Woldenberg   —  Kriegsgefangenenlager OfLag IIC Woldenberg 2 khd
Stand:  26.3.2013   (34. Ed.)  –  File: WBG/Ex/Das_OfLag-IIC__02.html



Woldenberg Dobiegniew Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  O f l a g   I I   C
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Nach dem Polenfeldzug 1939 begann die Deutsche Wehrmacht auf dem alten Woldenberger Exerzierplatz an der Ostseite der Friedeberger Chaussee ein großes Baracken-Lager für polnische Kriegsgefangene zu bauen. Die Arbeiten wurden von gefangenen Soldaten ausgeführt. Am 21.5.1940 wurde das Lager eröffnet.

Zur Erinnerung und Mahnung wurde um 1987 in Dobiegniew – dem früheren Woldenberg – ein kleines Museum eingerichtet: Das „Muzeum Woldenberczyków“. Die Erläuterungen zu den Ausstellungsstücken sind dort alle in Polnisch abgefaßt. Auf dieser Seite wird dazu eine Übersetzung ins Deutsche geliefert.

Die deutschen Texte entstanden auf Basis der Aufzeichnungen der im wissenschaftlichen Recherche-Zentrum vorhandenen Erinnerungen der Gefangenen. Sie wurden aus dem Polnischen übersetzt von GREGOR STACH mit freundlicher Unterstützung von Frau Dr. NADJA MESSERSCHMIDT vom Fantom e.V. Der Dank für die Erlaubnis der Internet- Erstveröffentlichung geht an das Museum in Dobiegniew. Die Abbildungen wurden hier aus dem Fundus der khd-research redaktionell hinzugefügt. [Hinweis zu polnischen Sonderzeichen] [Translation-Service]


Im Internet ist dieses Dokument (Web-Seite) zu finden unter:
http://www.woldenberg-neumark.eu/Ex/Das_OfLag-IIC__02.html


I n d e x :


OfLag II C — Die ermordeten polnischen Gefangenen


      Obwohl das Woldenberger Offizierslager bei den Nazis als „Musterlager“ galt, wurden auch hier Kriegsgefangene vom deutschen Wachmannschaften ermordet. Bekannt sind die folgenden 15 Todesfälle. Die Dienstgrade bedeuten in absteigender Rangfolge: Mjr. = Major, Kpt. = Kapitän (Hauptmann), O.Ltn. = Oberleutnant, Ltn. = Leutnant, Fhnr. = Fähnrich.

  1. Kpt. Stanislaw Abramczyk  und

  2. Ltn. Antoni Borkowski  wurden an die Gestapo ausgeliefert. Sie wurden wegen ihrer angeblichen Verbrechen gegen die Deutschen, die sie vor ihrer Gefangennahme begangen haben sollen, zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde binnen weniger Tage nach der Schuldigsprechung vollstreckt.

  3. Ltn. Teofil PietroŸ ,

  4. Kpt. Sawicki ,

  5. Ltn. Liber  und

  6. Ltn. Āwit  erkrankten psychisch und wurden „zur Behandlung“ in eine Anstalt außerhalb des Lagers verbracht. Sie wurden dort Opfer von Eutanasie-Praktiken der Nazis.

  7. O.Ltn. Boles½aw Gonera  wurde bei einem Fluchversuch angeschossen. Drei Tage später ist er an seinen Verletzungen gestorben.

  8. Ltn. Dominik Gorzelany  litt an einer psychischen Erkrankung. Er wurde bei einem offenkundichen Kontrollverlust vor Ort erschossen.

  9. Ltn. Kazimierz Cierkowski  hatte sich im Stacheldraht-Zaun, der das Lager umgab, verfangen und wurde angeschossen. Er wurde dort bis zum Folgetag liegen gelassen. Er blutete aus.

  10. Der einfache Soldat Stanis½aw Kasprzak  wurde bei Feldarbeiten erschossen.

  11. Fhnr. Tadeusz Starzec  wurde nach seiner dritten Flucht aus dem Lager bei der Begleitung zurück zum Lager „auf der Flucht“ erschossen. Allerdings wies er vorne Eintrittswunden auf...

  12. Mjr. Planeta  und

  13. Ltn. Jedrzejewski  starben am 5. Februar 1943 als die Wachturmsoldaten die Freude der Polen über die deutsche Niederlage bei Stalingrad dämpfen wollten. Sie schossen wahllos in die Menge, nachdem ein akkustisches Signal zur abendlichen Rückkehr in die Baracken ‚versehentlich‘ deutlich zu früh erfolgte. Weitere Gefangene wurden zum Teil schwer verletzt.

  14. Ltn. Josef Grymaszewski  und

  15. Kpt. Albert Kosobudzki  wurden bei ihren Fluchtversuchen erschossen.


      Weitere etwa 60 Gefangene verstarben im „OfLag II C Woldenberg“ zwischen 1940 und 1945 an Krankheiten sowie aufgrund von Unfall-Folgen.

      Außerdem sind Ende Januar 1945 einige polnische Gefangene beim Evakuierungsmarsch in Richtung Westen bei der ‚Befreiung‘ durch die Rote Armee zu Tode gekommen. Es kam bei Berlinchen (Barlinek) zu einer Schießerei mit den deutschen Wachmannschaften.

      Aber auch noch nach 1945 sind viele von den OfLag-Gefangenen umgekommen. Den Polen wurde Kollaboration mit den Deutschen vorgeworfen. So mancher wurde von den Geheimdiensten ‚liquidiert‘. Wieviel Opfer es noch im nachhinein gegeben hat, ist noch immer unklar.


OfLag II C — Die Liste der Ausbrüche


      Der Freiheitsdrang von in Kriegsgefangenschaft geratenen Soldaten war allerorten groß. So auch bei den polnischen Offizieren, die seit 1940 im „OfLag II C Woldenberg“ von den Nazi-Deutschen gefangengehalten wurden. Und so kam es immer wieder einmal zu Fluchtversuchen. Die meisten versuchten durch den Stacheldrahtzaun zu entweichen, denn dieser stand dort damals nicht unter Hochspannung. Im einzelnen sind folgende 21 Ausbrüche bekannt.

Ausbrüche aus dem OfLag II C Woldenberg
1940 – 1945
Nr. Datum Wer brach aus Wie erfolgte das Ergebnis
1. 28.06.1940 Kpt. Jan Mikaunas Unterirdischer Gang Erfolgreich
28.06.1940 Ltn. Jerzy Fularski Unterirdischer Gang Gefangen im Okt. 1943  1)
2. 30.06.1940 Ltn. Gajkowski  Durch das Eingangstor Gefangen am  2.08.1940
3. 17.08.1940 O.Ltn. Pacak-Kuźmierski Durch den Stacheldraht Gefangennahme
17.08.1940 Ltn. Julian G½uszczek  Durch den Stacheldraht Erfolgreich
4. 25.07.1941 Kpt. Boles½aw šarczynski Durchs Eingangstor  2) Gefangen bei Obernigk
25.07.1941 Ltn. Wac½aw KotaŸski  Durchs Eingangstor  2) Gefangen bei Obernigk
25.07.1941 Ltn. Roman Okuszko Durchs Eingangstor  2) Gefangen bei Obernigk
5. 13.01.1942 Ltn. Józef Grymaszewski Durch den Stacheldraht Gefangennahme
6. 20.03.1942 Ltn. Zygmunt Siekierski Trickreich durchs Eingangstor


[Die verfilmte Geschichte dazu]
Erfolgreich
20.03.1942 Ltn. Jerzy Kl“czkowski Erfolgreich
20.03.1942 Ltn. Zdzis½aw Madej  Erfolgreich
20.03.1942 Ltn. Kazimierz Nowos½awski Erfolgreich
20.03.1942 O.Ltn. Pacak-Kuźmirski Erfolgreich
7. 28.03.1942 Ltn. Józef Grymaszewski  Durch den Stacheldraht Erschossen
8. 08.05.1942 O.Ltn. Stanis½aw Bes   Durch das Eingangstor  Gefangen bei Wronke
08.05.1942 Ltn. Bernard Drzyzga  Durch das Eingangstor Erfolgreich
08.05.1942 Ltn. Mieczys½aw Uniejewski Durch das Eingangstor  Erfolgreich
08.05.1942 Korporal Bro›ek Durch das Eingangstor  Erfolgreich
9. 31.07.1942 Ltn. Jan Serwatowski Durch das Eingangstor Gefangennahme
10. 06.08.1942 Ltn. Kazimerz Ciarkowski   Durch den Stacheldraht Gefangennahme
11. ca. 30.09.1942 Ltn. Choroszczuk Aus einem Eisenbahnwagon Gefangennahme
12. ca. 30.09.1942 O.Matr. Lucjan Miernik  Durch das Eingangstor   Gefangennahme
ca. 30.09.1942 Kpr.Fhnr. Tadeusz Starzec Durch das Eingangstor   Gefangennahme
13. 26.12.1942 Kpt. Jan Szatowski Durch den Stacheldraht  Erfolgreich
26.12.1942 O.Ltn. Karol šywociŸski  Durch den Stacheldraht  Erfolgreich
26.12.1942 Ltn. Zdzis½aw KuraŹ  Durch den Stacheldraht  Gefangennahme
14. 21.06.1943 Ltn. Jerzy Szopski   Mit Lkw durchs Eingangstor Gefangen bei Obernigk
21.06.1943 Ltn. W½adys½aw Mossakowski Mit Lkw durchs Eingangstor Erfolgreich
15. 21.07.1943 Kpt. Zbigniew Przybyszewski Mit Lkw durchs Eingangstor Gefangennahme
16. 24.02.1944 Kpt. Boles½aw Zarczynski Mit Zisternenwagen durchs Eingangstor  3) Gefangennahme
24.02.1944 Ltn. Zbigniew SzymaŸski Mit Zisternenwagen durchs Eingangstor  3) Gefangennahme
17. 20.03.1944 Ltn. Boles½aw Gonera Durch den Stacheldraht Angeschossen und Tod
18. 25.03.1944 Kpr.Fhnr. Tadeusz Starzec Kein Fluchtversuch, dennoch... Erschossen
19. 07.05.1944 Ltn. Dominik Gorzelany Durch den Stacheldraht Angeschossen und Tod
20. 07.10.1944 Kpt. Albert Kosobudzki  Durch den Stacheldraht Erschossen
21. ca. 20.10.1944 O.Matr. Lucjan Mierni Durch das Eingangstor Erfolgreich
  1) An der türkischen Grenze.
  2) Versteckt unter Kartoffelschalen in einem Wagen.
  3) Mit „Zisternenwagen“ ist wohl so ein Jauchewagen gemeint.

      Bei diesen 21 Ausbrüchen waren also 37 Personen beteiligt gewesen. Für 14 Gefangene war die Flucht aus dem Woldenberger Lager erfolgreich. Für weitere 7 Gefangene war zwar die Flucht zunächst erfolgreich, aber sie wurden später wieder eingefangen. Man kann also sagen, daß in 57 % der Fälle die Flucht gelang — ein erstaunlich hoher Wert.

      Es gab aber noch weitere Versuche, aus dem Lager auszubrechen. Mehrfach wurde versucht, Tunnel unter dem Stacheldrahtzaun zu buddeln. Von diesen Versuchen und den Beteiligten berichtet die folgende Tabelle.

Nicht fertig gegrabene Tunnel  1)
1941 – 1943
Nr. Zeitraum Wo befand sich der Zugang?
[Lagerplan]
Beteiligte
1. Im Sommer 1941 Brunnen an der Baracke 16 O.Ltn. Pacak – Kuźmirski,
O.Ltn. S. Bes,
Ltn. W. Bes,
Ltn. Ostrowski,
Ltn. Kl“czkowski
2. Von September 1941
bis 14. April 1942
Baracke 23 B Am Tunnelbau waren
etwa 60 Personen beteiligt.
3. Vom Sommer 1943
bis 2. Februar 1943
Baracke 17 B Mjr. R. Mossoczy,
Kpt. Piorun,
Ltn. S. BniŸski,
Ltn. Z. Pude½ko,
Ltn. S. šmijewski,
O.Ltn. S. Taczanowski
  1) Diese Tunnelbauten wurden alle entdeckt, bevor an eine Flucht zu denken war.


OfLag II C — Kunst in der Gefangenschaft


      In der Gefangenschaft entstanden viele kleine Kunstwerke wie Schnitzereien, Zeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte und sogar Farbgemälde. Davon können hier nur wenige Beispiele präsentiert werden. Im Museum in Dobiegniew gibt es viel mehr zu sehen.

OfLag-IIC -- Kunst-02      
OfLag-IIC -- Kunst-03
<  ^   Diese Holzschnitte stammen von dem gefangenen Künstler Mikalaj Sasykin. Sie sind Teil eines ganzen Zyklus, der sich „Na Kujawach“ nennt (eine Region in Polen).   (Fotos: 3.3.2012 – g.stach-085+081)

      Die Bildende Kunst hinterm Stacheldraht war vor allem die Kunst der kleinen Formen, aber zugleich auch die Kunst der großen Inhalte, Unerschütterlichkeit, der Sehnsüchte und des Glaubens und der Hoffnung.

OfLag-IIC -- Kunst-01
^   Gechnitztes aus Tierknochen.   (Foto: 3.3.2012 – g.stach-070)


OfLag II C — Kultur im Lager


Dobiegniew-Museum -- Theater-Masken
^   Aus dem OfLag-Museum in Dobiegniew – Von den polnischen Gefangenen angefertigte Theater-Masken.   (Foto: 2.7.2011 – f.stach)


Dobiegniew-Museum -- Altar der Lager-Kirche
^   Aus dem OfLag-Museum in Dobiegniew – Ein Teil des Altars der Lager-Kirche.   (Foto: 2.7.2011 – f.stach)


OfLag II C — Olympische Spiele 1944 im Lager


      Bekanntlich fielen wegen des II. Weltkriegs die Olympischen Spiele 1944 aus. Aber die Polen im Woldenberger Lager veranstalteten für sich vom 23. Juli bis zum 15. August 1944 im OfLag-IIC umfangreiche Ersatzspiele. Die Organisation dieser Spiele hinterm Stacheldraht lag in den Händen von Arkadiusz Brzezicki.

Arkadiusz Brzezicki

      Arkadiusz Brzezicki wurde während der Rückkehr seiner Eltern aus der sibirischen Verbannung nach Polen am 4. Dezember 1907 in Grosny (Tschetschenien) geboren. Vor dem Zweiten Weltkrieg studierte er am Zentralinstitut der Sportakademie und trainierte insbesondere das Fechten.

      Er beteiligte sich an den Verteidigungskämpfen des Septemberfeldzuges 1939 und geriet während der Kämpfe an der Bzura am 19.9.1939 in Kriegsgefangenschaft. Im Herbst 1940 gelangte Brzezicki in das Oflag-IIC Woldenberg und blieb dort bis zur Lager-Evakuierung am 25.1.1945. Zusammen mit dem Teil „Lager Ost“ wurde er am 30. Januar 1945 in Dziedzice von einem Streifzug sowjetischer Panzer aufgenommen. An diesem Tage erhielten über 3.000 polnische Kriegsgefangene, darunter auch Arkadiusz Brzezicki, ihre Freiheit zurück.

OfLag-IIC -- Olympia-Programm 1944      
^   Olympia-Programm. *   (Foto: 2010 – g.stach-048)
OfLag-IIC -- Olympia-Sondermarken 1944
^   Olympia-Sondermarken.   (Foto: 2010 – g.stach-047)


      Nach dem Krieg gründete Arkadiusz Brzezicki die Fechtsektion bei der „Legia“ - Warschau und nahm an den Olympischen Spielen teil. Über viele Jahre war er der Redaktionsleiter des Verlags Sport und Touristik. Seit 1960 nimmt Arkadiusz Brzezicki regelmäßig an allen Treffen der „Woldenberger“ teil. [GS-Anm: Als „Woldenberczycy“ — deutsch: Woldenberger, so werden in Polen die ehemaligen Insassen des Lagers IIC genannt].

      Olympia
      Brzezicki fühlt sich unter den Einwohnern und insbesondere unter der Schuljugend von Dobiegniew heimisch, mit denen die „Woldenberczycy“ bei festlichen Gelegenheiten und sonstigen Anlässen zusammenkommen.

      Im März 2007 gab er anläßlich seines 100. Geburtstags der Zeitung „Corriere de la Serra“ ein Interview und erweckte damit das Interesse des Internationalen Olympischen Komitees an der Geschichte des Oflag-IIC.

      Am 19. Juni 2010 überreichten Irena Szewinska, Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, und Piotr Nurowski, Leiter des Polnischen Olympischen Komitees, Herrn Arkadiusz Brzezicki im Sportmuseum in Warschau eine Andenken- Statuette des Internationalen Olympischen Komitees als Zeichen der Anerkennung für seine Leistungen bei der Durchführung der „Olympiade hinter dem Stacheldraht“ im Oflag IIC Woldenberg im Jahre 1944.


OfLag II C — Zum Septemberfeldzug 1939


      Die mengenmäßige Überlegenheit der deutschen Truppen über die polnischen im September 1939 war nicht sehr groß. Dagegen war aber das technische Übergewicht sehr bedeutend und für die baldige Niederlage entscheidend.

      Das Kräfteverhältnis sah folgendermaßen zugunsten der deutschen Seite aus: Infanterie 1:1,8; leichte Artillerie 1:2,5; Panzerabwehrartillerie 1:5; Panzer 1:4; Flugzeuge 1:5. Auf den Hauptangriffsflanken war das Kräfteverhältnis noch ungünstiger für die Polen.

Kräfteverhältnis (Aufgebotsverhältnis)
  Deutsche Truppen Sowjetische Truppen  1)
Infanterie 1.000 000 1.000 000
Artillerie 11.000 (?)
Panzer 2.800 4.000  2)
Flugzeuge 2.000 1.000
  1) Ab 17. September 1939.
  2) Inklusive Panzerfahrzeuge.


      Die Resthoffnung auf eine längere Verteidigung verflog am 17. September 1939, als die sowjetische Armee den Boden der Republik Polen betrat. Die östliche Grenze wurde lediglich durch ein Korps des Grenzschutzes bewacht. Eine 1.400 km lange Grenze mit der Sowjetunion wurde durch 18 Bataillone überwacht, das heißt ein Bataillon verteidigte einen jeweils ca. 80 km langen Grenzabschnitt. Das gesamte Korps zählte knapp 20.000 Personen. Auf einen Kilometer polnisch-sowjetischer Grenzzone kamen weniger als 10 Soldaten.


OfLag II C — Das Museum in Dobiegniew


  • Muzeum Woldenberczyków – Museum zum Kriegsgefangenenlager OfLag II C Woldenberg.
    Öffnungszeiten:  Dienstag–Freitag 10.00–16.00 Uhr, Samstag–Sonntag 10.00–14.00 Uhr.
    Anschrift:  PL–66-520 Dobiegniew, ul. Gorzowska 11.
    Internet:   http://www.muzeum.dobiegniew.pl/
    E-Mail:     muzeum@dobiegniew.pl
    Telefon:   0048–95-761 10 95.     [mehr zum Museum]

    In der Dobiegniew-Galerie Nr. 6 sind eine Reihe von Fotos zum OfLag II C veröffentlicht worden. Weitere Fotos sind in der Dobiegniew-Galerie Nr. 9 enthalten.

    [Das Woldenberger Kriegsgefangenenlager]  (khd-research.net)


  • Anmerkungen des Herausgebers


    1) ^  Diese Seite enthält polnische Sonderzeichen. Nicht mit allen Browsern auf den unterschiedlichsten Computer-Plattformen (Windows-PC, MacOS, Linux, Unix) werden diese korrekt angezeigt. Von Seiten dieses Web-Services wurde aber alles getan, daß möglichst viele Browser diese Sonderzeichen korrekt anzeigen. Dazu gehörte auch, daß auf dieser Seite nicht ein META-Tag mit der Angabe „CHARSET=utf-8“ angegeben worden ist. Damit können viele installierte Browser noch immer nichts anfangen. Gewählt wurde deshalb zunächst: „CHARSET=latin-2“.

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    2) ^  Dieser Flucht-Trick mit den Kartoffelschalen muß den Russen, die das Lager ab dem Frühjahr 1945 als Gefangenenlager für deutsche Soldaten nutzten, zu Ohren gekommen sein. Wolfgang Albrecht berichtet in seinen Erinnerungen an die dortige Kriegsgefangenschaft davon: Beim Abtransport der Kartoffelschalen stieg am Eingangstor jeweils ein russischer Soldat mit einem langen Säbel auf den Wagen und stieß damit mehrfach in den Abfall.

    3) ^  Das ist nur der Anfang eines langen Programms. Im Museum in Dobiegniew ist das Programm vollständig vorhanden.




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