Neumark   —  Sagen & Märchen – Teil 2 khd
Stand:  18.8.2011   (11. Ed.)  –  File: WBG/Ex/Neumark_Sagen_02.html


Neumark Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  D i e   N e u m a r k
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Zur Kulturgeschichte einer Region gehören immer auch die Sagen und Erzählungen aus längst vergangenen Zeiten. Im Rahmen der Woldenberg/Neumark- Präsentation sollen hier einige der überlieferten Erzählungen aus der Neumark ausgewählt zusammengestellt werden.

Hatte sich zunächst keine Begebenheit direkt aus Woldenberg angefunden, gibt es nun aber die schöne Geschichte von der Woldenberger Stadtheide, einem Forst (Wald) in der Gegend von Hochzeit. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder die andere an Woldenberger Märchen-Geschichten und teilt sie uns im Forum mit. [Translation-Service]

I n d e x :


Woldenberg — Vom Verlust der Stadtheide


Wie Markgraf Hans die Woldenberger Heide gewann

Oder: „Lützows verwegene Jagd“ bei Woldenberg

Gefunden in: Rau-Sammlung (Seite 84–86). Nach einer Sage von R. Sprockhoff (Althütte) erzählt und aufgeschrieben. In [...] wurden hier einige erläuternde Editor-Anmerkungen hinzugefügt.


      Der Herbst war wieder ins Land gezogen. Seit zwei Jahren war die Neumark ein selbständiger Staat im deutschen Vaterlande. In Küstrin regierte [1537] Markgraf Hans [„Hans von Cüstrin“], der zweite Sohn des Kurfürsten Joachim I. Schon regte sich im Lande die lutherische Lehre, und das Volk hoffte, daß der Tag nicht mehr fern sei, wo es sich offen zu dem Werke des Deutschen, Martin Luther, bekennen konnte.

      In seiner Arbeitsstube saß der Marienwalder Abt Otto. Sinnend schaute er durch das Fenster auf das weite Land. Ueberall leuchtete der Herbst in seinen wunderbaren Farben. War der Herbst für das Marienwalder Kloster auch gekommen? Schon munkelte man heimlich, daß der Landesherr alle Klöster einziehen und die Aemter verwandeln wollte.

      Plötzlich klopfte es an seiner Tür, und hereintrat der Ratsherr Falbe aus Woldenberg. Beide schienen sich zu kennen, denn der Abt eilte dem Besucher sofort entgegen und lud ihn ein, in dem hohen, eichenen Lehnstuhl Platz zu nehmen. Doch wer genauer in das Gesicht des Abtes Otto sah, der konnte leicht bemerken, daß ein Schatten des Unwillens über sein Gesicht huschte.

      „Nun, mein lieber guter Ratsherr Falbe“, begann Abt Otto die Unterhaltung, „was hat Euch zu mir geführt? Wollt Ihr mich wieder wie alle Jahre zu einer fröhlichen Treibjagd einladen?“ „Ja, Euer Hochwürden“, entgegnete stockend der Ratsherr, „das will ich wohl tun, aber heute komme ich aus einem anderen Anlaß“. Wieder huschte über das Gesicht des Abtes jener Schatten des Unwillens, aber der Ratsherr mag es nicht bemerkt haben, denn er sprach weiter: „Euer Hochehrwürden! Ihr wißt, daß die Zeit nicht mehr fern ist, wo Ihr und Eure Klosterbrüder nicht mehr in diesen Mauern wandeln werdet. Darum komme ich nochmals, um im Namen der Stadt Woldenberg mit Euch über die Große Heide bei Hochzeit zu verhandeln.“

    Woldenberg -- Ost-Umgebung um 1938
^   Zur Orientierung, wo das alles bei Woldenberg im 16. Jahrhundert passierte. Marienbwalde liegt weiter nordwestlich von Woldenberg, dicht an der Bahnstrecke nach Stettin.   (Repro: 2011 – khd)


      „Ihr wißt, Hochehrwürden, daß unser Rat im Jahre 1355 die sog. Stadtheide bei Hochzeit für 170 Mark Binkenaugen von Betkin-Osten erworben hat“. Hier unterbrach ihn der Abt und sprach: „Meint Ihr die Heide, die nördlich der Straße Wolgast — Hochzeit liegt und im Norden an die Feldmarken von Wolgast, Lämmersdorf und Regenthin stößt? Die Heide wo seit einigen Monaten die markgräflichen Holzförster und Heidereiter Dienst tun?“ „Jawohl, Hochehrwürden“, entgegnete rasch der Ratsherr, „eben diese Heide ist es. Aber durch einen Brand vor 100 Jahren kam unsere Stadt in große Verlegenheit, denn ihr fehlten 50 Thaler an einer von dem Kurfürsten geforderten Summe. Und aus dieser Verlegenheit half uns der damalige Abt Nicolaus.“

      „Von unseren Vätern wissen wir genau, daß wir hierfür an das Kloster Marienwalde die Große Heide bei Hochzeit verpfändet haben. Das Kloster hat uns dafür leihweise die Mönkeheide, die nordwestlich unserer Stadt liegt gegeben da wir sonst kein Holz und keine Hütung gehabt hatten. Daher bitte ich Euch, Ihr wollet unserem Landesherrn beeiden, daß die große Heide Eigentum unserer Stadt sei. Ihr sollt dann sofort die Mönkeheide zurückerhalten.“

      Abt Otto, der schon eine Zeitlang unruhig auf seinem Stuhl hin und her rückte, entgegnete kurz: „Mein lieber Falbe, Ihr wißt genau, daß dieses Schriftstück beim Hussiteneinfall [1433], als unser Kloster Marienwalde niederbrannte, mit vernichtet wurde. Ich weiß nichts davon, und der damalige Jakob Mildemiß, der das Kloster wieder aufbauen ließ, hat hierüber nichts in seinen Aufzeichnungen hinterlassen.“

      „Wir Woldenberger Bürger“, entgegnete barsch der Ratsherr Falbe, „lassen uns unser Recht nicht nehmen. Wie kommt der Landesherr dazu, unseren Bürgern in der sog. Stadtheide die Nutzung zu wehren. Vor einigen Tagen wurden einige Bürger von dem Heidereiter angehalten. Er verlangte von ihnen fortan, daß sie für die Nutzung in der Heide von jedem Pferde pro Jahr 2 Scheffel Heidehafer als Miete zahlen sollen. Wenn Ihr, Herr Abt, nicht zu Eurem Worte steht, dann verlieren wir die Heide für immer.“

      Nach kurzer Pause antwortete Abt Otto: „Auf der Jagd, wozu sicherlich auch der Landesherr kommen wird, werden wir die Sache weiter verhandeln.“ Ratsherr Falbe erhob sich langsam aus seinem Lehnstuhl und verließ nach kurzem Gruß das Arbeitszimmer des Abtes. Er wußte, daß er wieder mit leeren Händen vor den Woldenberger Rat treten mußte, denn was der Landesherr einmal in seinem Besitz hatte, gab er so leicht nicht wieder heraus.

      Wochen waren seit diesem Gespräch im Marienwalder Kloster vergangen. Schnee bedeckte die heimatlichen Fluren, und die Zeit war gekommen, wo die alljährlich große Treibjagd beginnen konnte. Ratsherr Falbe und mit ihm der Woldenberger Bürgermeister und die übrigen Ratsherren fuhren mit ihren Schlitten nach dem Jagdschloß Schützenburg [Schüttenburg in der
Karte] am Zorbinsee [Zerbin-See]. Nachdem sich nun alle versammelt hatten, ging es unter lautem Hörnerklang in die Driesener Forsten.

      Der Landesherr und seine Begleiter hatten im Laufe des Tages neben vielen Keilern und Rehen auch einige kapitale Hirsche erlegt. Hubertus hatte es heute ganz besonders gut mit ihm gemeint. Das konnten die Woldenberger Ratsherren von sich nicht behaupten. Besonders der Ratsherr Falbe hatte Pech, denn nur einige Keiler und Wölfe waren seine Beute. Hierin sah Falbe ein unglückliches Vorzeichen für den Ausgang des Gespräches mit dem Landesherrn.

      Als sie das Jagdschloß Schützenburg erreichten, begann es schon zu dunkeln.Da zu einer richtigen Treibjagd auch ein entsprechendes Festmahl gehört, so versammelten sich anschließend die Jagdgäste zu gemeinsamer Tafel. Und da wiederum zu einem richtigen Festmahle ein edler Tropfen Wein gehört, so sprach man demselben eifrig zu.

      Aber dem Landesherrn, der sonst gerne märkische Weine trank, behagte scheinbar dieser Trank nicht, denn plötzlich erhob er sein Weinglas und, sich zum Abte Otto wendend, sprach er „Hochwurdiger Abt! Ich trinke auf sein Wohl dieses Gemisch. Marienwalder Wein, von den edlen Klosterbrüdern selbst gezogen, soll es sein, — aber dieser Wein lieber Abt, schmeckt herbe wie Wintersonnenschein. Seine Fische dagegen, die er uns heute aufgetischt hat, schmecken vorzüglich. Nun, ich hoffe, daß der Prietzensee mit seinen wunderbaren Fischen Ihm bald die längste Zeit gehört haben wird.“

      Als der Markgraf die Tafelgesellschaft genauer betrachtete, bemerkte er schließlich auch am Ende der Tafel die Woldenberger Ratsherren. Plötzlich durchzuckte sein Gehirn ein Gedanke, denn er rief laut über den Tisch: „Gegrüßt seid mir, Ihr lieben Ratsherren! Und ganz besonders Ratsherr Falbe. Jetzt fällt mir auch ein, was auf der Jagd mir der Abt berichtete. Bringt mir die Urkunde, daß Euch die Heide gehört, dann sollt Ihr sie haben!“

      Bevor Falbe noch dagegen sprechen konnte, fuhr der Markgraf in seiner Rede fort: „Falbe, ich persönlich schätze Euch und Eure Sippe hoch. Stammt Ihr doch aus einem angesehenen Bürgergeschlecht. Hatte doch schon Euer Vorfahr Thomas Falwe vom Markgrafen Ludwig die Hälfte von Regenthin, und später ein Edel Balwe acht Lehnhufen in Lämmersdorf zu Lehen, und habt Ihr doch selbst noch heutzutage das Lehngut Wolgast im Besitz.“

      Plötzlich erhob sich der Edelmann Friedrich von der Osten-Driesen, und da er scheinbar dem Weine sehr zugesprochen hatte, schrie er laut: „Mein Landesherr! Ihr müßt wetten um die Heide. Rühmt man doch dem Falbe nach, daß er zwei Schimmel habe, die es mit jedem anderen Pferde aufnehmen!“ Und plötzlich rufen alle: „Ja, Herr Markgraf, Ihr müßt wetten. Wer zuerst auf der Jägersburg am Regenthiner See eintrifft, dem soll die große Heide immer zu eigen sein!“

      Falbe dem mittlerweile auch schon heiß um den Kopf wurde, rief laut: „So sei es, Herr Markgraf! Und wenn Ihr sagt, ich sei ein Sonntagskind, so werde ich wohl für meine Stadt die Heide wiedergewinnen.“ Hans von Küstrin war mit diesem Vorschlage sofort einverstanden und befahl sofort, daß die beiden Edelleute von der Osten-Driesen und von Wedel-Neuwedell auf der Jägersburg den Ehrentrunk zu reichen und den siegreichen Rossen Futter zu schütten.

      Schnell ließ Falbe seine beiden Schimmel anspannen und fort ging es. Trotz Schnee und holpriger Landwege sauste er mit seinem Gespann dahin. Schon hatte er das Dorf Lenzenbruch erreicht, aber von dem markgräflichen Wagen sah und hörte er nichts. Und so freute er sich schon im stillen, daß er dem Landesherrn ein Schnippchen geschlagen hatte. —

      Bald nachdem der Ratsherr Falbe das Jagdschloß Schützenburg verlassen hatte, befahl Hans von Küstrin seinem Kutscher Bodo, den Wagen anzuspannen. Gemächlich nahm der Fürst in seinem Jagdwagen Platz. Dann knallte der Kutscher mit der Peitsche, und fort ging es. Aber was war plötzlich geschehen? Das ging heute so schnell, als wenn der Teufel durch die Lüfte jagte. Dem Kutscher Bodo wurde ganz schwindelig um den Kopf. War man noch auf der Erde oder schwebte man schon in den Lüften?

      Waren dort unten nicht die knorrigen Föhren der „Großen Heide“? Man mußte doch schon längst in Lenzenbruch sein! Und in seinem Verdruß schwang der Kutscher seine Peitsche, um den Pferden eins überzuziehen. Doch plötzlich blieb die Peitsche an einem Pfahl hängen. Was nun tun? Mußte einem noch dieses Unglück zustoßen. In demselben Augenblick klopfte der Markgraf seinem Kutscher auf die Schulter und sprach: „Mein Bodo nicht so hitzig. Macht halt, denn dort unten liegt die Jägersburg! Die Peitsche laßt fahren dahin!“

      Und richtig, man hielt vor dem Tor des Jagdschlosses. Verwundert eilten die beiden Edelleute von der Osten und von Wedel hinzu, und sie trauten ihren Augen kaum als die den Landesherrn vor sich sahen. Während sie in das Jagdschloß eintraten, erschien auch der Ratsherr Falbe. Da der Markgraf ihn unterwegs nicht überholt hatte, so war er der festen Ueberzeugung, daß er als Sieger aus dem Wettstreit hervorging.

      Wie erschrak aber der Ratsherr, als plötzlich Hans von Küstrin ihm an die Schulter klopfte und lächelnd sprach: „Mein lieber Falbe, den Wald habt Ihr nun doch verloren. Laßt uns den Zank und Streit darüber vergessen! Kommt mit auf mein Zimmer, dort sollt Ihr den Aerger im Wein ersticken.“ Falbe konnte nur entgegnen: „Ja, mein Landesherr, eine solche Höllenfahrt kann nur Euch glücken.“

      Die Regenthiner Bauern aber, die von dem mitternächtlichen Lärm aufgewacht waren, sprachen am nächsten Tage: „Habt ihr diese Nacht wieder die wilde Jagd vernommen. Seht dort oben an der Kirchturmspitze hängt noch die Peitsche! Ein Glück, daß keiner von uns unterwegs war, sonst hätte ihm die wilde Jagd arg mitgespielt.“

[Editor: Und so blieb die Mönch-Heide für immer bei Woldenberg und sollte der Stadt durch geschlagenes Holz noch einmal viel Geld einbringen].


Woldenberg — Sagen um den Kirchturm


Der Woldenberger Kirchturm

Wie kam er zu den vier Ecktürmchen

Gefunden in: Rau-Sammlung (Seite 37–38). Der Autor ist nicht bekannt.


      Wenn jemand nach Woldenberg fuhr, mochte er kommen, von welcher Seite er wollte, tauchte weit hinten im Gelände der merkwürdige vierspitzige Kirchturm auf, so wußte er, das da ist Woldenberg und nichts anderes. So charakteristisch schien er zu sein.

      Die Leuten wunderten sich über ihn; manche fanden ihn schön, manche häßlich; andere meinten, er sei unvollständig und ihm fehle etwas, weil er keine Spitze in der Mitte habe; dann wäre er wohl noch 10 Meter höher gewesen.

      Es ist viel um ihn herumgedichtet worden. Dr. Paul Müller berichtet in seinem „Sagenschatz des Landes Friedeberg“, der alte Fritz sei nach Woldenberg gekommen, um nachzusehen, wie weit sie mit ihrem Turmbau seien, habe aber den Bürgermeister und die Ratsherren nicht angetroffen, weil sie, statt ihre Schuldigkeit zu tun, beim Weine gesessen hätten. Darüber habe er sich geärgert und angeordnet, vier große Weinflaschen oben auf dem Turm zu errichten, damit jeder erkenne, wie die Woldenberger Stadtväter ihr Tagewerk verrichten.

      Nach einer anderen Sage sollen Betrunkene in einer Gastwirtschaft nahe der Kirche laut gelärmt und den Gottesdienst gestört haben. Da habe sie der Teufel geholt und in einem Zuge weg gleich dem Tisch mitgenommen, an dem die Lärmenden saßen. Als er aber mit seiner Beute über die Kirche fuhr, habe er bemerkt, daß der Tisch keine unsterbliche Seele habe, also wertlos für ihn sei. Er habe ihn daher weggeschleudert, und der Tisch sei mit Donnergepolter, Tischplatte nach unten, auf den im Bau befindlichen Turm gekracht, wo er seitdem seine vier dürren Beine zur Warnung für alle Woldenberger Saufbrüder gen Himmel strecke.

      An diesen Sagen ist leider nicht viel Wahres. Die alte Marienkirche, hatte ursprünglich einen hölzernen Turm, der immer wieder, vom Blitz getroffen, abbrannte. Die Schrift „50 Jahre Männerturnverein Woldenberg“ enthält ein altes Stadtbild nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1850, das die Kirche ohne Turm zeigt.

      1850 war der alte Fritz bereits 63 Jahre tot, also kann die Sage, er habe die 4 Spitzen angeordnet, nicht stimmen. Das hat sein Nachfolger, der König Friedrich Wilhelm IV. getan. Als ihm der Bauentwurf zu dem ersten steinernen Kirchturm vorgelegt wurde, strich er, vielleicht um Baukosten zu sparen, vielleicht aber auch aus einer königlichen Laune heraus, die geplante Spitze weg und zeichnete dafür 4 Ecktürmchen ein, die er durch Steingeländer verband. Dann bewilligte er 6000 Thaler aus seiner Privatschatulle und erschien 1853 zur Grundsteinlegung persönlich, und das will was heißen.

      Es ist nicht ausgeschlossen, daß dem König bei seinem Eingriff in den Bauplan Vorbilder aus England vorgeschwebt haben. Damals wurde gerade in London das neue Parlamentsgebäude errichtet, ebenfalls als Ersatz für ein 1834 durch Feuer vernichtetes altes Gebäude, und dieser imposante Bau erhielt einen bemerkenswerten Eckturm mit 4 Spitzen, der wohl als Modell für den Woldenberger Turm gedient hat.

      Auch sonst gibt es in England weltberühmte Gebäude mit vierspitzigen Türmen, die dem König bekannt waren. Die Westminster-Abtei, in der seit Jahrhunderten die englischen Könige gekrönt und beigesetzt werden, verfugt sogar über zwei. Der im Jahre 1079 gebaute Tower ist nichts weiter als ein massiger Turm mit vier schweren Ecktürmen, und die vierspitzige Southwark-Cathedrale, hoch aufragend, über die Brücke von London, gibt ihr mit ihrem vierspitzigen Turm das charakteristische Bilde..




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