Woldenberg   —  Kriegsgefangenenlager OfLag IIC Woldenberg 4 khd
Stand:  26.3.2013   (32. Ed.)  –  File: WBG/Ex/Das_OfLag-IIC__04.html



Woldenberg Dobiegniew Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  O f l a g   I I   C
In Wikipedia, the
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Nach dem Polenfeldzug 1939 begann die Deutsche Wehrmacht auf dem alten Woldenberger Exerzierplatz an der Ostseite der Friedeberger Chaussee ein großes Baracken-Lager für polnische Kriegsgefangene zu bauen. Die Arbeiten wurden von gefangenen Soldaten ausgeführt. Am 21.5.1940 wurde das Lager eröffnet.

Zur Erinnerung und Mahnung wurde um 1987 in Dobiegniew – dem früheren Woldenberg – ein kleines Museum eingerichtet: Das „Muzeum Woldenberczyków“.

Auf dieser Seite werden abschließend interessante Beiträge zum Leben im Lager und zur Lager-Auflösung (Evakuierung) präsentiert. Der Dank für die Erlaubnis der Internet- Veröffentlichung geht an das Museum in Dobiegniew. [Hinweis zu polnischen Sonderzeichen] [Translation-Service]


Im Internet ist dieses Dokument (Web-Seite) zu finden unter:
http://www.woldenberg-neumark.eu/Ex/Das_OfLag-IIC__04.html


I n d e x :


OfLag II C — Tagebuch eines Gefangenen 1940–1945


      Einige Polen führten während ihrer Kriegsgefangenschaft ein Tagebuch. So auch der Leutnant Józef Bohatkiewicz, der von September 1940 bis 1945 einen Teil seines Lebens im Woldenberger Lager hinter Stacheldraht verbringen mußte. Aus diesem Tagebuch wurden einige Einträge für diese Publikation ausgewählt und von Gregor Stach ins Deutsche übersetzt. In [...] wurden einige Erläuterungen redaktionell hinzugefügt.

[
1940]  [1941]  [1942]  [1943]  [1944]  [1945

Dobiegniew -- Appell im OfLag II C
^   Ein nervender Appell im OfLag II C in Woldenberg.  (Repro: 2009 – nn)

1940   1941
16.09.1940
Am Nachmittag kontrollierten wir das Gepäck, das wir zur Überbringung ins neue Lager hinterlegt hatten. Letztes gemeinsames Abendgebet in Arnswalde.
17.09.1940
Wir kamen in Woldenberg um 12 Uhr mittags an. Wir bekamen 3-Etagen-„Betten“. Für jeden zwei Zudecken, ein Kopfkissen, eine Schüssel, einen Löffel.
19.09.1940
Innerhalb des Lagers gibt es einen Chor, Orchester und Theater.
20.09.1940
Ich kaufte einen Schemel für 3 RM. Ich habe damit eine Sitzgelegenheit.
17.10.1940
Heute früh fror ich mir einen ab. Wie wird es erst im Winter? Alle Juden wurden bestellt — Leibesvisitation.
18.10.1940
Unserer Baracke wurden 150 Bücher zugeteilt.
28.10.1940
Ich habe damit begonnen, täglich längere und schnellere Spaziergänge zu machen. Wir bekamen kein Brot.
15.11.1940
Ankunft der Gefangenen aus Prenzlau [Lager xxx].
03.12.1940
Es wurden Holzschuhe sowie ein übelriechendes Fett als Brotaufstrich verteilt.
04.12.1940
In dem heutigen Befehl wurde uns angeordnet, dass in unseren Briefen und den Briefen an uns keine Anspielungen und Doppeldeutigkeiten erlaubt seien.
11.12.1940
Ein deutscher Offizier soll angeblich gesagt haben, dass keiner von uns das Lager je lebendig verlassen würde.
18.12.1940
Nachts konnte ich wieder vor Kälte nicht schlafen.
24.12.1940
Den Heiligen Abend verbrachte ich in der Krankenstube. Wir richteten einen Tannenbaum, den Tisch und diverse Speisen her. Um 18 Uhr kam der Oberst Misiàg. Er hielt eine Ansprache und brach mit uns die Oblate.
   
05.01.1941
Im Lager entsteht der Witwen- und Waisenfonds für die Angehörigen unserer gefallenen und verstorbenen Kammeraden. Ich verpflichtete mich für dauerhafte Hilfeleistung.
12.02.1941
Ein polnischer Offizier wurde wegen der lauten Übersetzung aus einer deutschen Zeitung für seine Kameraden bestraft — 5 Tage Haft.
22.02.1941
Die Wände in unserer Baracke sind von Schimmel überzogen.
15.03.1941
Jan Lande, ein Mitbewohner aus unserer Baracke, beging Selbstmord.
29.04.1941
Am Stacheldraht wurden Eschen eingepflanzt.
03.05.1941
Die Beisetzung des Kommandeurs Ciszewski.
23.05.1941
Weckruf um 4 Uhr morgens. Marschappel. Durchsuchung der Baracken. Die „Japsy“ suchten die Beete durch.
15.06.1941
Das Schuljahresende.
15.07.1941
Heute brachen drei Kammeraden aus dem Lager aus. Sie versteckten sich unter den Kartoffelschalen auf einem LKW. Wie neidisch wir alle sind!
11.11.1941
Der Unabhängigkeitstag. Die Bataillone ehrten den Jahrestag beim Appell mit einer Schweigeminute.
30.11.1941
Im Theater „Das Testament“ von Hryniewiecki. Die Aufführung und die Dekorationen sind ausgezeichnet.
02.12.1941
Heute suchten die Deutschen im Theater nach dem Radio.
06.12.1941
Im Bataillon VI ordneten die Deutschen wegen einer in der Toilette gefundenen Blechdose sechs Appelle am Tag an.
19.12.1941
Wir bekamen vom Polnischen Roten Kreuz Süßigkeiten, Zigarretten — und Glückwünsche.

Dobiegniew -- Ruinen des OfLag II C Woldenberg im Jahr 2005
^   In diesen Steinbaracken des „OfLag II C“ lebten in Woldenberg von 1940–1945 Tausende Kriegsgefangene. Es gab mindestens 25 solcher Baracken. [Lageplan] [Mehr Lager-Fotos]  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol92)


1942   1943
07.01.1942
Um 06.30 Uhr war ich bei der Messe, ich nahm die Kommunion.
09.01.1942
Die Deutschen entfernten die Öfen aus der Baracke II B. Sie stritten mit uns über den endgültigen Sieg und den Namen „Dobiegniewo“.
11.01.1942
Am Nachmittag sang in unserer Baracke der Chor Lech.
27.02.1942
Ich bekam ein Päckchen mit Medikamenten aus Kalisz. Der Revident stellte die Medikamente zur Nachkontrolle zurück.
08.04.1942
Im Theater das Stück von Fiszer: „Das Haus der Menschen des guten Willens“.
13.04.1942
Ich war bei der Versammlung des Pädagogischen Instituts.
08.05.1942
Einige Offiziere, als Schützen verkleidet, flohen während der Waldarbeiten.
01.06.1942
Ich war im Konzert des Orchesters von Gajdeczko. Lindner war bei seinen Tanzaufführungen erstklassig, insbesondere beim Kosak.
08.08.1942
Die Ausstellung der Bilder von Pichel, Czarnecki, Zukowski.
22.08.1942
Im Lager kommt es zu Fällen von Dysenterie [xxx].
23.08.1942
In der Suppe endlich die diesjährigen Kartoffeln. Die verfaulten vom letzten Jahr haben uns allen zugesetzt.
17.09.1942
Der Hagel zerschlug in einigen Baracken die Fensterscheiben. Die Deutschen kündigten an, dass die Scheiben im Reich sehr knapp seien und für den Winter mit keinem Ersatz zu rechnen wäre.
05.11.1942
Ich bekam eine Postkarte aus Jedrzejewo.
05.12.1942
In die Baracken dringt das Wasser ein — die Dächer sind löchrig.
26.12.1942
Drei Offiziere brachen durch durchtrennte Stacheldrahtzäune aus.
   
07.01.1943
Ich führte einen Kampf gegen die Flöhe.
09.01.1943
Die Deutschen teilten etwas Holz und eine kleine Wanne Brikettkohle aus. Auf jeden Ofen kamen 19 Stück.
23.01.1943
Leutnant Czeslaw Bogale beging Selbstmord.
28.01.1943
Aus dem „Geheul“ deutscher Zeitungen kann man herleiten, dass der Kampf gnadenlos ist und dass die Bolschewiken große Erfolge haben.
05.02.1943
Die Deutschen beschossen das Lager — es gibt zwei Tote und einige Verletzte.
20.02.1943
Wir bekamen je ca. 300 g Fischkonserven, 65 g Zucker und einige Trockenfrüchte.
02.03.1943
Das Examen in Logik beim Prof. Uzieblo.
26.04.1943
Ich besichtigte die Holzschnittausstellung.
05.05.1943
Die Deutschen schlossen am Stacheldraht Elektrokabel an.
09.06.1943
Heute legte ich die Prüfung in Methodik der polnischen Sprache ab.
15.08.1943
Ich besichtigte die Ausstellung „Das Wohnhaus“. Sehr gelungen.
24.08.1943
Aufgrund des „Feiertages der Wanze und des Flohs“ gab es gestern und heute Wasser in unserem Bataillon.
03.09.1943
Die Deutschen fanden in der Baracke 17 B einen angefangenen Tunnel.
12.09.1943
Die Ausstellung der Förster. Sehr sorgfältig hergerichtet. Es gibt ein Modell eines Holzsägewerkes, einer Seilbahn und anderes.
24.09.1943
Starkes Luftbombardement in Berlin und im westlichen Deutschland. Die Bombardements hörten wir sehr deutlich.

Dobiegniew -- Gedenkplatte der Gedenkstätte OfLag II C Woldenberg
^   Dobiegniew – Seit 1966 erinnert diese Gedenkplatte an die im Lager „OfLag II C Woldenberg“ gefangengehaltenen polnischen Soldaten. [Übersetzung der Inschrift]  (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol89)


1944   1945
17.01.1944
Im Lager breitet sich eine Grippeepidemie aus. Die Baracke 10 wird isoliert, ca. 50 % der Belegschaft ist dort betroffen.
25.01.1944
Gestern Nacht hat die deutsche Nachtstreife unseren Offizier im Krankenrevier beim Radiohören erwischt. Wir bekamen pro Baracke 45 amerikanische Uniformen.
29.01.1944
Heute Nacht hörten wir erneut ein Luftbombardement. Sie bearbeiteten Berlin.
25.02.1944
Wegen des gestrigen Fluchtversuches von zwei Offizieren in einem Zisternenwagen ordneten die Deutschen vier Appelle am Tag an.
15.03.1944
Ich besichtigte die Ausstellung „Wiederaufbau der Landwirtschaft“.
28.03.1944
Gestern erschossen die Deutschen den Leutnant Starzec, der angeblich auf der Flucht war. Das ist eine interessante Erklärung, weil vier Eintrittswunden von vorne waren.
07.06.1944
Die Landung der Alliierten in der Normandie. Im Lager Enthusiasmus.
23.07.1944
Im Lager finden die „Olympischen Spiele“ statt.
24.07.1944
Die Bolschewiken besetzten Pskow. Sie rückten bis Jaroslaw vor Lublin vor. Im Westen eine Konzentration der Kräfte der Alliierten.
19.08.1944
Ein Wachmann erschoss unseren Feldjäger beim Arbeiten.
06.09.1944
Im Westen verschieben sich die Kämpfe in die Gegend von Antwerpen und Brüssel. Die Sowjets greifen Ostpreußen an.
14.10.1944
Die Deutschen erließen einen Befehl, dass wir die Essensvorräte aufbrauchen sollen.
20.10.1944
Ins Lager kamen 101 Offiziere vom Warschauer Aufstand.
16.12.1944
Die Bolschewiken üben Druck aus an der Linie Debica — Tarnów.
   
06.01.1945
Luftbombardements in Deutschland. Nürnberg hat sehr darunter gelitten.
17.01.1945
Die Deutschen verlangen die Rückgabe der Teile der Uniformen, die doppelt vorhanden sind. Die Bolschewiken rückten hinter Kielce, Radom.
21.01.1945
Im Lager spürbare Erregung und Vorbereitung zum Marsch. Aus einer Pfadfinderjacke nähte ich mir einen Rucksack.
23.01.1945
Verstärkte Bewegung der Flüchtlinge auf den Straßen.
25.01.1945
Abmarsch aus dem Lager. Abends kamen wir in Seegenfelde an.
29.01.1945
Abmarsch um 7 Uhr. Sehr schwerer Marsch über Schneeverwehungen. Um 16 Uhr sind wir in Ruwen. An Berlinchen vorbei.
30.01.1945
Abmarsch um 8 Uhr. Um 14 Uhr erreichen wir Kossin. Nach einer Erholung erneuter Abmarsch bis 20 Uhr.
31.01.1945
Es wird erzählt, dass andere Bataillone von den Bolschewiken eingenommen wurden.
03.02.1945
Unserem Bataillon schloss sich eine Gruppe von ca. 150 Offizieren aus dem Bataillon IV an. Wir überquerten die Oder [südlih von Stettin].
16.02.1945
Wir ruhten uns 3 km vor Neustrelitz aus.
05.03.1945
Wir erreichten das Dorf Altenburg an der Elbe.
10.03.1945
Wir erreichten das Lager in Fischbeck.
03.04.1945
Ärztliche Untersuchungen ergaben einen Gewichtsverlust von durchschnittlich ca. 15 kg.
15.04.1945
Wir verlassen das Lager in Fischbeck und gehen nach Norden.
24.04.1945
Wir erreichten das Dorf Pöhls. Hier rasteten wir ein paar Tage.
03.05.1945
Um 8 Uhr kamen 4 Panzerwagen einer kanadischen Einheit ins Dorf. Wir sind frei!


OfLag II C — Evakuierung des Lagers Ende Januar 1945


      Anfang 1945 befand sich die Ostfront noch an der Weichsel. Am 12. Januar 1945 begannen die Sowjets mit einer gewaltigen Großoffensive. In nur wenigen Tagen gelang es der übermächtigen Roten Armee die deutschen Stellungen zu durchbrechen und sehr schnell in Richtung Westen vorzustoßen.

      Am 25. Januar 1945 erfolgte deshalb die Evakuierung des OfLag-IIC. Ab 8 Uhr wurden die Lager-Insassen in Marsch gen Westen gesetzt. Das Lager bestand aus 6 Bataillonen (I – VI). Die Bataillone schlugen — wohl auch aus Gründen der Versorgung — unterschiedliche Routen in Richtung Oder ein, was Folgen haben sollte. Die Marschkolonnen bewegten sich auf tiefverschneiten Straßen und Wegen und wurden von deutschen Soldaten bewacht.

Abmarsch-Vorbereitungen   *

      Im Lager wußte man über die Lage an der Ostfront durch das Abhören von Radiosendungen. Zudem konnte im Januar 1945 eine große Nervosität bei den deutschen Wachmannschaften sowie ein starker Strom von Flüchtlingstrecks in Richtung Westen beobachtet werden. Am 18. Januar kam eine Großsendung vom IRK aus Genf in Form von 3.100 Paar Schuhen an, die gleich an die Gefangenen verteilt wurden. Der Postverkehr war danach unterbrochen. Weder Päckchen, noch Briefe noch deutsche Zeitungen erreichten das Lager.

      Die Lagerleitung vermied es konsequent, über die weitere Planung offen zu sprechen. In dieser Situation war viel Raum für die Gerüchteküche. Viele Gefangene bereiteten sich auf einen Abmarsch vor. Die wenige Habe wurde auf ihre Nützlichkeit bei einem Marsch überprüft. Bei Erinnerungsstücken wurde ihr Wert überlegt. Alles Nützliche wurde verpackt. Dazu dienten alte Wolldecken, Mäntel und andere Kleidungsstücke, aus denen sich die Gefangenen Tragetaschen und Rucksäcke genäht hatten. Alte Schemel wurden zu Schlitten umgebaut. Auch die körperliche Belastbarkeit wurde trainiert. Längere Märsche wurden stramm um die Baracken geübt.

      Erst am 24.1.1945 kam der deutsche Major Meyerhofer, der von Anfang an im Lager dabei war, in jede einzelne Baracke und kündigte den Abmarsch für den nächsten Tag an. Nur Handgepäck sei erlaubt. Die anderen Sachen, wie die Lagerbibliothek sollten zentral von der Lagerleitung zu einem anderen Ort verlagert werden. Die Kranken dürfen im Lager bleiben.

      Die Baracken blieben in der letzten Nacht offen, das Licht wurde nicht ausgeschaltet. Es herrschte ein reger Verkehr zwischen den Baracken und ein intensiver Austausch von Sachen zwischen den Gefangenen. Brot und Margarine wurden an die Gefangenen verteilt. Diese Nacht hat kaum jemand geschlafen.

Der Abmarsch

      Am 25.1.1945 mußten um 7.00 Uhr alle Gefangenen zum Appell antreten. Um 8.00 Uhr begann die Evakuierung der einzelnen Bataillone des „Lagers West“ (Bataillone IV–VI). Ab 11 Uhr marschierten die Bataillone I–III des „Lagers Ost“ durch das Haupttor an der Friedeberger Chaussee und dann in Richtung Friedeberg. Unter der ärztlichen Obhut von Leutnant Lucjan Piotrowski blieben im Lager 153 Kranke zurück.

  OfLag-Evakuierungsmarsch
^   Ein „Spaziergang“ war die Evakuierung des OfLags gewiß nicht. Aber für viele führte er in nur wenigen Tagen in die Freiheit. Ein Holzschnitt von Stanislaw Zukowski.   (Repro: 2012 – g.stach)
      Die Gefangenen wurden sehr gut bewacht, denn es sollte zu keinen Fluchtversuchen kommen. An der Spitze des Gesamtzuges marschierte eine Wach-Abteilung in zwei Zügen. Entlang der Kolonne gingen zwei Ketten von Wachsoldaten. Zwischen den Kolonnen „West“ und „Ost“ bewegte sich ein stärkeres Aufgebot an Wachsoldaten und eine Fahrzeugkolonne mit Munition und Verpflegung. Der Gesamtzug wurde mit einer starken Hintergarde abgeschlossen, die zu Fuß marschierte und dicht von Fahrzeugen des Lagerkommandanten General Krieger und seines Stabs gefolgt wurde. Die Gefangenen stieß man zum Teil mit Bajonetten an, um sie zum schnelleren Marsch zu zwingen. Gewehrsalven dienten wohl dem Zweck der Einschüchterung vor Fluchtversuchen.

      Der ursprüngliche Evakuierungsplan sah vor, die Gefangenen ab Friedeberg mit der Eisenbahn in
andere Lager zu verlegen. Das mußte aber wegen der Gefahrensituation durch Luftangriffe aufgegeben werden. Und so schwenkten die Marschkolonnen schon nach etwa 6 [?] Kilometern querfeldein in Richtung Wutzig von der Chaussee ab. Ein dauerhaft hohes Marschtempo konnte auf den tiefverschneiten Wegen nicht beibehalten werden, denn selbst die Wachposten wurden immer mehr erschöpft. Viele trennten sich zunehmend von überflüssigen Lasten. Man warf alles Überflüssige an den Straßenrand.

Der Weg der Bataillone I–III („Lager Ost“)

      Der Weg dieser 3 Bataillone des „Lagers Ost“ nahm ab Wutzig folgenden Verlauf: Wutzig — Wugarten — Schönrade — Hasselbusch (28.1.1945) — Berlinchen — Deetz (29.1.1945), wo rund 3.000 Gefangene am 30. Januar von Panzerspitzen der Roten Armee befreit wurden. Von Deetz traten sie den Rückmarsch über Büssow, Friedeberg, Driesen und Kreuz in die Heimat an.

      Am 28.1.1945 erreichte das „Lager Ost“ das Dorf Hasselbusch (Niesporowice) und einen Tag später Deetz (Dziedzice). Es wurde versucht, etwas gemeinsam zu kochen. Dann überschlugen sich aber die Ereignisse. Hals über Kopf sollten alle das Landgut verlassen, denn am Himmel waren Aufklärungsflieger aufgetaucht. Dann wurden die Gefangenen wieder zurückgetrieben, um der Luftaufklärung keine Schlüsse zu erlauben. Dann näherten sich russische Panzer.

Evakuierung des OfLag II C im Jahr 1945
^   Übersicht über die Region, durch die der Evakuierungsmarsch der Lager-Insassen des „OfLag II C Woldenberg“ Ende Januar 1945 führte. In Deetz wurden die Bataillone I–III von der Roten Armee befreit, in Schönow das VI. Bataillon. Die beiden anderen Bataillone IV + V marschierten über die Oder bis in die Hamburger Gegend.

Durch Klicken auf die Karte wird eine Vergrößerung angezeigt (0,4 MByte), so daß man sich im einzelnen orientieren kann.
  (Grafik: 5.9.2012 – khd-research)

      Dem anwesenden General Krieger und seinem Stab gelang noch rechtzeitig der Rückzug. Der deutsche Kommandant vor Ort entschied sich zum Widerstand gegen die militärisch überlegenen Panzerverbände der Russen. Eine militärisch mehr als fragwürdige und moralisch verwerfliche, denn auch folgenschwere Entscheidung. Der Rest der Wachsoldaten wurde rasch bezwungen. Bei dieser sinnlosen Verteidigung wurde eine Panzerkanone gegen die mit Gefangenen gefüllte Scheune abgefeuert: 17 Menschen starben. 30 wurden schwer verletzt.

Der Weg der Bataillone IV–VI („Lager West“)

      Bis zum Dorf Rehfelde nahmen diese 3 Bataillone des „Lagers West“ ab Wutzig zunächst die gleiche Route: Wutzig — Kölzig — Wugarten — Breitenstein — Seegenfelde/Schönrade (25.1.1945) — Rehfelde (28.1.1945), wo das VI. Bataillon nach Westen abschwenkte und in Richtung Berlinchen — Schönow marschierte. Die Bataillone IV + V zogen von Rehfelde nach Norden in Richtung Groß-Latzkow weiter.

      Nach etwa 32 Kilometern ab Woldenberg hatte die Zugspitze des „Lager West“ am Abend des 25.1.1945 das Landgut Seegenfelde (Zabicko) erreicht. Als Schlafstätte bestimmte man die Scheunen mit kaum möglichen Liegeplätzen. Verpflegung gab es keine. Ein Teil des „Lager West“ kam nur bis zum Landgut Schönrade (Tuczno). Dort rasteten die Gefangenen am 26. und 27.1.1945, bevor es weiter ging.

Die Befreiung des Bataillons VI („Lager West“)

      Von Rehfeld kommend marschierte das Bataillon VI durch die Stadt Berlinchen und erreichte am 30.1.1945 das Dorf Schönow (Jesionowo) nördlich von Berlinchen. Aufgrund der allgemeinen Erschöpfung und der späten Nachtstunde verweigerten die Polen den Befehl zum sofortigen Weitermarsch.

      Aber Geschützdonner kündigte bereits sich schnell nähernde russische Truppen an. Unter der Warnung der Wachmannschaft, sie würden auf eigene Verantwortung zurückgelassen, sperrten sie kurzerhand die Gefangenen in einer Scheune ein. Die Wachsoldaten begannen, sich selbst zurückzuziehen, wobei sie bereits aus russischen Panzern mit Maschinengewehren beschossen wurden. Auch das VI. Bataillon mit rund 1.000 Gefangenen war damit befreit und konnte den Rückmarsch in die Heimat antreten.

Der weitere Weg der Bataillone IV + V („Lager West“)

      Eine frühzeitige Befreiung war den Gefangenen in den Bataillonen IV + V nicht vergönnt. Nach dem Aufbruch in Seegenfelde marschierten sie gemeinsam über Rehfeld weiter und erreichten
am 29.1.1945 Groß-Latzkow (Laskowo). Am nächsten Tag erreichten sie Woitfick, wo das V. Bataillon eine Rast einlegte, das IV. marschierte hingegen weiter und erreichte am Abend das Dorf Kossin (Kosin).

  Grab und Gedenkstätte in Deetz
^   Gedenkstätte in Deetz/Dziedzice für die hier am 29.1.1945 erschossenen Polen.   (Repro: 2012 – g.stach)
      Die Eskorte der Wehrmacht verhielt sich recht passiv und die Chance auf Verabschiedung vom Evakuierungsmarsch nach dem Vorbild des VI. Bataillons war durchaus realistisch. Das V. Bataillon
hatte dagegen zu keinem Zeitpunkt eine solche Chance. Am 31.1.1945 befanden sich beide Bataillone bereits außerhalb des damaligen Operationsbereichs der russischen Panzerverbände. Die Marschetappen wurden daraufhin verkürzt und deshalb erträglicher.

      Die weitere Marschroute der beiden Bataillone führte an der Ostseite des Madü-Sees entlang und dann nach Westen über Augustwalde in Richtung Oder. Am 3.2.1945 überschritten beide Gruppen die Oder südlich von Stettin. Zu dieser Zeit waren in den Bataillonen jeweils nur noch etwa 850 Gefangene beisammen. Alle anderen waren unterwegs bei verschiedenen Gelegenheiten getürmt.

      Angesichts der enormen Strapazen und der miserablen Verpflegung sind auf dem Marsch einige Gefangene gestorben: So starb Leutnant Josef Walczak am 6.2.1945 aus Entkräftung. Bereits in der Gegend von Berlinchen trat beim Kapitän Franciszek Zimmermann ein plötzlicher Erschöpfungstod ein. Leutnant Dunin-Wasowicz starb am 8.2.1945 trotz einer stationären Behandlung an einer schnell fortschreitenden Blutvergiftung. Die Versorgung war nach wie vor katastrophal. Gegessen wurden zum Teil gefrorene Kartoffeln in Schalen, die nicht gar gekocht wurden. Die Folge war ein massenhaftes Auftreten von Magen-Darm-Erkrankungen.

Von der Oder bis zur Elbe

      Es ist unklar, in welches Lager der Rest der OfLag-IIC-Gefangenen eigentlich geführt werden sollte. Auch nach der Oderquerung konnten die Nazis dort keinen Transport per Eisenbahn mehr organisieren. Und so mußten sich das IV. + V. Bataillon in vielen Tagesmärschen durch Vorpommern und Mecklenburg nach Westen quälen.

      Die weitere Route führte in etwa über Krackow — Prenzlau — Neustrelitz — Mirow — Ludwigslust — Boitzenburg an der Elbe, wobei die Städte umgangen wurden und die beiden Bataillone etwas unterschiedliche Routen einschlugen. Nachdem beide Bataillone an Prenzlau vorbei waren, erreichte das IV. Bataillon Gantnitz und das V. Weitendorf, beides unweit von Feldberg in Mecklenburg. An die 100 Offiziere beider Bataillone verweigerten aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands den Befehl zum Weitermarsch. Sie wurden deshalb im entsprechend langsameren Tempo nach Prenzlau zu einem dort seit 1940 befindlichen belgischen Kriegsgefangenenlager [OfLag II A] zurückgeführt.

      Am 16.2.1945 marschierten die Bataillone IV und V weiter in Richtung Westen. Es waren nun jeweils rund 800 Offiziere in jedem Gefangenen-Bataillon. Eine erste Gruppe, vorwiegend die Gefangenen aus dem IV. Bataillon, erreichte am 8.3.1945 Boizenburg an der Elbe. Ab Woldenberg hatten sie damit in 42 Tagen rund 500 Kilometer per Fußmarsch zurückgelegt.

Was wurde aus dem IV. Bataillon?

      Offensichtlich waren die Lager in der Hamburger Gegend bereits überfüllt, weshalb in Boizenburg die angekommenen Bataillone geteilt wurden. Eine Hälfte des IV. Bataillons wurde per Eisenbahn nach Hamburg befördert. In Hamburg erlebten diese Gefangenen eines der stärksten Bombardements der Stadt. Einquartiert wurden sie im internationalen StaLag X A Sandbostel. Dort wurden sie schließlich am 29.4.1945 von den vorrückenden britischen Streitkräften befreit, mußten aber zunächst im Lager bleiben.

      Die andere Hälfte des IV. Bataillons (etwa 400 Mann) wurde zwei Tage später am 10.3.1945 mit einem Güterzug von Boizenburg über Hagenow, Ludwigslust, Magdeburg (12.3.), Leipzig (13.3.), Gera (14.3.), Schweinfurt (15.3.), Bamberg (17.3.), Nürnberg (18.3.), Ingolstadt (20.3.), Augsburg (21.3.) und München nach Murnau in Bayern transportiert, wo sie erst nach 11 Tagen am 21.3.1945 um 23 Uhr ankamen. Auch in Murnau existierte seit 1940 ein Lager für polnische Offiziere. In diesem OfLag VII A wurden an die 4.000 polnische Offiziere in Gefangenschaft gehalten. Am 29.4.1945 wurde das Lager Murnau durch die Amerikaner um 16.30 Uhr befreit.

      Ein Pole schreibt in seinem Tagebuch über diesen Befreiungstag in Murnau: „Die Zäune sind gefallen. Deutsche Wachposten unter Verschluss. Kampflärm am Horizont. Sie nähern sich dem Lager. Werden willkommen geheissen. Ins Lager fährt ein Panzer ein. Der auf dem Panzer stehende Pole ruft: »Noch ist Polen nicht verloren!« Als Antwort Tausende von Rufen. Wir tragen ihn vom Panzer herunter. Wir küssen ihn. Ich habe geweint wie ein Kind — weil dies der grösste Moment in meinem Leben war. Um dies zu verstehen, muss man 5 1/2 Jahre gefangen sein. Und in diesem Moment an diese 5 Jahre denken. Grosse Begrüssung, mehr als brüderliche Begrüssung. Mächtige Ausstrahlung von gegenseitiger Sympathie. »Supermänner« mit Besen und Schaufel reinigen das Lager, wischen die Baracken des »Sklavenvolks« auf. »Hic mutator fortune!«“.

Was wurde aus dem V. Bataillon?

      Die meisten Offiziere des V. Bataillons wurden von Boizenburg ins Lager Fischbek bei Hamburg transportiert [OfLag X D], wo sie am 10.3.1945 eintrafen. Dort hatten sie 35 Tage zur Regeneration, bevor das gesamte Lager am 15.4.1945 aufgrund der anrückenden britischen Verbände in Richtung Lübeck evakuiert wurde. Geführt wurden sie dabei vom deutschen Hauptmann Hoppe — ein „guter Deutscher“, nannten ihn die Polen.

      Am 29.4.1945 wurden die Gefangenen in Pöhls westlich von Lübeck im OfLag X C einquartiert. Nur 4 Tage später am 3. Mai 1945 wurden sie dort durch einen kanadischen Panzerverband befreit. Damit waren alle OfLag-„Woldenberger“ wieder frei — aber nooh längst nicht wieder alle in ihrer polnischen Heimat.

Schwierige Heimkehr

      Die Heimkehr der befreiten Gefangenen gestaltete sich auch nach dem Ende des II. Weltkriegs (8. Mai 1945) schwierig. Der Weg in die nun von den Sowjets besetzte Heimat war damit noch lange nicht offen. Sie mussten alle auf langwierige Formalitäten warten. Nur einem kleinen Kreis von etwa 100 Soldaten, die keine Risiken scheuten und bereit waren, sich mit der neuen Alliierten-Verwaltung anzulegen, gelang zusammen mit Sowjetbürgern eine zeitnahe Rückkehr am 17.5.1945 in die Heimat.

      Der erste offizielle Transport polnischer Ex-Gefangener des Lagers II C, die in Norddeutschland auf die Heimkehr warteten, erfolgte erst am 9. Dezember 1945 mit britischen Fahrzeugen bis Stettin. Die anderen mussten sogar bis zum nächsten Jahr warten. Sie wurden erst 1946 von Lübeck auf dem Seeweg nach Polen gebracht. Über den Verlauf der Heimkehr der im bayerischen Murnau Gefangenen ist derzeit nichts bekannt. Auch über das Schicksal der im Lager zurückgebliebenen Kranken ist nichts weiter bekannt.


OfLag II C — Das Museum in Dobiegniew


  • Muzeum Woldenberczyków – Museum zum Kriegsgefangenenlager OfLag II C Woldenberg.
    Öffnungszeiten:  Dienstag–Freitag 10.00–16.00 Uhr, Samstag–Sonntag 10.00–14.00 Uhr.
    Anschrift:  PL–66-520 Dobiegniew, ul. Gorzowska 11.
    Internet:   http://www.muzeum.dobiegniew.pl/
    E-Mail:     muzeum@dobiegniew.pl
    Telefon:   0048–95-761 10 95.     [mehr zum Museum]

    In der Dobiegniew-Galerie Nr. 6 sind eine Reihe von Fotos zum OfLag II C veröffentlicht worden. Weitere Fotos sind in der Dobiegniew-Galerie Nr. 9 enthalten.

    [Das Woldenberger Kriegsgefangenenlager]  (khd-research.net)


  • Anmerkungen des Herausgebers


    1) ^  Diese Seite enthält polnische Sonderzeichen. Nicht mit allen Browsern auf den unterschiedlichsten Computer-Plattformen (Windows-PC, MacOS, Linux, Unix) werden diese korrekt angezeigt. Von Seiten dieses Web-Services wurde aber alles getan, daß möglichst viele Browser diese Sonderzeichen korrekt anzeigen. Dazu gehörte auch, daß auf dieser Seite nicht ein META-Tag mit der Angabe „CHARSET=utf-8“ angegeben worden ist. Damit können viele installierte Browser noch immer nichts anfangen. Gewählt wurde deshalb zunächst: „CHARSET=latin-2“.

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    2) ^  Im August 1944 soll der Reichsführer-SS Heinrich Himmler gefordert haben, daß alle polnischen Gefangenen im OfLag-IIC in Konzentrationslager verlegt und dort getötet werden sollen. Noch am 18.1.1945 ersuchte Himmler in einem geheimen Schreiben an Reichsaußenminister Ribbentrop, daß man den Offizier-Status der Polen aufheben solle. Aber der schnelle Vorstoß der Roten Armee verhinderte die Ermordung der Polen.

    3) ^  Die (folgende) Beschreibung basiert auf polnischen Texten von CZESLAW RYBICKI „Die letzten Tage des Lagers und Evakuierung“ aus dem Sammelwerk „Oflag II C Woldenberg“ (Ksiazka i Wiedza [Buch und Wissen], Warschau, 1984) sowie von JAN OLESIK „Oflag II C Woldenberg“ (Ed. Ministerium zur Nationalverteidigung, Warschau, 1988). Ergänzt wurden sie durch neuere Erkenntnisse aus verschiedenen Quellen.

    4) ^  Hier steckt eine Ungenauigkeit im polnischen Text, denn der Ort Woitfick in der Nähe des Plöne-Sees liegt bereits etwas nördlich des Dorfs Kossin.

    5) ^  Vermutlich standen in Friedeberg auch gar nicht genügend Eisenbahn-Waggons zum Abtransport Tausender Gefangener bereit.

    6) ^  Aus anderen Berichten wissen wir, daß russische Panzerspitzen bereits am späten Abend des 28. Januar 1945 Berlinchen erreichten und dort den Flüchtlingstreck aus Woldenberg überrollten.

    7) ^  Die handschriftlichen Tagebuch-Aufzeichnungen befanden sich hinten in einem kleinen Briefmarken-Katalog, den der Philatelie-Club im OfLag-IIC herausgegeben hatte. Eine deutsche Übersetzung veröffentlichte Dr. Manfred G. Heber, Herausgeber von „www.lagerpost.info“, bereits vor einiger Zeit.

    8) ^  Zur Nazi-Zeit wurde dieser Ort mit „ck“ geschrieben — also „Fischbeck“.

    9) ^  Zur Querung der Oder wurden ganz offensichtlich die Autobahnbrücken der sogenannten „Bäderautobahn“ genutzt, denn das nächste Quartier befand sich beim Dorf Kurow an der Westseite der Oder.

    Ein Leser aus Polen teilte Anfang Januar 2013 mit, daß sein Großvater bei diesem Evakuierungsmarsch von Woldenberg nach Westen dabei war. In seinen Memoiren schrieb dieser, daß zur Oderquerung die „Ostoderbrücke“ benutzt worden sei. Das muß aber kein Widerspruch sein, denn im Zuge der Autobahn gab es 2 Oderbrücken — eine über die östliche und eine über die westliche Oder. [Karte der Gegend]

    10) ^  Der Verstoß der Roten Armee konzentrierte sich in dieser Kriegs-Phase zunächst auf das Erreichen der Oder in der Gegend von Küstrin. Erst Wochen später stießen die sowjetischen Panzerverbände in Richtung Stettin und Ostsee vor.

    11) ^  E-Mail-Mitteilung von Wojtek Steifer vom 5.1.2013, dessen Großvater den Namen Hoppe in seinen Erinnerungen aufgeschrieben hat.




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