Dobiegniew (Polen)   —  Neue Fotos 6 khd
Stand:  29.6.2013   (44. Ed.)  –  File: WBG/Dob/Dobiegniew_Fotos_06.html



Dobiegniew Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
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Auf dieser Seite werden neuere Fotos des Kriegs-Museums „OfLag II C Woldenberg“ in Dobiegniew (Polen) präsentiert. Sie stammen alle von Wolfgang Bredereck (Australien), der im Juni 2005 Dobiegniew besuchte. Sie wurden für diese Publikation neu digital eingerichtet.


Dobiegniew — Aktuelle Fotos (6)


Dobiegniew -- Gedenkplatte der Gedenkstätte OfLag II C Woldenberg
^   Dobiegniew – Die Gedenkplatte vom 11. September 1966 an der Gedenkstätte für die von den Nazis 1939–1945 im Lager „OfLag II C Woldenberg“ an der Friedeberger Chaussee gefangengehaltenen polnischen Offiziere *. Es waren Tausende. Viele Ruinen der Lager-Gebäude sind bis heute erhalten. Außerdem wurde hier ein kleines Erinnerungs-Museum eingerichtet. [Das Woldenberger Kriegsgefangenenlager]  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol89)

Im Gästebuch gibt es inzwischen eine Übersetzung:
Inschrift dieser Gedenkplatte auf Deutsch.

      Gert Brauer berichtet in seinem Buch von 1999 „Was vergangen ... leuchtet lange noch zurück“ über ein „spannungsgeladenes und bemerkenswertes“ Erlebnis, das er als 12-jähriger Junge um 1943/44 im Woldenberger Lager hatte:
      „Einst erhielten die Franzosen [Ed: arbeiteten als französische Kriegsgefangene auf dem Bauernhof der Brauers] und ich den Auftrag, eine Fuhre Kartoffeln ins Kriegsgefangenenlager für polnische Offiziere in Woldenberg – heute ein Museum – zu liefern. In dem Lager wurden ca. 7.500 Offiziere gefangen gehalten. Kein Franzose durfte die Schwelle des Lagers betreten, so daß ich allein mit dem Ackerwagen an den Steinbaracken entlangfuhr.

      Als die Kartoffeln in die Keller entladen wurden, näherte sich ein polnischer Major. Er offerierte mir ein Stück Seife, für ihn eine symbolische Handlung, die, wie er andeutete, vielleicht seinem gleichaltrigen Sohn in Polen widerfahren würde. Die Fühlungsnahme machte mich verlegen.

      Mir schlug das Herz bis zum Hals. Ich war unsicher, ob ich die Gabe annehmen durfte oder ablehnen mußte. Wie sollte ich handeln? Die Rechtslage war glasklar. Jegliche Kommunikation war illegal und strikt untersagt. Allzeit wurden wir von dem Wachpersonal streng beobachtet. Der Vorfall ging unter die Haut und wirkte langfristig.“

[Offene Fragen zum Kriegsgefangenenlager]

Dobiegniew -- Zum OfLag-Museum      
^   Dobiegniew – Hier geht es zum Museum „OfLag II C Woldenberg“.  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol87)
Dobiegniew -- Eingang zum OfLag-Museum
^   Dobiegniew – Der Eingang des Museums „OfLag II C Woldenberg“..  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol88)

Dobiegniew -- Der Weg zum OfLag-Museum
^   Dobiegniew – Der Weg zum OfLag-Museum beim Gehege.  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol90)

[Infos aus dem OfLag-Museum – Teil 1]   [Infos aus dem OfLag-Museum – Teil 2]


Dobiegniew -- OfLag II C Alter Wachturm
^   OfLag II C Woldenberg – Ein alter Wachturm.  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol86)


Dobiegniew -- Ruinen des OfLag II C Woldenberg im Jahr 2005
^   Dobiegniew – Die Lager-Ruinen des OfLag II C Woldenberg. Es gab mindestens 25 solcher Steinbaracken, die von den ersten Gefangenen gebaut worden waren. Ab Frühjahr 1945 nutzten die Russen die Baracken zur Unterbringung deutscher Kriegsgefangenen. [Ein Zeitzeugen-Bericht]  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol92)


Dobiegniew -- Steinbaracke des OfLag II C von innen im Jahr 2005
^   Dobiegniew – So sieht 2005 eine Steinbaracke des OfLag II C Woldenberg von innen aus. Das erinnert an einen Stall für Tiere. Aber in solchen feuchten und unbeheizten Baracken wurden rund 7000 polnische Offiziere bis Ende Januar 1945 von den Nazis gefangen gehalten. [OfLag II C Woldenberg]

Die beiden Rinnen im Boden waren damals noch nicht vorhanden. Es sind Futtertröge, denn in den 1970er-Jahren wurden einige Baracken zur Schweinemast genutzt, wie es Wolfgang Albrecht 1975 beobachtete.  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol93)

Dobiegniew -- Das Grün eroberte die Ruinen des OfLag II C Woldenberg
^   Dobiegniew – Das Grün eroberte in 60 Jahren die Lager-Ruinen des OfLag II C. Vielleicht werden sie ja demnächst abgerissen, um Platz für eine neue Siedlung zu machen. (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol91)

Woldenberg -- POWs im Oflag II C um 1944
^   Tausende POWs beim Appell um 1944 im Kriegsgefangenen-Lager „OfLag II C“ am Gehege, in dem bis 1945 vor allen polnische Offiziere eingesperrt waren. Dieses große POW-Lager befand sich auf der Rohrsdorfer Seite der Friedeberger Chaussee, schräg gegenüber vom Wehrmachts-Standort (Barackenlager). *   (Foto: um 1944 – Swiat Polonii)


Dobiegniew -- Tor zum früheren Wehrmachtsgelände
^   Dobiegniew – Tor zum früheren Wehrmachtsgelände (Barackenlager) an der früheren Friedeberger Chaussee.  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol81)


Dobiegniew -- Steinbaracke der Wehrmacht      
^   Dobiegniew – Vom Barackenlager der Wehrmacht sind einige Steinbaracken übriggeblieben, die heute gewerb- lichen Zwecken dienen.  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol85)
Dobiegniew -- Natur erobert Baracken
^   Dobiegniew – Rechts im Bild werden alte Militärre- likte von der Natur erobert.  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol82)


Dobiegniew -- Gedenkstätte „OfLag II C Woldenberg“ um 1970
^   Dobiegniew – Gedenkstätte „OfLag II C Woldenberg“ um 1970, die 1966 eingeweiht wurde. Auf der Rückseite der Ansichtskarte steht übersetzt aus dem Polnischen: „Gedenkstein, den getöteten Offizieren der polnischen Volksarmee gewidmet. Auf dem Platz des ehem. Gefangenenlagers Oflag II C bei Woldenberg.“ [OfLag II C Woldenberg]  (Repro: 2010 – wolfalb)


Dobiegniew -- Gedenkstätte „OfLag II C Woldenberg“ um 2008
^   Dobiegniew – Gedenkstätte „OfLag II C Woldenberg“ um etwa 2008, die 1966 eingeweiht wurde. In gut 40 Jahren sind damals gepflanzte Bäume hochgewachsen und spenden Schatten für die Gedenkplatte. [Weitere Lager-Fotos gibt es im Teil 9]  (Repro: 2010 – khd)

[Das Woldenberger Kriegsgefangenen-Lager]

[Infos aus dem OfLag-Museum – Teil 1]   [Infos aus dem OfLag-Museum – Teil 2]

[Infos aus dem OfLag-Museum – Teil 3]   [Infos aus dem OfLag-Museum – Teil 4]

[Weitere Fotos vom Lager-Museum]



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