|
|
Dobiegniew Sonnenuntergang über See, dem westlichen Teil des Sees (Fischzuchtteich).
Blick von der früheren Klosterfelder Chaussee nach Westen.
[Luftfoto]
(Foto: 30.9.2012 g.stach-130)
|
| |
|
|
Dobiegniew Frühere Pauli-Gärtnerei am Postberg im Jahr 2012.
[Luftfoto]
(Foto: 30.9.2012 g.stach-021)
|
Auf dieser Seite folgen wir einigen Spuren, wie sie in auf diesem Portal zitierten bzw.
dokumentierten Berichten und Fotos vorkommen. Wir wollen sehen, wie es heute an
diesen Orten aussieht.
Da ist zunächst am Postberg die Gärtnerei von Pauli, die in dem
Prochnow- Bericht von 1945
eine
Rolle spielt. Im
April 1945 fanden hier die bei Woldenberg zurückgebliebenen Prochnows Unterschlupf und Arbeit.
Ob das noch die alten Gewächshäuser sind, ist unklar. Die meisten Nebengebäude
stammen aber noch aus Woldenberger Zeiten.
| |
|
|
Dobiegniew Woldenberger Wasserpumpe im Jahr 2012.
(Foto: 2.10.2012 g.stach-234)
|
In der Nähe der Kirche steht noch heute eine alte Wasserpumpe aus Woldenberger Zeiten. Sie
stand früher an der Kirchstraße Ecke Alte Marktstraße. Die Pumpe könnte vom
Woldenberger Brunnenbauer Kranich gebaut worden sein. Der Schwengel ist vermutlich inzwischen
erneuert worden.
Heinz Mohnhaupt (Jg. 1930), der früher in der Brauhausstraße wohnte, beschreibt im 1.
Band Bei uns zu Haus seiner
Trilogie, welche Bedeutung diese Pumpe damals für die Anwohner
hatte. In den Häusern gab es ja kein fließendes Wasser.
Diese Pumpe war die Begegnungsstätte der Woldenberger aus dieser gesamten Gegend. Oftmals
mußte man für längere Zeit anstehen, insbesondere dann wenn sie nach einem aufwendigen
Verfahren wieder aufgetaut worden war, wie z. B. im Januar des harten Winters
1944/45.
| |
|
|
Dobiegniew Die Woldenberger Rathaus-Bäume 2012.
[Altes Foto]
(Foto: 2.10.2012 g.stach-237)
|
Auf dem Pl. Starca in Dobiegniew dem früheren Marktplatz stehen an der Mitte der
Ostseite zwei alte Bäume. Sie sind stumme Zeugen der Woldenberger Zeit. Denn gleich dahinter
befand sich bis 1945 das
Woldenberger
Rathaus.
Heute stehen hinter den Bäumen mit großem Abstand die erhalten gebliebenen Häuser an der
früheren Alte Marktstraße, die ansprechend restauriert worden sind. Am linken Baum wurde
das Denkmal für die polnischen Offiziere im Woldenberger Lager
(
OfLag-IIC) aufgestellt.
| |
|
|
Dobiegniew Grab der Antonie Podolski, geb. Kolanowski
(† 26.10.1940) aus Woldenberg.
(Foto: 2.10.2012 g.stach-186)
|
Auf der
Friedhofs-Seite wird gesagt,
daß es auf dem Friedhof in Dobiegniew keine Gräber mehr aus Woldenberger Zeiten gibt. So
ganz stimmt das aber nicht, wie sich jetzt bei einem Gang über den Friedhof zeigte.
Zumindest eines wurde entdeckt.
Manche Woldenberger mit polnischen Wurzeln sind 1945 nicht geflüchtet, auch wurden sie im
Sommer 1945 nicht vertrieben. Und so ist erklärlich, warum auf dem Friedhof einige Gräber
erhalten sind, zumal wenn sie von den Nachfahren gepflegt wurden.
So wird das auch bei der Familie Podolski gewesen sein, die um 1924 am Wutziger Weg 12 wohnte.
Der Familie- und Mädchen-Name der 1940 in Woldenberg bestatteten Antonie Podolski legen nahe,
daß die Vorfahren aus Polen stammten.
| |
|
|
Dobiegniew Reste vom Woldenberger Strandbad.
[Altes Foto]
(Foto: 2.10.2012 g.stach-293)
|
Woldenberg spendierte sich 1931 ein
feines Strandbad am Großen See. Der Sand dafür wurde vom
Schützenplatz aus dem Fließtal herbeigeschafft. Dieses beliebte Freibad wurde 1945
vollkommen zerstört.
Aber in Dobiegniew gibt es noch heute einige Reste des Bades. Da liegt noch etwas vom Sand am Ufer
des Sees. Im Wasser stehen noch immer einige Holzpfosten der früheren Badebrücken. Und
vom Hauptpavillon existieren noch die Stufen und einige Fundament- Fragmente.
| |
|
|
Dobiegniew Hier stand Woldenbergs Sparkasse.
[Altes Foto]
(Foto: 2.10.2012 g.stach-238)
|
An der früheren Richtstraße Ecke Marktplatz (heute: Pl. Starca) befindet sich heute
schräg gegenüber dem
Dallmann- Haus ein Blumen- Hochbeet. Dieses markiert gleichzeitig den
früheren Standort der Woldenberger Sparkasse und Heimatmuseums.
Da der Keller der Sparkasse nach 1945 nicht entfernt wurde, ruht dieses Blumenbeet quasi auf den
Grundmauern der alten Sparkasse. Man muß es nur wissen. Gibt es eigentlich in Dobiegniew
schon ein Heimatmuseum?
Beim Woldenberg-Symposium im Juni
2013 begab sich der Fotograf Gerd Kollmorgen (Jg. 1929) auch auf Spurensuche in der Gegend
des früheren Woldenberger Stadtplatzes Am Hohen Tor. Hier stand einst das Haus
seiner Eltern und Großeltern, was aber 1945 zerstört wurde. Er war hier schon 2002
einmal und nahm das folgende Panorama auf.
|
|
Dobiegniew 2002 Panorama-Blick von Westen auf den Ort des früheren Platzes Am
Hohen Tor. Die einzigen Gebäude aus Woldenberger Zeiten, die zu sehen sind, sind das
Prochnow-Hotel an der Richtstraße (links, 2. Haus) und die Kirche (Mitte).
(3 Fotos: 2002 g.kollmorgen)
|
Und 2013 machte Kollmorgen beim Stadtrundgang eine Reihe von neuen Fotos dieser Gegend, um zu sehen,
ob sich hier baulich in gut 10 Jahren etwas getan hat. Zwar sind an der Nordseite einige Bauten
entstanden, aber der Platz selbst einst die gute Stube Woldenbergs, die sogar mal eine
zeitlang Pariser Platz hieß wurde noch immer nicht städtebaulich
aufgewertet. Man hat das Problem wohl noch nicht erkannt.
|
|
|
Dobiegniew 2013 Am Hohen Tor 1. Blick in Richtung Norden (See).
(Foto: 23.6.2013 g.kollmorgen-2301) |
|
|
|
Dobiegniew 2013 Am Hohen Tor 2. Die Richtstraße mit Prochnow-Hotel.
(Foto: 23.6.2013 g.kollmorgen-2303) |
|
|
|
|
Woldenberg/Neumark um 1900 Geschäftiges Treiben am Hohen Tor. Ganz links an diesem
zentralen Platz steht das Elternhaus von Gerd Kollmorgen. In der Richtstraße (links) gab es
zudem eine große Vielfalt an Geschäften. In Dobiegniew konnte man an diese
städtebaulichen Qualitäten bis heute (2013) nicht anknüpfen. Und so sieht es hier
noch immer ziemlich trostlos aus.
(Repro: 2005 khd) |
|
|
|
Dobiegniew 2013 Am Hohen Tor 3. Nur ein kleines Grasdreieck ist vom einst urbanen Platz
übriggeblieben.
(Foto: 23.6.2013 g.kollmorgen-2304) |
|
Auch der Blick vom Hohen Tor zurück zum Kastanienplatz zeigt, daß sich auch hier baulich
noch nichts Großartiges getan hat, mal vom Ausbau der Straßen abgesehen. Wo etwa
früher an der Richtstraße Nr. 52 das feine Geschäftshaus von
Willy Rosenberg
stand, steht heute ein belangloser Plattenbau. Wenn man zudem erlaubt, wie vor einiger Zeit
am Kastanienplatz geschehen,
daß sich Supermärkte vom Discountertyp mit einer ALDI-like Architektur mitten in der
Stadt ansiedeln, dann ergibt das kein wegweisendes Stadtbild und macht auch den Einzelhandel kleiner
Geschäftsleute kaputt.
|
|
|
Dobiegniew 2013 Am Hohen Tor 4. Hier stand einst das Kollmorgen-Haus.
(Foto: 23.6.2013 g.kollmorgen-2305) |
|
|
|
Dobiegniew 2013 Blick vom Hohen Tor in Richtung Kastanienplatz.
(Foto: 23.6.2013 g.kollmorgen-2306) |
|
Der Stadtrundgang längs der früheren Ostmauer zeigte: Auch dort ist noch manches aus
Woldenberger Zeiten anzutreffen. Man muß nur etwas genauer hinschauen, um solche
‚Antiquitäten‘ zu entdecken. Zu gerne hätten Woldenbergs Kinder am
früheren Mühlentor etwas gegraben, um vielleicht noch das eine oder andere Andenken aus
dem Mittelalter ans Licht zu bringen. Aber sicher werden Dobiegniews Kinder in den letzten 60
Jahren dort schon alles gefunden haben, was interessant ist.
| |
|
|
Dobiegniew 2013 Blick von der Brauhausstraße zur Kirche. An dieser Straße selbst
existiert kein Woldenberger Gebäude mehr. Aber alle hier sichtbaren Häuser stammen noch aus
der Zeit von vor 1945. Auch diese alten Schuppen könnten durchaus noch aus Woldenberger Zeiten
sein. Links der untere Teil der früheren Kirchstraße.
[Weitere Fotos aus dem Ostteil der Stadt]
(Foto: 22.6.2013 g.kollmorgen-2288)
|