Dobiegniew (Polen)   —  Neue Fotos 9 khd
Stand:  4.10.2012   (42. Ed.)  –  File: WBG/Dob/Dobiegniew_Fotos_09.html



Dobiegniew Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  D o b i e g n i e w
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Auf dieser Seite werden neuere Fotos von Dobiegniew (Polen) präsentiert, wobei noch einmal das Lager „OfLag II C“ einen Schwerpunkt bildet. Sie stammen aus verschiedenen Quellen, die jeweils angegeben sind. Sie wurden für diese Publikation neu digital eingerichtet. Es ist eine gute Idee, in einem 2. Fenster den alten Stadtplan Woldenbergs oder den Stadtplan von Dobiegniew parat zu haben.

Auf einer anderen Seite der Woldenberg/Dobiegniew-Präsentation wurden bereits einige Luftaufnahmen des heutigen Dobiegniews publiziert und kommentiert. Auch diese können zur besseren Orientierung dienen.


Dobiegniew — Aktuelle Fotos (9)


Lupe
Dobiegniew -- Satelliten-Foto vom Lagergelände im Mai 2009      
<   Dobiegniew – Satelliten-Foto vom Mai 2009 vom Gelände am Gehege, wo sich bei Woldenberg das Kriegsgefangenen-Lager befand (in Rot eingerahmt). Die schräg durchs Bild laufende Straße ist die frühere Friedeberger Chaussee (heute: Gorzowska, Fernstraße 22). Die Sichthöhe beträgt rund 2,7 km.
[Luftaufnahme zum Vergleichen]

Es bedeuten:
D = Nach Dobiegniew (Woldenberg).
G = Gehege (früherer Woldenberger Stadtwald).
L = Das Lagergelände mit einer Größe von rd. 25 Hektar. [Lagerplan in PDF]
S = Der Faule See.
W = Früheres Wehrmachtsgelände, wo die Holz-Baracken für die Soldaten standen, wovon 2009 nichts mehr vorhanden ist.

Übrigens, in der oberen rechten Ecke des Lagergeländes war ganz früher einmal das Waldschlößchen.


[Vergrößerung des Lagers]
[Lageplan] [Fotos vom Lager]  (Sat-Foto: 19.5.2009 – GoogleEarth)


      Auf diesem Satelliten-Foto von Mai 2009 ist zu erkennen, daß die vielen Steinbaracken, in denen einst die Gefangenen untergebracht waren, nunmehr abgerissen worden sind. Das muß also zwischen Sommer 2005 und 2009 passiert sein. W. Bredereck konnte
die Baracken am 21. Juni 2005 noch fotografieren. Es wird erzählt, daß auf diesem Lagergelände eine Wohnsiedlung entstehen soll.

      Aber eigentlich ist das kaum auf diesem geschichtsträchtigen Boden vorstellbar. Denn viele polnische Offiziere ereilte nach Ende des 2. Weltkriegs noch ein schlimmes Schicksal. Nicht nur daß sie von den Deutschen durch jahrelange Haft gedemütigt wurden, waren sie für Stalin nach 1945 Kollaborateure. Viele von Ihnen wurden von den Russen umgebracht. Dahinter stand, daß Stalin die polnische Intelligenz ausschalten wollte. Darüber ist bislang hierzulande wenig bekannt — es ist ja auch noch nicht so ganz aufgearbeitete polnische Geschichte. Wer kann dazu Genaueres mitteilen? Bitte im Forum posten.

Seit 2007 besteht die Möglichkeit, zu dieser Präsentation Beiträge, Anregungen, Fragen an die Internet-Gemeinde im Forum zu posten.
[Gästebuch-Übersicht]

Dobiegniew -- Satelliten-Foto vom Lagergelände im Mai 2009
^   Dobiegniew – Satelliten-Foto vom Hauptteil des früheren Kriegsgefangenen-Lagers. Im Hauptgebäude ist heute ein kleines Kriegsmuseum untergebracht. Die Sichthöhe beträgt rund 469 m. Leider gibt es bei Google keine Fotos mit einer höheren Auflösung. So ist beispielsweise der hölzerne Wachturm auf diesem Foto nicht zu erkennen. [Fotos vom Lager]
[Infos aus dem OfLag-Museum 1]  [Infos aus dem OfLag-Museum 2]  (Sat-Foto: 19.5.2009 – GoogleEarth)

Dobiegniew -- OfLag-Baracken      
^   Dobiegniew – Alte Steinbaracken des Lagers OfLag II C Woldenberg. [Das Lager]   (Repro: 2010 – khd)
Dobiegniew -- OfLag-Museum
^   Dobiegniew – Eingang zum Museum OfLag II C Woldenberg. [Weitere Lager-Fotos]   (Repro: 2010 – khd)


Woldenberg -- Briefmarka aus dem Lager OfLag II C vom Sommer 1944
^   Woldenberg – Im Gefangenenlager für polnische Offiziere OfLag II C wurde von den Gefangenen eine Lagerpost betrieben. Dafür druckten sie in der Lager-Druckerei auch Briefmarken. Diese ist ein Beispiel. Sie erschien im Sommer 1944 anläßlich der im Lager veranstalteten „Olympischen Spiele“. Bekanntlich fielen die offiziellen Spiele 1944 wg. des Krieges aus, was die Lagerinsassen auf die Idee brachte, wenigstens in ihrem Stacheldraht-Areal eine kleine ‚Olympiade‘ auf die Beine zu stellen. Im Internet kann man (wenn auch etwas wirr) mehr über die Lagerpost erfahren. [mehr Olympia]   (Repro: 2010 – khd)


Dobiegniew -- OfLag-Museum mit hölzernem Wachturm
^   Dobiegniew – Das Museums-Gebäude OfLag II C Woldenberg an der Gorzowska (früher: Friedeberger Chaussee). In diesem solideren Haus mit den vielen Schornsteinen war bis 1945 die deutsche Lagerleitung untergebracht. Ab April 1945 hatte dann hier ein russischer Kommandant das Sagen. [Bericht über das russische Kriegsgefangenen-Lager]   (Repro: 2010 – khd)


Dobiegniew -- Satelliten-Foto von der markanten Kirche im Mai 2009
^   Dobiegniew – Satelliten-Foto von der Kirche am früheren Marktplatz. Man lasse sich nicht durch den scharfen Schlagschatten, den der Kirchturm wirft, verwirren. Also vom früheren Krieger-Denkmal ist da nichts zu sehen. Vielleicht reicht aber die von GoogleEarth gelieferte Auflösung auch nicht aus, um das beurteilen zu können. [mehr]

Auf dem Grundstück unten stand früher die Woldenberger Schule. Die Geo-Koordinaten sind: 52° 56' 57" Nord + 15° 47' 55" Ost. Die Sichthöhe beträgt rund 135 m.  (Sat-Foto: 19.5.2009 – GoogleEarth)

Lupe
An der Kirche in Dobiegniew am 21. Juni 2005      
<   Dobiegniew 2005 – Das Rätsel um das alte Woldenberger Krieger- Denkmal, mit dem der im Krieg 1870/71 Gefallenen gedacht wurde, ist gelöst. Auf diesem bislang nicht publizierten Foto von der Bedereck-Reise (2005) ist im Hintergrund zumindest der Sockel klar zu erkennen (mit dem Mauszeiger übers Foto fahren). Die Stele ist hinter den Blättern des davorstehenden Baumes verborgen.

Das alte Denkmal ist also nicht verschwunden. Es steht heute in der Nähe der Norwest-Ecke des Kirchturms. Dorthin fällt im Satelliten-Foto von 2009 aber gerade der kräftige Schlagschatten des Turms, weshalb da nichts zu erkennen war.

Aus dem Bericht von Dr. Schenk wissen wir bereits, daß der einst die Stele oben abschließende Preußenadler 1968 entfernt war und durch ein zeitgemäßeres Kreuz ersetzt worden war.

Im Vordergrund des Fotos sind Wolfgang Bredereck (links) mit seiner familiären Begleitung abgebildet.
 (Foto: 21.6.2005 – 15.10 Uhr – bredwolf-Wol30)

Dobiegniew -- Woldenbergs Krieger-Denkmal im Mai 2009
^   Dobiegniew 2009 – Das Woldenberger Krieger-Denkmal (Krieg von 1870/71) im Mai 2009. Es steht heute gleich neben dem Haupteingang der Kirche. Unklar ist allerdings, was das alte Denkmal heute ‚krönt‘ — ein Kreuz? Hinter dem Denkmal liegt der frühere Marktplatz.

Dieses Foto wurde von der früheren Schulstraßen-Seite aus aufgenommen. Und es ist der ultimative Beweis dafür, daß das Denkmal nicht verschwunden ist, was vermutet worden war. Der Dank für dieses Foto geht an Otto Redlich, der es im Februar 2011 zur Veröffentlichung einsandte.
 (Foto: 16.5.2009 – redlich)


Dobiegniew -- Kirche im Winter          
Dobiegniew -- Abendstimmung
^   Dobiegniew – Abendstimmung. Dieses Foto wurde in etwa von dort aufgenommen, wo sich die Woldenberger Rodelbahn befand.   (Foto: 2010? – pano)

<   Dobiegniew – Die Kirche im Winter. Da gehen die Gedanken zurück an Weihnachten 1944. Auch da lag dort auf dem Marktplatz viel Schnee. Beim Gang zum Gottesdienst mußte durch tiefen, knirschenden Schnee gestapft werden, der rechtzeitig zum Fest gefallen war und trotz drohender Flucht alle so weihnachtlich stimmte.   (Repro: 2010 – khd)



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