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| Zeit |
W a s g e s c h a h ? |
Anm. |
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Frühgeschichte |
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| ca. 50001800 v. Chr. |
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Die indogermanische Steinzeit. Aus dieser Zeit ist bei Woldenberg eine
Pfahlbausiedlung nachgewiesen. Aus
dieser Zeit (Jungsteinzeit um 3000 v. Chr.) stammt auch das 1858 bei Woldenberg gefundene
Bernsteinpferdchen. |
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| ca. 1800800 v. Chr. |
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Die Bronzezeit mit Lausitzer Kultur (die viele Historiker der Volksgruppe der Nord- oder
Proto-Illyrer zuordnen). |
6)
7) |
| um 800 v. Chr. |
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Der Beginn der Eisenzeit. |
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| um 600 v. Chr. |
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Die ersten Frühgermanen siedeln in der Region der späteren
Neumark. |
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| um 100 v. Chr. |
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Burgunder
siedeln in der
Neumark |
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Nach Christus |
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| um 600 n. Chr. |
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Auch Slawen siedeln sich in der Neumark an. |
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| ca. um 750 n. Chr. |
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Am (späteren) Woldenberger See gründen Slawen ein kleines
Fischerdorf am Abfluß des Fließes. Umgeben ist das Dorf von dichtem Eichenwald. |
9) |
| seit etwa 1000 |
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Das Gebiet östlich der Oder (die spätere Neumark) steht unter
polnischer Herrschaft, ist aber nur sehr dünn besiedelt. |
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| 5. Apr. 1091 |
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Schlacht bei Driesen zwischen Polen und den vereinigten Pommern,
Preußen und Kassuben. Der Name Driesen (Drzen) wird erstmals erwähnt. |
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| 1121 |
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Polen erobert unter
Boleslaw III. das
bis dahin unabhängige Pommern. |
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| ab 1124 |
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Bischof Otto von Bamberg führt in Pommern im Auftrag des Polenkönigs das
Christentum ein. |
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| 11. Juni 1157 |
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Gründung der Mark Brandenburg durch den Askanier Albrecht der Bär. |
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Das 13. Jahrhundert |
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| um 1220 |
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Auf Initiative der pommerschen und polnischen Herrscher beginnt die
Einwanderung niederdeutscher Siedler nördlich und südlich von Warthe und Netze.
Sie bedienen sich dabei u.a. der Orden der Templer und Johanniter, die zunächst Klöster
gründeten und dann in deren Bereich Siedlungen errichteten
(deutsche Ostsiedlung). |
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| um 1250 |
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Die Siedlungen Dubbegnek (das spätere Woldenberg) und Osieczno
(späteres Hochzeit) befinden sich in polnischem Besitz. Davon berichtet eine Schenkungsurkunde
des Großpolenherzogs Przemysl I. an das Zisterzienser-Kloster Ovinsk, das bei Posen liegt. |
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| 12501300 |
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Die askanischen Markgrafen erwerben Land in der Neumark und besiedeln es nach
Osten bis zum Fluß Drage und nach Norden bis zum Fluß Persante. |
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| 1254 |
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Großpolenherzog Przemysl I. überläßt die Kastellanei
Zantoch am einzigen
Wartheübergang dem brandenburgischen Markgrafen Konrad als Mitgift für
seine Tochter Konstanza. |
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| 1257 |
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Gründung der Stadt
Landsberg
an der Warthe (Landisberch Nova) durch Markgraf Johannes I zur Sicherung des neuen
Siedlungsgebietes. |
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| 1257 |
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Erste urkundliche Erwähnung von Woldenberg unter dem Namen
Dubegnewe. Der polnische Herrscher schenkt die Siedlung und das umgebende Land dem
Zisterzienerorden. |
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| 1260 |
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Vertrag zu Zantoch: Der größte Teil des Kreises Friedeberg
wird brandenburgisch. |
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| 1261 |
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Die Stadt Soldin kommt in den Besitz der Askanier. Die Stadt entwickelt sich in der folgenden
Zeit zum Machtzentrum der Neumark. |
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| 1. April 1269 |
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Erste urkundliche Erwähnung von Arnswalde. Vertrag zwischen den
Askaniern und dem Pomerellen-Herzog Mestwin II. |
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| 1273 |
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Die Polen zerstören Friedeberg und erobern Driesen zurück. |
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| 1286 |
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Der askanische Markgraf übergibt dem Zisterziensern weitere
Ländereien. |
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| 1286 |
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Erste urkundliche Erwähnung von
Friedeberg. |
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| 1289 |
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Arnswalde wird erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. |
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| 1290 |
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Erstmals wird für das Land östlich der Oder der Name
Neue Mark über Oder (Neumark) gebraucht. |
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| 1296 |
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Erwerbung Woldenbergs. |
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| 1298 |
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Umwandlung des slawischen Dubegnewe in eine märkische deutsche Stadt,
die etwas später den Namen Woldenberg erhalten wird. In einer Urkunde läßt sich das
Kloster Ovinsk seine Besitzungen bei Dubegnewe bestätigen. |
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| 1298 |
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Dieses Jahr gilt damit als das Gründungsjahr Woldenbergs. |
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Das 14. Jahrhundert |
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| um 1300 |
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In Woldenberg entsteht ein Siegel mit der Ortsbezeichnung
Dubegnewe. |
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| 25. Sept. 1305 |
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Markgraf Waldemar besucht Dubegnewe (Woldenberg), um Verträge mit dem Bischof von
Bischhof von Cammin (Kamien Pomorski) abzuschließen. |
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| 1313 |
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Der Ort Dubegnewe wird als Civitas-Siedlung mit einer Verwaltung
mit Brandenburger Recht erwähnt. |
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| 1315 |
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Endgültige Erwerbung Driesens durch die Gebrüder
von der Osten aus dem
Hause Woldenburg. |
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| 1317 |
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Die Ritter Heinrich und Burkhard von der Osten werden von
Markgraf Waldemar
(12801319) zu Vögten im Bezirk Friedeberg ernannt. |
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| 14. Aug. 1319 |
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Tod Markgraf Waldemars des Großen in Bärwalde. |
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| um 1320 |
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Die Besiedlung der Neumark (Terra trans Oderam) durch die
Askanier ist im wesentlichen abgeschlossen. Zudem läßt mit dem Aussterben der Askanier das
Interesse Brandenburgs an der Neumark spürbar nach. Es entsteht ein politisches Vakuum. |
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| 1326 |
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Verwüstung der Landschaft durch die Polen. Auch Raubritter nutzen das
Vakuum zum Terrorisieren der Bevölkerung. |
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| 1333 |
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In einer Urkunde trägt der Ort Dubegnewe erstmals den Namen
Waldinborg. |
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| 1333 |
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Erste Erwähnung Friedebergs als Sitz des Landvogtes. |
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| 24. Juni 1335 |
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In einer Urkunde, mit der Markgraf Ludwig der Ältere der Stadt
Woldenberg das Patronatsrecht über die Kirche übergibt, wird erstmals die Pfarrkirche
erwähnt. |
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| 1345 |
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Friedeberg erhält das alleinige Schiffahrtsrecht für die
Flüsse Netze und Warthe. |
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| 1347 |
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Die Stadt Tankow wird befestigt, denn es kommt in der Gegend immer wieder zu
Grenzstreitigkeiten mit den Polen. |
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| 1348 |
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Friedeberg wird Gerichtsort. |
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| 1355 |
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Woldenberg erwirbt die Heide bei Hochzeit. |
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| 1368 |
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In einer Urkunde wird der Ansiedlung Dubegnewe erstmals mit dem Namen
Woldenberg genannt. |
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Das 15. Jahrhundert |
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| 1402 |
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Markgraf König Sigismund verkauft die Neumark an den Deutschen
Ritterorden, der aber die Neumark in den folgenden Jahren weiter verfallen läßt. |
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| 14021454 |
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Der Kreis Friedeberg mit Woldenberg ist im Besitz der
Deutschordensritter. |
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| 1417 |
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Woldenberg brannte zur Hälfte ab, was sie am 14. März 1417 zu
einem Hilfsgesuch an den Hochmeister veranlaßte. |
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| 1433 |
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Hussiten und Polen verwüsten die Neumark. Friedeberg und
Woldenberg werden niedergebrannt. |
8) |
| 31. März 1454 |
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Ein Landtag tagt in der Friedeberger Marienkirche: Die neumärkischen
Stände lehnen den Anschluß an Polen ab und beschließen, dem Hohenzollern
Kurfürst
Friedrich zu ‚huldigen‘. |
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| 1454 |
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Die Mißwirtschaft des Deutschen Ritterordens zwang diesen, die Neumark
wieder an den brandenburgischen Kurfürsten
Friedrich II.
aus dem Hause Hohenzollern zu verpfänden. |
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| 1455 |
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Auch Woldenberg kommt wieder zur Mark Brandenburg und erhält
die Stadtrechte einer Immediatstadt, womit die Stadt direkt dem Landesherren untersteht. |
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| um 1460 |
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Beginn des Baus der Woldenberger Stadtkirche (gotische
Hallenkirche). |
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| 1463 |
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Kurfürst Friedrich II. erwirbt für 40.000 Gulden
die Neumark endgültig. |
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Das 16. Jahrhundert |
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| 1505 |
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In Woldenberg gibt es einen Schulmeister. Aber erst nach der Reformation wird
eine städtische Lateinschule eingerichtet. |
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| 1507 |
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Woldenberg brennt ab. |
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| 31. Okt. 1517 |
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Thesenanschlag durch Martin Luther zu Wittenberg. Beginn der Reformation. |
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| 15351571 |
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Markgraf Hans von Küstrin. Reformation. Die Neumark und Pommern werden
evangelisch. |
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| 1548 |
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Der Regierungssitz in der Neumark wird von Soldin nach Küstrin verlegt. |
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| 1572 |
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Zu Woldenberg gehören jetzt folgende Dörfer: Hermsdorf,
Klosterfelde, Költzig, Lämmersdorf, Lauchstädt, Marienwalde, Mehrenthin, Regenthin,
Schlanow, Schorne (Goehren), Wolgast und Wutzig. Später kam noch Rohrsdorf hinzu. |
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| 1580 |
|
Friedeberg erhält eine Lateinschule. |
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| 1581 |
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Woldenberg ist Schauplatz eines Hexen-Prozesses, bei dem 5 Menschen auf dem
Scheiterhaufen landen. Wegen ‚Zauberei‘ wurden bei lebendigem Leib verbrannt:
Gertrude Kastens, Ursel Zuche, Katharina Hickstein, Magdalena Stolze und Mathes Quast. |
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| Juli 1591 |
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Veit von Zobell, Hauptmann von Driesen, erstattete dem Keiforsten am 16.
Juli Bericht über einen großen Brand in Woldenberg und sagte: Vergangene Woche am
Mittwoche und Donnerstag sind durch angelegtes Feuer in der Stadt Woldenberg 44 Wohnhäuser samt
allen dazu gehörigen Gebäuden und vor der Stadt 60 Scheunen abgebrannt. |
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| 1599 |
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Auch in Woldenberg fand eine Musterung der Bürger auf Kriegstauglichkeit
statt. Die Namen der Gemusterten sind
überliefert. |
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Das 17. Jahrhundert |
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| 16031604 |
|
Kurfürst Joachim Friedrich läßt Driesen als Festung ausbauen, da weiterhin
Grenzkonflikte mit Polen drohen. Damit beginnt die planmäßige Besiedlung des
Netzebruches. |
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Ab 30-jährigem Krieg |
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| 1618 |
|
Woldenberg wird im letzten Regierungsjahr
Johann Siegismunds von einem neuen
schweren Brandunglück ereilt. Die ganze Stadt ohne eine Straße, samt Kirchen, Glockenturm und
Glocken, Schule, Rats- und Pfarrhäuser ging in Flammen auf. |
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| 1623 |
|
Auch in Woldenberg wütet die Pest. Wieviel Tote es gab, ist nicht
überliefert. |
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| 1626 |
|
Beginn des 30-jährigen Krieges (16181648) im Friedeberger Land. |
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| 27. Nov. 1639 |
|
Die Schweden erobern Driesen. |
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| 1641 |
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Durch Unvorsichtigkeit eines Rathsverwandten brannte Woldenberg völlig
nieder. Gott der Allerhöchste wole in künfften von dieser hochbetrübten Stadt das
gleiche Unglück in gnaden abwenden, so schließt der Stadtschreiber seine Eintragung ins
Stadtbuch. Auch das Rathaus auf dem Marktplatz wird vernichtet. |
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| 1645 |
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Der schwedische Oberst Gordon legt Holm (bei Driesen) an. |
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| Herbst 1649 |
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Die Schweden rücken aus Driesen ab.
Während der schwedischen Besetzung mußte die Neumark 60.000 Thaler und 10.000 Wispel Roggen an
Kosten für die Stationierung aufbringen |
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| 1660 |
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Woldenberg hat 257 Häuser. |
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Das 18. Jahrhundert |
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| 1701 |
|
Gründung des Staates
Preußen. |
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| 17011713 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs Friedrich I. |
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| um 1705 |
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Woldenberg erhält seine ersten Schulen
zwei kleine Winkelschulen. |
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| 5. Dez. 1709 |
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Einweihung eines neuen Rathauses in Woldenberg am Ostrand des Marktplatzes. |
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| 6. Okt. 1710 |
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In Woldenberg vernichtete ein Brand 165 Häuser, 30 Buden und 67 Scheunen
(randvoll mit Getreide). 3 Personen kamen zu Tode, viele erlitten Verbrennungen an Füßen und
Händen. Beim Wiederaufbau wird der Marktplatz vergrößert und die Straßen
werden nach einem regelmäßigen Grundriß neu gestaltet. |
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| 17131740 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs Friedrich Wilhelm I.
(Der Soldaten- König). |
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| 1717 |
|
In Preußen wird die Schulpflicht eingeführt. |
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| 1717 |
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Friedeberg und Woldenberg werden Garnisons-Standorte.
In Woldenberg entsteht eine Kaserne in der Alten Marktstraße. |
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| 17401786 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs
Friedrich II.
(Friedrich der Große, König in/von Preußen, der Alte Fritz). Er ist auch Kurfürst
und Markgraf von Brandenburg und veranlaßt die Trockenlegung des Warthe- und Netze-Bruches. |
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| 1752 |
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In Woldenberg sind folgende Gewerke vorhanden: 8 Bäcker, 3
Böttcher, 1 Drechsler, 2 Färber, 1 Glaser, 1 Hutmacher, 1 Kürschner, 3 Leineweber, 1
Maurer, 1 Nagelschmied, 2 Rademacher, 1 Riemer, 4 Schlächter, 1 Schlosser, 6 Schmiede, 16 Schneider,
1 Seiler, 32 Schuster, 1 Stellmacher, 1 Steinsetzer, 1 Tabakspinner, 36 Tuchmacher, 8 Tischler, 3
Töpfer, 1 Walker, 2 Zimmerer. Woldenberg hat 1330
Einwohner. |
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| 17561763 |
|
Siebenjähriger Krieg. |
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| 17581762 |
|
Verwüstung der Neumark durch Einfälle der Russen. |
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| 25. Aug. 1758 |
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Friedrich der Große schlägt die Russen in der
Schlacht bei Zorndorf. |
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| 12. Aug. 1759 |
|
Friedrich der Große verliert die
Schlacht bei
Kunersdorf, das bei Frankfurt an der Oder liegt. |
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| 1762 |
|
Beginn der Urbarmachung des Netzebruches mit Verlegung der Netze. |
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| 1763 |
|
Driesens Festung wird geschleift. |
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| 1763 |
|
Friedeberg wird Sitz des Regimentsstabes und Standort von 2 Schwadronen der
neumärkischen Dragoner. |
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| 17631765 |
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Durchstich der neuen Netze durch Oberst Petri. |
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| 17631769 |
|
Wall- und Grabenziehung im Netzebruch. |
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| 1764 |
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In Woldenberg wird eine Volksschule für Knaben eingerichtet. |
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| 1772 |
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Der Netzedistrikt und Westpreußen werden preußisch. Das Land
Friedeberg ist nun nicht mehr Grenzland zu Polen. |
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| 17731774 |
|
Bau des Bromberger Kanals. |
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| 1780 |
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Der Domänenrat Franz von Brenkenhoff, der Begründer der Besiedlung
des Netzebruches (geb. 1723) stirbt. |
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| 17861797 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs Friedrich Wilhelm II. |
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| 1796 |
|
Woldenberg erhält eine Poststation. |
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| 17971840 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs Friedrich Wilhelm III. |
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Das 19. Jahrhundert |
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| 18061808 |
|
Die Neumark ist von den Franzosen besetzt. |
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| 1810 |
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Woldenberg erhält ein Königliches Stadtgericht, aus den später
das Amtsgericht hervorgeht. |
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| 1812 |
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Bildung des Landsturms in Woldenberg: II. Lanzenträger-Kompanie,
Stärke 96 Mann, Kapitän Kantor Schulz. |
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| 1812 |
|
Durchmarsch der Franzosen. |
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| 18131815 |
|
Die Befreiung von den Franzosen. |
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| 1815 |
|
Preußische Verwaltungsreform: Woldenberg gehört nun zum
Kreis Friedeberg. |
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| 1816 |
|
Die nördlichen neumärkischen Kreise Dramburg und Schivelbein
werden der Provinz Pommern zugeschlagen. |
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| 1824 |
|
Beginn des Straßenausbaus zwischen Woldenberg und Lauchstädt
zur Chaussee. |
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| 1825 |
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Bau der Staatsstraße Zanzthal Woldenberg. |
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| 1828 |
|
Arnswalde erhält seine erste Schule. |
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| um 1829 |
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Die Chaussee von Berlin nach Königsberg in Ostpreußen wird bis
Woldenberg ausgebaut (später die Reichsstraße 1). |
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| 18401861 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs Friedrich Wilhelm IV. |
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| 1846 |
|
Baubeginn der Eisenbahnstrecke Stargard Woldenberg
Kreuz Posen. |
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| 1847 |
|
Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Stargard bis Woldenberg. Die
Verlängerung der Strecke bis Kreuz wird 2 Jahre später eröffnet. |
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| 1847 |
|
Die neugebaute Eisenbahnstrecke Küstrin Landsberg/Warthe der
Preußischen Ostbahn geht in Betrieb. |
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| 1847 |
|
Die Woldenberger Papiermühle am Fließ wird stillgelegt. |
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| 1853 |
|
Im Beisein von Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. wird der
Grundstein für den steinernen Woldenberger Kirchturm gelegt. Vorher gab es an der Marienkirche nur
hölzerne Kirchtürme, die immer wieder abgebrannt waren. Der Kirchturm kostete 20.000 Thaler,
wovon der König 6.000 Thaler aus seiner Privatschatulle zugeschossen haben soll. |
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| 1857 |
|
Bau der Eisenbahnstrecke Kreuz Landsberg (Preußische Ostbahn). |
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| 18611888 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs Wilhelm I.
Am 18.1.1871 wurde er in Versaille zum Deutschen Kaiser proklamiert. |
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| 3. Mai 1863 |
|
Das Gut auf dem Kietzfeld zwischeni Woldenberg und Mehrenthin erhält
amtlich den Namen Bayers Hof. |
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| 1867 |
|
In Woldenberg wird das Bezirkskommando Woldenberg
eingerichtet. |
|
| 1867 |
|
Friedebergs Lateinschule wird Gymnasium. |
|
| um 1875 |
|
Aus dieser Zeit stammt das
älteste Foto der Stadt
Woldenberg. |
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| 1. Juli 1881 |
|
In Woldenberg wird der Männer-Turnverein Woldenberg
gegründet. Erst am 3. Mai 1920 erhält der Verein auch eine Damenriege. |
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| 18881918 |
|
Regierungszeit des Preußen-Königs und Deutschen
Kaisers Wilhelm II., der 1918 abdankte und nach Holland flüchtete. |
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| 1888 |
|
Friedeberg erhält ein Lehrerseminar zur Ausbildung von
Volksschullehrern. |
|
| 1893 |
|
Paul von Nießen veröffentlicht die Geschichte der Stadt
Woldenberg. |
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| ab 1993 |
|
Woldenberg erhält in der Bahnhofstraße einen Neubau des Amtsgerichts mit
Gefängnis (die Baupläne gibt’s noch im Architekturmuseum der TU Berlin). |
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| 1894 |
|
Mit dem Bau einer großzügigen Meliorationsanlage läßt
sich endlich der Wasserstand des Großen Sees sowie der Fließe zuverlässig
regulieren. |
|
| 19. Aug. 1894 |
|
Auf dem Woldenberger Marktplatz wird
das Kriegerdenkmal enthüllt.
[mehr] |
|
| 1895 |
|
Erstes Erscheinen der Woldenberger Zeitung (später:
Woldenberger Ostmärkische Zeitung) im Verlag von Altermann, Woldenberg/Nm. |
|
| 5. Okt. 1897 |
|
Eröffnung der Friedeberger Kleinbahn, womit eine Verbindung zur
südlich verlaufenden preußischen
Ostbahn (Berlin
Königsberg/Ostpreußen) hergestellt wird. |
|
| |
| |
Das 20. Jahrhundert |
 |
| 19011902 |
|
Verlängerung der Friedeberger Kleinbahn bis Alt-Libbehne. |
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| 19061907 |
|
In Driesen wird eine Kanalisation und Wasserleitung gebaut. In Woldenberg
gab es das bis 1945 noch immer nicht. |
|
| 19141918 |
|
Erster Weltkrieg. |
|
| Okt. 1917 |
|
Nach letztem gemeinsamen Geläut werden die beiden großten Bronze-
Glocken (1340 und 658 kg) der Woldenberger Marienkirche abgenommen und per Bahn zum Umschmelzen in
Kanonenkugeln für den I. Weltkrieg (19141918) abtransportiert. Auch die größeren Orgelpfeifen gingen diesen Weg. |
|
| Feb. 1919 |
|
Auf der Pariser Friedenkonferenz erhebt Polen Gebietsforderungen auf ganz
Oberschlesien, Teile Mittelschlesiens, die Provinzen Posen und Westpreußen den östlichen Teil
Pommerns, Danzig und Masuren und fordert die völkerrechtliche Loslösung von Ostpreußen
vom Deutschen Reich, was im Deutschen Reich einen Sturm der Entrüstung auslöst.
[Karte Ost-Deutschlands von 1914] |
|
| 1919 |
|
Der Kreis Friedeberg wird durch den
Versailler Friedensvertrag
wieder Grenzland. |
|
| 1925 |
|
Das Friedeberger Lehrerseminar wird aufgelöst. Hier wurden seit 1888
über 900 Lehrer ausgebildet. |
|
| um 1925 |
|
Woldenberg wird Luftkurort. |
|
| 13. Juni 1926 |
|
Im Woldenberger Gehege (Wald) wird der städtische Turn- und Sportplatz durch
den Bürgermeister Schultz feierlich eingeweiht. |
|
| 30. Jan. 1933 |
|
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei
(NSDAP) übernimmt in Deutschland die Macht. Ihr Chef
Adolf Hitler wird
Reichskanzler, der darauf die Diktatur des sogenannten
Dritten Reiches errichtet. Und
damit beginnt die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts für Deutschland, für Polen,
für die Welt und vor allem für die Juden. |
|
| März 1933 |
|
SS-Oberführer von dem Bach-Zelewski läßt alle Woldenberger
Kommunisten verhaften. Zwei der Verhafteten werden ‚auf der Flucht‘ erschossen sprich
ermordet. |
|
| 19331936 |
|
Bau der Eisenbahnstrecke Kreuz Schwerin durch den Süden des
Kreises Friedeberg. |
|
| Juni 1935 |
|
Woldenberg feiert am 29. und 30. Juni
600 Jahre Woldenberger Stadtkirche. |
|
| 1935 |
|
Woldenberg wird wieder Militärstandort. Hinterm Gehege an der
Friedeberger Chaussee wird ein Barackenlager mit Übungs-Areal für das I. Ergänzungs-
Bataillon im II. Armee-Korps der Wehrmacht errichtet und eröffnet.
[mehr] |
|
| 1938 |
|
Friedebergs Gymnasium wird Oberschule für Jungen. |
|
| 1938 |
|
Die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen wird aufgelöst. Das
Gebiet Posen kommt zu Brandenburg. Die restlichen Gebiete werden den Nachbarprovinzen Pommern und
Schlesien zugeordnet. |
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| 1. Okt. 1938 |
|
Die Kreise Friedeberg und Arnswalde werden dem Regierungsbezirk Schneidemühl
zugeschlagen.
Sie werden damit nach 678 Jahren der Zugehörigkeit zur Mark Brandenburg pommersch, was der
Bevölkerung arg mißfällt. |
|
| 9. Nov. 1938 |
|
In der Nacht der Nazi-Progrome gegen die Juden ging auch die Woldenberger Synagoge in der
Junkerstraße in Flammen auf. |
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| 1938/1939 |
|
Auch in Woldenberg werden die jüdischen Kaufleute von den Nazis
enteignet, darunter auch Willy
Rosenberg (Konfektionsgeschäft) und Joseph (Schuhhaus). |
|
| 23. Aug. 1939 |
|
In Moskau unterzeichnen der deutsche Außenminister Ribbentrop
und sein sowjetischer Amtskollege Molotow am Abend einen Nichtangriffspakt und ein geheimes Zusatzprotokoll
über die Abgrenzung der beiderseitigen Interessenssphären in Osteuropa. Dieser wird
später als Hitler-Stalin-Pakt bezeichnet. Es ist nur vordergründig ein Nichtangriffspakt
zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR. In dem geheimen Zusatzprotokoll wird zwischen Stalin und
Hitler die 4. Teilung Polens verabredet, sobald Deutschland die Polen (demnächst)
besiegt haben wird. Hitler verfolgte damit das Ziel, Polen ein für allemal auszulöschen. |
11) |
| 19391945 |
|
Zweiter Weltkrieg. |
|
| 1. Sep. 1939 |
|
Mit dem von Hitler seit Monaten geplanten Überfall Polens durch die Deutsche Wehrmacht beginnt um 4.45 Uhr der
II. Weltkrieg. Der Angriff startet mit dem Beschuß der Halbinsel Westerplatte bei Danzig
durch das deutsche Linienschiff Schleswig-Holstein. Daraufhin stehen England und Frankreich den
Polen bei und erklären Deutschland den Krieg, |
|
| 17. Sep. 1939 |
|
Die Rote Armee beginnt mit dem Angriff auf Polen. Es werden große Teile
Ostpolens (Westukraine, westlicher Teil Weißrußlands und das Gebiet um Wilno) besetzt. Damit
wird durch Stalin die Westverschiebung Polens vorbereitet, die dann im Februar 1945 auf Jalta
endgültig beschlossen werden wird. Kein Land kommt den Polen wirklich zu Hilfe. |
|
| 28. Sep. 1939 |
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Die von Hitler und Stalin betriebene Teilung Polens ist vollendet. Die
polnische Heimat-Armee ist vernichtet und Polens Regierung war ins Exil nach London geflüchtet. In
Warschau gibt es am 5. Oktober 1939 nach der brutalen Niederschlagung des Warschauer Aufstands im Beisein
des Diktators Hitler eine protzige Siegesparade der Deutschen. |
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| ab 1939 |
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Bei Woldenberg wird das militärische Lager StaLag IIC
errichtet, das zwischen 1940 und 1941 zum Offiziersgefangenenlager OfLag IIC Woldenberg mit einer Fläche
von 25 Hektar erweitert werden wird. |
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| 1939 |
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Woldenbergs Einwohnerzahl beträgt ohne Militär 5.344. |
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| 21. Mai 1940 |
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Auf dem Gelände des früheren Exerzierplatzes am Woldenberger
Gehege wird das Kriegsgefangenenlager
für polnische Offiziere als OfLag-IIC eröffnet. |
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| 10. April 1941 |
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Öffentliche Hinrichtung in Woldenberg der polnischen Zwangsarbeiter
Adam Cudak und Wladyslaw Urbanski am Abzweig des Mehrenthiner Wegs am Niedertor. Sie sollen
während der Arbeit mit französischen Zwangsarbeitern geredet und dann den deutschen
Aufseher überfallen haben. In Dobiegniew erinnert heute ein Obelisk an diese
Nazi-Schandtat. |
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| 22. Juni 1941 |
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Hitler startet um 3 Uhr früh das Unternehmen Barbarossa und
überfällt Rußland, obwohl seit 1939 mit der bislang verbündeten UdSSR ein
Nichtangriffspakt besteht. Der mörderische Deutsch-Sowjetischer Krieg beginnt, der über 32 Millionen Menschen das Leben kosten
sollte.
[OKW-Sondermeldung im Radio] |
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| um 1942 |
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Nicht nur in Woldenberg wird erzählt, daß alle (verschwundenen)
Juden auf die Insel Madagaskar gebracht werden, wo sie einen neuen Staat erhalten sollen. |
12) |
| 20. März 1942 |
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Im Kriegsgefangenenlager OfLag IIC beim Gehege kommt es zu einem
spektakulären Ausbruch von 5 polnischen Offizieren.
[mehr] |
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| 4. Juli 1943 |
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In Woldenberg trifft per Eisenbahn der erste Transport mit Evakuierten
aus Bochum ein vor allem mit Kindern. Das Ruhrgebiet litt damals unter schweren
Bombenangriffen. In nur kurzer Zeit hatte Woldenberg 1.200 Einwohner mehr. |
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Ab 1945 Das Ende und ein Neu-Anfang |
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| Mitte Jan. 1945 |
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Durch Woldenberg wälzen sich über die Reichstraße 1 endlose
Trecks mit Flüchtlingen aus Ostpreußen in Richtung Westen. |
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| 25. Jan. 1945 |
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Das Woldenberger Kriegsgefangenenlager (OfLag-IIC) wird evakuiert. Etwa
7.000 polnische Gefangene beginnen am Morgen ihren bewachten Fußmarsch in Richtung Oder.
[mehr] |
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| 26. Jan. 1945 |
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Am späten Abend erhält Woldenberg von der
NSDAP endlich den
Räumungsbefehl. Um Mitternacht läuten die Glocken der Marienkirche als Signal zum
sofortigen Flucht-Aufbruch. Siehe dazu die Reports:
[Flucht aus Woldenberg] +
[Von Gert Brauer] |
1) |
| 27. Jan. 1945 |
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In den frühen Morgenstunden fliehen Tausende Woldenberger vor allem per
Eisenbahn vor der näher rückenden Roten Armee in Richtung Westen (Berlin via Stettin sowie in die Gegend um Hamburg). |
2) |
| 28. Jan. 1945 |
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Die Rote Armee erreicht am Morgen das Dorf Hochzeit an der Drage und nimmt es
ein, womit sie rund 10 km vor Woldenberg steht. Deutsche Truppen wurden bei Wiesental einfach rechts
liegen gelassen. Zu Kampfhandlungen kommt es an der Pommern-Stellung praktisch nicht. |
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| 28. Jan. 1945 |
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Panzer der Kampfgruppe der Panzer-Abteilung 503 der SS werden in Kallies
(Raum Neuwedell) aus der Bahn geladen und im etwas südlich liegenden Zatten zum Angriff
bereitgestellt. |
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| 28. Jan. 1945 |
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Gegen Abend besetzen Spitzen der Roten Armee Woldenberg kampflos. Dennoch
wird die Stadt in der Nacht von angetrunkenen Rotarmisten angezündet. Die Brände
dauern bis zum Abend des 30.1.1945. Vom Stadtkern bleibt nur noch
ein Trümmerhaufen
übrig. Nur die markante Kirche übersteht das Inferno. |
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| 29. Jan. 1945 |
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Die SS-Panzer-Kampfgruppe erhält vom Oberbefehlshaber der Heeres- Gruppe
Weichsel (SS-Reichsführer Himmler) den Befehl, zur Reichsstraße 1 zwischen Hochzeit und
Woldenberg durchzubrechen und der Roten Armee damit den Nachschub abzuschneiden. |
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| 29. Jan. 1945 |
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Am Tag wird das fast leere Friedeberg von Spitzen der Roten Armee besetzt. |
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| 30. Jan. 1945 |
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Im Morgengrauen erfolgt von Zatten aus der deutsche Panzer-Angriff in Richtung
Woldenberg. Er führt unter hohen Verlusten zur zeitweisen Unterbrechung der Versorgungslinien der
Roten Armee in den Raum Küstrin, hat aber vermutlich auch zur großen Zerstörung
Woldenbergs beigetragen, worüber in den Berichten nichts gesagt wird. |
4) |
| 31. Jan. 1945 |
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Die Rote Armee steht an der Oder. Auf der Westseite bei Kienitz wird der
erste Brückenkopf gebildet. |
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| Feb. 1945 |
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Auf der Konferenz von Jalta wird das östliche Polen der Sowjetunion
zugesprochen. Zum Ausgleich soll Polen mit den deutschen Gebieten bis zur
Oder-Neiße-Linie
entschädigt werden (Westverschiebung
Polens). |
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| 14. März 1945 |
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Die Sowjetunion überträgt Polen die Gebietshoheit über die von
ihr besetzten Gebiete östlich von Oder und Neiße, bleibt aber Besatzungsmacht. |
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| März 1945 |
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Anfänge des Aufbaus einer polnischen Verwaltung unter sowjetischer
Regie, was vielerorts zu chaotischen Verhältnissen führt. |
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| 6. Mai 1945 |
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Die polnische Regierung erläßt ein Gesetz über den
Ausschluß feindlicher Elemente aus der polnischen Volksgemeinschaft sowie ein Gesetz
über das verlassene und aufgegebene Vermögen
(Bierut-Dekrete). Damit beginnt
die ethnische Säuberung. Außerdem ging man dabei von der Fiktion aus, das Vermögen sei
von der deutschen Bevölkerung verlassen bzw. aufgegeben worden. |
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| 8. Mai 1945 |
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Mit der endgültigen Kapitulation Deutchlands ist in Europa der II.
Weltkrieg zu Ende. |
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| 9. Mai 1945 |
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In Woldenberg feiern die Russen in Ziebarths Garten ihren Sieg über
Nazi-Deutschland. |
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| Mitte Mai 1945 |
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Vor allem in Mecklenburg und Vorpommern kommt das Gerücht auf, daß
nun alle Flüchtlinge wieder in ihre Heimat östlich der Oder zurückkehren sollen. Daraufhin
kehren viele Familien mit Hab und Gut wieder zurück, werden aber schon bald von dort wieder
vertrieben aber ohne Hab und Gut. |
13) |
| 27. Juni 1945 |
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Von Bayers Hof bei Woldenberg
werden deutsche Landarbeiter sowie die Familie des früheren Besitzers, die nach der Flucht von Ende
Januar 1945 nach Kriegsende im Mai wieder zurückgekehrt waren, von den Polen brutal vertrieben. Sie
müssen per Fußmarsch die Oder bei Küstrin erreichen. |
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| 1. Juli 1945 |
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Alle in Woldenberg, Mehrenthin und Wolgast verbliebenen Deutschen werden von
den Polen ausgewiesen. In einem von polnischen Posten bewachten Handwagen-Treck müssen sofort etwa
600 Personen über Friedeberg, Landsberg, Soldin nach Fiddichow an der Oder marschieren, was eine
Woche dauert.
[Report von Ernst Prochnow] |
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| Sommer 1945 |
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Durch die Beschlüsse der
Potsdamer Konferenz
(17.7. 2.8.1945) der 3 Alliierten (USA, Sowjetunion, Großbritannien) wird das
Land östlich von Oder und Neiße und damit auch die Neumark vorbehaltlich einer
endgültigen Friedensregelung unter polnische Verwaltung gestellt. |
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| ab Sept. 1945 |
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Die Neumark und damit auch die Städte Woldenberg, Friedeberg und Driesen
werden nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung (ethnische Säuberung) neu
besiedelt, zum größeren Teil von durch die Russen aus Litauen und der Ukraine vertriebenen
Polen, zum anderen Teil von Umsiedlern aus Zentralpolen.
Polen mußte seine Ostgebiete an
Rußland abgeben (Westverschiebung
Polens). |
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| Herbst 1945 |
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Das russische Kriegsgefangenen-Lager auf dem Gelände des OfLag IIC am
Gehege wird aufgelöst. Die meisten Gefangenen werden nach Sibirien deportiert. |
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| Nov. 1946 |
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Die Woldenberger ev. Marienkirche am Marktplatz wird katholisch geweiht.
Genutzt wird aber zunächst nur die kleine Kirche an der Straße nach Wutzig. |
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| 12. Nov. 1946 |
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Das frühere Woldenberg erhält in Anlehnung an den alten slawischen
Namen Dubegnewe offiziell den polnischen Namen
Dobiegniew
(Neueiche). Aus Friedeberg wird
Strzelce Krajenskie,
aus Driesen wird
Drezdenko
und aus Landsberg an der Warthe wird
Gorzów Wielkopolskie
(Bergen in Großpolen). |
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| 6. Juli 1950 |
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Im Görlitzer-Vertrag erkennt die
DDR die
Oder-Neiße-Grenze an. |
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| 10. Aug. 1958 |
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Die Ex-Woldenberger begehen fernab ihrer alten Heimat in Hamburg festlich den
660. Jahrestag der Stadtgründung von Woldenberg. |
5) |
| 1959 |
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In Arnswalde (nun Choszczno) wird der erste neue Wohnblock gebaut. |
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| um 1960 |
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Nachdem die Trümmer der zerstörten Städte in der Neumark
abgeräumt sind, beginnt der langsame Wiederaufbau der Städte im realsozialistischen Stil
durch die Polen. |
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| 7. Dez. 1970 |
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Im Vertrag von Warschau akzeptiert die Bundesrepublik Deutschland die
Oder-Neiße-Grenze. |
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| 1975 |
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Polnische Verwaltungssreform mit Auflösung des Kreises Strzelce
(Friedeberg). |
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| Juni 1978 |
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Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Kreuz Arnswalde wird
fertiggestellt. Der Abschnitt Arnswalde Stettin folgte im Dezember 1978. |
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| um 1987 |
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In Dobiegniew wird das
Museum OfLag IIC Woldenberg
eingerichtet. |
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| 1987 |
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In Dobiegniew wird das Wasserversorgungsnetz für die gesamte Stadt
fertig. |
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| 1988 |
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Dobiegniew hat nun eine Kanalisation samt Klärwerk auf dem
früheren Schützenplatz im Fließtal. |
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| 4. Juni 1989 |
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In Polen finden nach 1945 die ersten freien Wahlen statt.
Damit endet die seit 1945 bestehende kommunistische Diktatur.
[Das polnische Wunder] |
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| 3. Okt. 1990 |
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Deutschland wird nach dem
Mauerfall von 1989
wiedervereinigt und erkennt die Oder-Neiße-Grenze als Konsequenz aus dem II. Weltkrieg als
endgültige Grenze zu Polen an. |
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| 17. Juni 1991 |
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Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags, der nach
Weltkrieg und Kaltem Krieg ein freundlicheres Kapitel im Verhältnis zwischen den beiden
Nachbarländern aufschlug. So bemühte sich Deutschland in den folgenden Jahren sehr um die
Heranführung Polens an die Europäische Union (EU). |
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| 1991/92 |
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Inkrafttreten des
deutsch-polnischen
Grenzvertrages (Freundschafts- Vertrag), der die Grenze zwischen Polen und Deutschland
endgültig regelt (Oder-Neiße-Grenze). |
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| 1995 |
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In Dobiegniew findet der 1. Dobiegniew-Cup ein
jährliches internationales Jugend-Fußball-Turnier statt. |
10) |
| 1997 |
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Dobiegniew startet im Internet seine
Homepage. |
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| Juni 1998 |
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Erneute polnische Verwaltungsreform mit Gründung der Wojewodschaft
Lebuser Land (Województwo Lubuskie) und Einrichtung des Kreises Friedeberg Driesen
(Strzelce Krajenskie Drezdenko). |
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| 1998 |
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Eine 700-Jahrfeier zur Gründung Woldenbergs findet nicht statt,
jedenfalls wird davon nichts bekannt. Die Vertriebenen hatten bereits im August 1958 eine 660-Jahrfeier
begangen. |
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Das 21. Jahrhundert |
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| 1. Mai 2004 |
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Polen wird in die Europäische Union (EU) aufgenommen, womit jegliche
Grenzstreitigkeiten und Animositäten endgültig überwunden sein sollten. |
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| 2005 |
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Grzegorz Gralinski veröffentlicht die
Geschichte der Stadt Strzelce Krajenskie / Friedeberg in der Neumark. |
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| 30. Juni 2007 |
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Die Einwohnerzahl der Großgemeinde Dobiegniew (ist größer
als das frühere Woldenberg) beträgt 6.929. |
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| 1. Juli 2007 |
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Ökomenischer Festgottesdienst in Gorzów Wlkp. (Landsberg an der Warthe)
zum 750. Geburtstag der Stadt. |
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| 21. Dez. 2007 |
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Die Grenzen mit Paß-Kontrollen zwischen
Polen und Deutschland sind endgültig
gefallen. Polen und Deutsche leben nun im gemeinsamen, freizügigen Europa. Denn das Schengener
Abkommen tritt auch hier in Kraft. Jetzt gibt es endlich totale Reisefreiheit. |
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| 19. Mai 2009 |
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GoogleEarth hat ein feines
Satelliten-Foto von Dobiegniew
machen lassen. |
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| 1. Sep. 2009 |
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70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen und damit Beginn
des II. Weltkrieg. In Berlin wird mit einer großen, von polnischen und deutschen Historikern
gemeinsam erarbeiteten Ausstellungen an diesen Tag erinnert. |
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| 1. Mai 2011 |
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Arbeitskräfte aus den EU-Ländern Osteuropas und damit auch
aus Polen können in Deutschland frei arbeiten. Eine behördliche Arbeitserlaubnis wird
nicht mehr benötigt. Diese 2. Grenzöffnung war von Deutschland 2004 um 7 Jahre verzögert
worden.
[mehr] |
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| 18. Juni 2011 |
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Strzelce Krajenskie (Friedeberg/Nm) begeht sein 725. Stadtjubiläum. |
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| 1. Juli 2011 |
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Polen übernimmt erstmals in der EU die halbjährige
Ratspräsidentschaft. |
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| 21.24. Juni 2013 |
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Unter dem Motto Woldenbergs Kinder werden 80 trafen sich
erstmals in Dobiegniew in Woldenberg geboren Kriegskinder mit polnischen Altersgenossen, um sich
geeinsam an Flucht und Vertreibung zu erinnern. Zum Abschluß versandten sie per Flaschenpost
eine Friedensbotschaft.
[mehr]
[Das Symposiums-Programm]
[Ein Bericht] |
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In der Zukunft |
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| 24. Juni 2035 |
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Wenn alles klappt, gibt es an diesem Sonntag in der Woldenberger Kirche zu
Dobiegniew um 9.00 Uhr einen großen ökomenischen Versöhnungs- Gottesdienst 700
Jahre Kirche.
[mehr] |
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Noch Unsortiertes |
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(Ergänzungen und weitere Links folgen demnächst). |
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(Folgende Daten und Fakten müsen noch geklärt werden). |
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Die vermutlich aus der Paderborner Gegend stammende Adelsfamilie von der Osten
erreicht aus Westen kommend Pommern. |
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Die Adelsfamilie von der Osten baut in Pommern auf einem Berg bei Plathe eine
Burg, die sie Woldenborch nennt. |
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Woldenberg erhält eine Mittelschule. |
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Bitte noch fehlende Fakten und Jahreszahlen
per E-Mail mitteilen.
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1) Noch am Nachmittag des 26.1.1945 hatten die Woldenberrger Parteifunktionäre gesagt:
Eine Flucht kommt nicht in Frage.

2) Die Eisenbahnfahrt Woldenberg Stettin Berlin (Stettiner Bahnhof)
dauerte 22 Stunden.

3) Die vorhandenen Heimat-Kalender für den Kreis Friedeberg sind bislang nur zu
einem Teil ausgewertet worden.
4) In solchen Militärberichten wird fast nie über die Folgen für die
Zivilbevölkerung berichtet.
5) Viele Woldenberger verschlug es 1945 nach der Flucht in die Hamburger Gegend und
nach Schleswig-Holstein.
6) Polnische Historiker wie Kostrzewski ordnen die Lausitzer Kultur
den Urslawen zu, deren Urheimat aber eher östlich der Weichsel lag.
7) Einige interessante Infos zur Lausitzer Kultur gibt es in einer
Diskussion im Geschichts-Forum von 2007.
8) Andere Quellen besagen, daß der Hussiteneinfall erst 1443 stattfand.
9) Es ist derzeit unklar, welches Gründungsdatum Dobiegniews in der polnischen
Geschichtsschreibung gilt.
10) Die Frage ist auch: Wann nahm an diesem Turnier erstmals eine deutsche Mannschaft teil?
11) Weder Rußland noch Deutschland gedenken 2009 des 70. Jahrestags dieses Pakts,
der so viel Unheil brachte.
12) Vermutlich eine Nazi-Desinformations-Kampagne, um von aufkommenden Gerüchten über
die Ermordung der Juden abzulenken.
13) Es wird vermutet, daß dieses Gerücht von der russischen Besatzung gestreut
wurde, um in ihrer Zone die Versorgung zu entlasten.

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