Gefunden in:
Märkische Allgemeine Zeitung, Potsdam,
29. Juli 2009, Seite xx (Aus der MAZ).
[
Original]
DOBIEGNIEW. Zum zweiten Mal reiste eine Auswahlmannschaft der Altersklasse U 14 des
Fußballkreises Havelland-Mitte zum Dobiegniew-Cup nach Polen. Dem Team gehörten 16 Spieler und
3 Betreuer an. Die deutsche Präsenz wurde durch Vertretungen des Amtes Golzow (U 10), sowie den
Berliner Teams vom VfB Friedrichshain (U 10) und Schwarz-Weiß Hellersdorf (U 10 und U 16)
ergänzt.
Am Anreisetag stand nach einer Trainingseinheit die Begrüßung auf dem Starca Platz und dem
anschließenden Einmarsch ins Stadion Kazimierza Gorskiego auf dem Programm. Untergebracht war die
Mannschaft aus dem Havelland in einem Klassenraum des dortigen Gymnasiums. Die Turnierleitung stellte
eine deutsch sprechende Team-Guidin zur Verfügung, die über alle Veränderungen im
Turnierplan informierte und bei Freizeitaktivitäten beriet und begleitete.
Schon in der Vorrunde trafen die Havelländer auf starke Gegner, denn alle dort vertretene
Mannschaften trafen sich im Halbfinale wieder. Zur Gruppe 1 gehörten UKS Skra Wielkopolska (Polen),
FM Vilnius (Litauen), MUKS Wolsztyn (Polen), die Havelland-Auswahl, Lucznik Strezelche Kraj (Polen) und
UKS Impuls-Start Wawrow (Polen).
In der Vorrunde belegte die Mannschaft aus dem Havelland den dritten Platz. Im Viertelfinale war
Gastgeber Blekitni Dobiegniew der Kontrahent. Durch ein Tor von Tarig Rashied nach einer Ecke von Charlie
Graf setzte sich das HVL-Team knapp mit 1:0 durch.
Im Halbfinale wartete die Mannschaft von UKS Impuls Start Wawrow, die in der Vorrunde bezwungen wurde,
auf die Havelländer. Doch zur Überraschung nicht nur des inzwischen angereisten
Präsidenten des VfL Nauen, Lothar Strube, ließ der Gegner noch neue Spieler
einfliegen und so waren die HVL-Kicker zwar nicht chancenlos, ließen sich aber durch
die ruppige Art des Gegners mit zunehmender Spielzeit völlig aus dem Konzept bringen. Am Ende
hieß es knapp 1:0 für Wawrow.
Am Finaltag spielte die deutsche Auswahl somit um Platz drei gegen MVKS Wolsztyn. Angefeuert von den
Freunden aus Vilnius verwandelte Kapitän Tim Engelhardt eine Ecke von Charlie Graf zum
erlösenden 1:0 wiederum kurz vor Schluss. Insgesamt kann der Vertretung eine geschlossenen
Mannschaftsleistung bestätigt werden. Es hat viel Spaß gemacht, dem Kombinationsspiel
zuzusehen. Einzig die so viel beschriebene internationale Härte machte den Jungs ein wenig zu
schaffen. Bei der Siegerehrung gab es für das HVL-Team viel Beifall. Als es dann zur Bewertung des
besten Torwartes kam, war für Keeper Hannes Pagel von Blau-Weiß Pessin die Überraschung
groß. Von der Jury, bestehend aus Turnierleitung, Trainern und Schiedsrichtern, erhielt er die
Trophäe des Besten Torwarts.
Bemerkenswert war auch, dass die örtliche Presse
Gazeta Lubuska einen zweispaltigen Artikel
mit Bild über die Havelland-Auswahl geschrieben hat. Dies zeigt den Stellenwert der Beziehungen zur
havelländischen Partnerregion Dobiegniew.
Das Turnier auf vier Rasenplätzen mit insgesamt 49 Teams vom Bürgermeister Leszek Waloch,
seiner Verwaltung, den Schulen und dem örtlichen Fußballverein organisiert, bot neben den
Spielen ein reichhaltiges Rahmenprogramm für die Teilnehmer. Im nahe gelegenen Badesee konnten die
Teams nicht nur baden, sondern auch kostenlos Kajak, Segeln und Tretboot fahren. Jeden Abend spielten auf
der Bühne im Stadion entweder Live-Bands oder es war Disco bis weit nach Mitternacht angesagt.
Beim abendlichen Treiben auf dem Sportgelände trafen die Jungs aus dem Havelland nicht nur
alte Bekannte aus dem Jahr zuvor wieder, sondern kamen auch mit den neuen Teams aus Litauen,
der Ukraine und Polen ins Gespräch, da in jedem Team zumindest einer Deutsch oder Englisch sprach.
Und sollte dies mal nicht der Fall sein, so halfen die Hände und Füße.
Ein herzlichen Dank geht an die Firma BVBnet für den reibungslosen Transport sowie an den Kreis
Havelland, ohne deren finanzielle Unterstützung diese Woche nicht möglich gewesen wäre.
Für das nächste Jahr ist die Mannschaft bereits wieder eingeladen. Dem Team liegen
außerdem Einladungen nach Litauen und der Ukraine vor. Im Januar kommt das Team von Blekitni
Dobiegniew zum Wintercup als Gegenbesuch nach Falkensee.