Woldenberg (Neumark)   —  Flucht von 1945 nach Berlin khd
Stand:  9.12.2013   (92. Ed.)  –  File: WBG/Reports/Flucht_aus_Woldenberg_1945.html


Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  W o l d e n b e r g
In Wikipedia, der
freien Enzyklopädie.
 
Auf dieser Seite wird an die Flucht aus Woldenberg vor den Russen von Ende Januar 1945 erinnert. Dargestellt sind die Erlebnisse und Recherche- Ergebnisse aus Sicht des Herausgebers dieser Woldenberg- Präsentation. Entstanden ist dieser Bericht bereits vor einigen Jahren für eine familiäre CD-ROM. Für diese Internet- Publikation wurde er geringfügig geändert und angepaßt, um ihn allgemein verständlich zu machen. Mit * sind weiterführende Links zum Anklicken angegeben. [Andere Berichte] [Translation-Service]

1945 — Flucht aus Woldenberg


Flucht vor den Russen

VON

   KARL-HEINZ DITTBERNER 1
(* 1937)

   MIT 6 ABBILDUNGEN 2


      Es war schon eine sehr traumatisches Erlebnis, diese Hals-über-Kopf-Abreise aus Woldenberg mitten in einer bitterkalten Januar-Nacht. Sicher hat man von uns kleinen Kinder vieles damals ferngehalten. Aber ich (khd) war damals gut 7 Jahre alt, war hellwach und habe doch so manches verstanden, was da passierte – nicht warum es passierte.

      Auch hörte ich damals schon Radio und die Sondermeldungen. Und dort hatten sie aber nichts von einer drohenden Gefahr und notwendiger Flucht erzählt, obwohl schon um die Weihnachtszeit 1944 einzelne hochbeladene Pferdewagen durch die Richtstraße von Woldenberg in Richtung Westen zogen. Man sagte mir damals, daß die Leute aus Ostpreußen kämen, da dort bereits die Russen seien. Aber das sei weit weg. Ich brauche keine Angst zu haben.

      Erst bei der Aufbereitung dieses Themas habe ich gelernt, daß damals die (Nazi-) Partei zuständig war, bei Russengefahr den Räumungsbefehl für die Städte und Dörfer zu geben. Und diese NSDAP-Funktionäre waren offensichtlich so verblendet und auf ihre eigene Propaganda derart fixiert, daß sie nicht mehr selbst klar und logisch denken konnten. „Und dennoch glauben wir an die Wendung, glauben wir an den Sieg“, hieß es beispielsweise in der 2. Folge eines Feldpostbriefs der NSDAP von etwa Februar 1945 an die „Parteigenossen in der Wehrmacht“, wo doch bereits die Rote Armee nur noch 85 km vor Berlin stand. Sonst wäre die Bevölkerung viel früher wahrheitsgemäß informiert und der Räumungsbefehl viel früher gegeben worden.

      Um es übersichtlich zu halten, habe ich den eigentlichen Bericht über unsere Flucht von Woldenberg nach Berlin per Eisenbahn mit seiner familiären Vorgeschichte und Nebenaspekten in einer tabellarischen Form mit soliden Quellenangaben und sogar mit einigen Internet-Links verfaßt. Texte, die hellblau/türkis hinterlegt sind, berichten über Ereignisse, die wir nicht selbst erlebt haben — auch wußten wir damals davon nichts.


Im Internet ist dieses Dokument (Web-Seite) zu finden unter: http://www.woldenberg-neumark.eu/Reports/Flucht_aus_Woldenberg_1945.html


Datum/
Zeitraum
Tag Uhrzeit Was passierte? Quelle Anm.
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02.02.1943     Die mörderische Schlacht von Stalingrad endet mit einer Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Das ist der psychologische Wendepunkt des 2. Weltkriegs (1939–1945) und Schlußpunkt des Vordringens des deutschen Militärs in der Sowjetunion.   Wiki-
pedia
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01.03.1943 Mo 21.30 Am Abend gibt es in Berlin einen sehr schweren Bombenangriff. Wir gehen schnell in Bäcker Steinkes Keller (Hubertusallee 10) und haben furchtbare Angst, denn alles schwankt, und es knallt ganz fürchter- lich. Durch den Luftdruck der Bomben- Explosionen wurde unsere Wohnung arg demoliert. Alle Fensterscheiben waren rausgeflogen – überall lagen Scherben und Splitter. In der Nachbarschaft fielen sogar „Phosphor- Kanister“. Ich (khd) habe die ganze Nacht nicht mehr geschlafen.   Mu-Bu1
+ Erinn
+ Mu3
 
02.03.1943 Di   Gleich früh bringt Mutter mich und meinen Bruder zur Oma nach Woldenberg, wo wir bereits vom Oktober 1940 bis Januar 1942 zusammen mit Mutter wg. der britischen Luftangriffe auf Berlin verbracht hatten. Aus der zum Bahnhof Zoo fahrenden ‚Elektrischen‘ sehe ich, daß die getroffenen Häuser in der Gillstraße noch immer lichterloh brennen. Diese Bilder werde ich nie vergessen.   Mu-Bu1
+ Erinn
 
1943–1945     So blieben wir Kinder bei Oma und unserer Tante Grete im (ver- meintlich) sicheren Woldenberg, wo ich am 2. August 1943 in die Schule kam. Unsere Mutter besuchte uns öfter. Sie hatte damals in Berlin viel zu tun.   Mu-Bu1
+ Erinn
 
00.08.1943     Ostdeutschland ist für die amerikanischen und britischen Bomben- Flieger kaum erreichbar (wg. deren geringer Reichweite). Deshalb werden 1943 vor allem die Kinder aus bombenbedrohten Ballungs- gebieten Westdeutschlands in die Gebiete östlich von Oder und Neiße evakuiert. Woldenberg erhält die „Bochumer“ aus dem Ruhrgebiet. Ich (khd) komme daher in die 1. Klasse der Volksschule zu den Bochum-Kindern.   Erinn  
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31.07.1944     Nachdem die Rote Armee die deutsche Heeresgruppe Mitte zerschlagen hat, befindet sich die Ostfront etwas östlich vor Warschau und an der Weichsel. Die Wehrmacht ist seitdem nur noch zu hinhaltendem Widerstand gegen die Rote Armee fähig.   Wiki-
pedia
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00.09.1944     Das Woldenberger Schulgebäude wird angesichts der näher rückenden Ostfront zum Lazarett umfunktioniert. Die Schule muß in den vorderen Teil des Baracken-Lagers an der Friedeberger Chaussee hinterm Gehege auf der anderen Seite der Stadt umziehen, womit mein täglicher Schulweg durch den (morgens unheimlichen) Wald führt.   Erinn  
19.11.1944 So   Unsere Mutter bringt im Woldenberger Krankenhaus unser Schwesterchen zur Welt – ein Sonntagskind!   Mu-Bu1
+ Erinn
 
30.11.1944 Do   Mutter kommt mit dem Baby nach Hause (Friedeberger Str. 10). Sie muß aber im Bett bleiben, da sie hohes Fieber bekommt und noch so schwach ist. Im Laufe der nächsten Wochen entwickelt sich bei ihr eine schwere Mastitis (Brust- Vereiterung), so daß sie nicht stillen konnte.   Mu-Bu1
+ Mu2
 
00.12.1944     Vor Weihnachten wird auch in der Kleinstadt Woldenberg viel über eine mögliche Flucht vor den Russen gemunkelt. Sie sollen immer näher kommen. Am 22. Juni 1944 hatte die Rote Armee ihre Großoffensive gegen Deutschland gestartet.   Erinn +
DFunk1
 
16.12.1944 Sa   In ihrem Weihnachtsbrief an ihre Eltern und Geschwister in Schlangen entwickelt Mutter eine fast prophetische Fähigkeit. Sie schließt den Brief mit: „Gleichzeitig allen ein gesundes neues Jahr. Hoffentlich bringt es den Frieden.“ 1945 brachte in der Tat den Frieden – aber nicht so, wie sich das damals die meisten wohl dachten . . .   Mu2  
21.12.1944 Do   Dieses war wohl der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien. Daß es aber auch der letzte Schultag in Woldenberg vor sehr langen, kriegsbedingten ‚Ferien‘ sein würde, konnte ich (khd) nicht ahnen. Denn die Schule ging für mich erst nach dem Krieg im Herbst 1945 weiter – in Berlin-Grunewald.   Erinn 4
24.12.1944 So   Weihnachten 1944 – schon das 6. Kriegsweihnachten. Ich erhielt einen wunderschönen Hausbaukasten mit echten Mauersteinen, kleinen Dachziegeln und Holzbalken.   Erinn 3
31.12.1944 So   Sylvester: Auch wenn die Erinnerung daran nicht so gut ist, gab es am Abend – wie immer – Mohnstriezeln von weißem Mohn, und wir spielten, bis wir müde waren. Feuerwerk gab’s nicht – in Kriegszeiten braucht man das nicht.   Erinn  
Skizze unseres Fluchtwegs von Woldenberg nach Berlin -- Januar 1945
^   Unser Fluchtweg von Woldenberg per Eisenbahn nach Berlin. Der D-Zug verließ Woldenberg am 27.1.1945 gegen 2 Uhr in Richtung Arnswalde/Stargard. Er fuhr bis Stettin, soviel ist sicher. Ob er dann seinen Weg direkt über die „Stettiner Bahn“ nach Berlin Stettiner Bahnhof nahm oder einen Umweg weiter westlich via Pasewalk/Neu- brandenburg und die „Nord-Bahn“ fuhr, ist (mir) unklar geblieben. Die Fahrt dauerte 22 quälende Stunden!

Eingezeichnet ist auch der Ort Berlinchen, wo der Woldenberg-Treck am 29.1.1945 endete – von den Russen überrollt wurde, sowie Kienitz an der Oder, wo es den Russen bereits am 31.1.1945 gelang, einen ersten Brückenkopf zu errichten. Bei den Ortsnamen östlich der Oder sind zusätzlich die heute (2007) geltenden polnischen Namen angegeben. Übrigens, der an sich kürzere Bahnweg nach Berlin über die „Ost-Bahn“ war bereits viel zu unsicher, denn die Russen standen unmittelbar bei Kreuz, wo dann auch noch die Lok hätte umrangiert werden müssen.   (Grafik: 2003 – khd)

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01.01.1945 Mo   Neujahr: Zum Mittag gab es Karpfen in polnischer Soße, denn Oma stand sich gut mit dem Woldenberger Fischer Rosengarten. Und weil es sehr kalt geworden war, gab’s heißen Holunderbeersaft – vorbeugend gegen drohende Erkältungen.   Erinn  
07.01.1945 So abds. Da alle Hausmittel wie Kuheutersalbe bei der vereiterten und immer härter werdenden Brust versagen, muß Mutter ins Krankenhaus zum Aufschneiden. Es gibt schon nicht einmal mehr einen Krankenwagen, so daß ein netter Nachbar sie hochfiebrig hinfahren muß.   Mu-Bu1
+ Erinn
 
08.01.1945 Mo früh Mutter wird sofort operiert. Es war kurz vor ‚Toresschluß‘... Und wir sind alle in sehr großer Sorge und fürchten um ihr Leben (Antibiotika waren zwar erfunden, standen aber damals nicht zur Verfügung).   Mu-Bu1
+ Erinn
 
12.01.1945 Fr   An der gesamten Ostfront von der Memel bis an die Weichsel beginnen die Sowjets einen Großangriff mit ungeheurem Material- und Truppeneinsatz. Sie erzielen damit in nur wenigen Tagen sehr entscheidende Durchbrüche. Die Front kommt immer näher.   Brauer
(S. 52)
 
18.01.1945 Do 06.45 Mein Vater und meine andere Tante aus Berlin stehen plötzlich vor der Tür. Sie sind mit dem Nachtzug aus Berlin gekommen und in Kreuz umgestiegen. Vater hat Sonderurlaub erhalten und die Tante hatte sich den Arm gebrochen.   Oma-Bf
+ Kb44
 
18.01.1945 Do 23.00 Meine Großmutter schreibt an Mutters Vater in Schlangen/Lippe einen Brief, in dem sie die aktuelle Situation beschreibt: „Hoffentlich bessert sich bald alles??!!!!“   Oma-Bf  
20.01.1945 Sa vorm. Mutter wird vorzeitig aus dem Krankenhaus entlassen. Denn dort sagt man bereits, daß wohl demnächst geflüchtet werden müsse.   Mu-Bu1  
21.01.1945 So   Nachdem mein Vater doch noch etwas Blei in der Stadt besorgen konnte (vermutlich beim Herrn Ruda), haben wir in der Küche den ganzen Tag preußische Bleisoldaten in uralten Zinngußformen im Sandbett gegossen, die noch auf dem Boden vorhanden waren.   Erinn 5
21.01.1945 So   Im benachbarten Mehrenthin wird bereits für die bevorstehende Flucht gepackt. In Woldenberg weiß man davon noch nichts, obwohl an diesem Tag Bürgermeister Hemp das Codewort „Regen“ erhalten hat. Es wurde aber 2 Stunden später wieder zurückgenommen. Das Codewort sollte die erforderlichen Evakuierungsvorbereitungen auslösen, und das persönliche Fluchtgepäck war bereitzustellen.   Brauer
(S. 55)
+
LiBlatt
(S. 74)
 
22.01.1945 Mo vorm. Das Woldenberger Krankenhaus ist inzwischen bis auf ganz schwere Fälle geräumt.   Mu1  
22.01.1945 Mo tags Seit heute reißt der Strom von mit Planen abgedeckten Treck-Wagen, die aus Osten kommend durch Woldenberg nach Westen in Richtung Oder ziehen, nicht mehr ab. Es wird wohl ernst.   Erinn  
24.01.1945 Mi   Gert Brauer (14 Jahre alt) beobachtet vor dem Woldenberger Partei- haus der NSDAP Speditionsfahrzeuge, auf denen u. a. Akten verladen werden, was ein sicheres Signal war, daß unmittelbare Gefahr bestand.   DFunk2
+
Brauer
 
24.01.1945 Mi   Zur Verteidigung der Neumark wird aus den Resten der 9. Armee und anderen Truppenteilen die „Heeresgruppe Weichsel“ gebildet. Als Befehlshaber wird von Hitler der Reichsführer der SS Heinrich Himmler ernannt, der wenig von der Generalstabsarbeit versteht.   Mil-
Forum
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Die alten Woldenberger Kirchenglocken      
<   Das sind die Woldenberger Kirchenglocken, die am 26. Januar 1945 durch ihr Läuten um Mitternacht das Signal zur Flucht vor den Russen gaben. Es war auch höchste Zeit, denn schon am 28. Januar früh erreichten russische Panzer das Dorf Hochzeit an der Drage.

Die alten Glocken hängen noch heute im Turm der markanten Kirche. Fotografiert hat die Glocken Wolfgang Bredereck aus Australien anläßlich einer Besichtigung von Dobiegniew mit mühseliger Kirchturmbesteigung im Jahr 2005.
 (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol38)

[Wie die Russen Woldenberg zerstörten]
24.01.1945 Mi 21.30 Frau Schaede (Besitzerin des Hauses Friedeberger Straße 10) kommt herauf und sagt uns, „wir sollen uns einige Sachen packen, wenn die Glocken läuteten müßten wir flüchten“. Es könne schon bald losgehen, es könne auch noch Tage dauern oder überhaupt nicht geschehen. Daraufhin wurden schnell wenigstens die notwendigsten Sachen eingepackt, wobei Vater half.   Mu1  
25.01.1945 Do   Seit gestern Abend liegt der Eisenbahnknoten Kreuz unter russischem Artilleriebeschuß.   Vertr
Nr.45
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25.01.1945 Do 08.00 Nahezu unbemerkt von den Woldenbergern beginnt die Evakuierung des Woldenberger Kriegsgefangenenlagers OfLag-IIC. Tausende polnische Gefangene werden auf den Marsch zur Oder geschickt.   OfLag-
Ber
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25.01.1945 Do vorm. Oma erfährt in der Stadt, daß sich die Lage „schon gebessert“ habe.   Mu1 28
25.01.1945 Do   Im Sennelager bei Schlangen/Lippe macht sich die schwere Panzer- Abteilung 503 der SS mit 39 (meist neuen) Tiger-II-Panzern auf den Weg nach Lage/Lippe, wo sie am 26.1.1945 auf die Eisenbahn verladen werden, um über Berlin an die Ostfront befördert zu werden. Ihr Auftrag: Aufhalten der massiv vorrückenden Roten Armee.   LexWM 6
25.01.1945 Do nachm. Ich (khd) mache mit Vater vor seiner Abreise in seine Kaserne einen Spaziergang durch das tief verschneite Woldenberg. Am Markt redet Papa mit Leuten (vermutlich waren es sogar Parteileute), die er kannte, über die Gefahren-Situation. Sie kommen zum Ergebnis, daß wohl keine so große Russen-Gefahr für Woldenberg bestehe, obwohl während des Gesprächs reichlich Flüchtlingswagen dicht an uns vorbeifuhren . . .   Erinn  
26.01.1945 Fr früh Vater verläßt früh mit der Eisenbahn Woldenberg, um über Berlin nach Hannoversch Münden (bei Kassel) zu fahren. Sein Militär-Urlaub ist zu Ende. Das „früh“ kann entweder 6.39 Uhr (Zug 706 in Richtung Stettin) oder 8.31 Uhr (Zug 709 in Richtung Kreuz) gewesen sein.   Mu-Bu1
+ Kb44
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26.01.1945 Fr vorm. Oma kommt vom Einkaufen aus der Stadt und erzählt, wenn die Kirchen-Glocken läuten, müssen alle zum Bahnhof, um die Stadt zu verlassen. Denn die Russen seien nun nicht mehr weit entfernt.   Mu-Bu1
+ Erinn
 
26.01.1945 Fr nachm. Unsere noch immer stark geschwächte Mutter rappelt sich aus dem Bett auf und beginnt den Rest zu packen. Vor allem packt sie in den tiefen „Brennabor“ unten reichlich kleine Dosen Kondensmilch und Butterkekse sowie Windeln und warme Sachen. Denn es ist draußen sehr kalt geworden – so um die 25 Grad minus.   Mu-Bu1
+ Erinn
 
26.01.1945 Fr nachm. Auch ich (khd) packte etwas von meinen Habseligkeiten ein. Es war klar, meine ganzen Weihnachtsgeschenke, mein heißgeliebter großer Teddy und die wunderschönen neuen Wanderstiefel mit Hakenösen mußten zurückbleiben. Aber einen Teil meiner neuen Bleisoldaten mußte mit, weshalb ich sie in so eine kleine Feldtasche packte und fest versprach, die schwere Tasche auch selbst zu tragen.   Erinn 12
26.01.1945 Fr nachm. Gert Brauer berichtet in seinem Buch, daß noch am späten Nachmittag die NSDAP-Kreisleitung die Anweisung ausgab: „Flucht kommt nicht in Frage. Wer davon spricht, wird erschossen.“ Damit war den Woldenbergern jegliche Flucht auf eigene Faust – bei Todesstrafe – verboten.   Brauer
(S. 53)
 
26.01.1945 Fr abds. Wir Kinder sind früh schlafen gegangen. Denn es konnte ja sein, daß die Glocken in der Nacht läuten. Und so kam es . . .   Erinn  
26.01.1945 Fr abds. Eine größere Gruppe russischer Panzer hat sich über Gornitz von der Netze kommend bis auf etwa 15 km dem Dorf Hochzeit am Drage-Paß genähert. Sie warten dort auf weitere Befehle aus Moskau.   LiBlatt
(S. 54)
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Fluchtweg in Woldenberg zum Bahnhof      
<   In eine aktuelle Luftaufnahme des Bahnhofsviertels von Dobiegniew – dem früheren Woldenberg – ist der von uns in der Nacht zum 27. Januar 1945 zurückgelegte Fußweg eingezeichnet. Weit war es nicht. Aber es lag tiefer Schnee, in dem immer wieder der schwere Kinderwagen stecken blieb. Und es war klirrend kalt.

Auf dem Foto ist auch zu erkennen, das das Schaedesche Wohnhaus noch heute vorhanden ist. Auch die Gebäude an der früheren Bismarckstraße stehen noch alle. Und im dem Eckhaus (roter Punkt) lagerten in einem Laden die 1944 aus Berlin evakuierten Möbel.
  (Montage: 2007 – khd)
26.01.1945 Fr 23.00 Woldenberg erhält von der Partei den Räumungsbefehl.   BM Wbg  
26.01.1945 Fr 24.00 Die Glocken der Marienkirche läuten – „zum Abschied“, wie Wolden- bergs Ex-Bürgermeister in seinem Bericht 1950 schreiben wird. Wir Kinder werden geweckt. Ich ziehe mich schnell an und lege meine Tasche mit den Bleisoldaten bereit, denn wir sollen schon in einer halben Stunde am Bahnhof sein.   Erinn +
BM Wbg
+ Mu1
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27.01.1945 Sa 01.00 Nachdem wir alle dick eingemummelt sind, verlassen wir Omas Wohnung in der Friedeberger Straße 10 – für immer. Wir stapfen durch den tiefen, knirschenden Schnee die Eisenbahnstraße entlang zum Bahnhof. Auch wenn der Weg nicht sehr weit ist, hat Mutter doch mit dem Schieben des überladenen Kinderwagen’ mit der 10 Wochen alten Baby an Bord zu kämpfen. Den Schlitten mit den schweren Koffern zieht Tante Grete. Am Bahnhof steht bereits der Zug, und wir erhalten noch Plätze in dem D-Zug. Hilfreiche Hände helfen, den schweren, sperrigen Kinderwagen in den Zug zu hieven.   Mu-Bu1
+ Erinn
+ Mu1
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27.01.1945 Sa 01.30 Uns wird im Abteil kalt – wir frieren entsetztlich. Tante Grete lief daraufhin nochmals zurück zur Wohnung und holt die vorbereiteten Bettsäcke mit den Federbetten. Als sie zuückkommt, war aber kein Platz mehr für die Betten im Zug. Sie muß sie auf dem Bahnsteig liegenlassen, um selbst noch mit Ach und Krach in den Zug zu steigen.   Erinn +
Mu-Bu1
 
27.01.1945 Sa 02.00 Total überfüllt fährt der Zug, bespannt mit einer Dampflok, etwa gegen 2 Uhr in Richtung Stargard/Stettin ab. Als Ziel hat die Partei Anklam westlich der Oder festgelegt, aber es kam anders. Wir Kinder sind dann wohl schnell eingeschlafen.   Mu-Bu1
+ Erinn
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27.01.1945 Sa 08.00 Der Woldenberg-Treck der Bauern und Pferdehalter startet in Richtung Arnswalde/Berlinchen mit dem Endziel Anklam. Er wird aber bereits am 29. Januar gegen 24 Uhr in Berlinchen von den Russen überrollt. Durchkommt hingegen der kleine Treck der Bewohner des „Birken- hofs“ bei Woldenberg, da dieser bereits um 6 Uhr losfuhr und eine etwas andere, nördlichere Route wählte, die über Arnswalde, Pyritz und Bahn zur Oder bei Greifenhagen führte. [Skizze]   BM Wbg
+
Brauer
(S. 57)
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27.01.1945 Sa   In Berlin wird die Panzer-Abteilung 503 der SS in mehrere Gruppen aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Zielen gebracht werden. Eine Kampfgruppe mit 12 Panzern wird in den Raum Arnswalde/Neuwedell (nördlich von Woldenberg) entsandt, der noch ‚feindfrei‘ war.   LexWM 6
Woldenbergs Bahnhof im Jahr 2005      
<   Das ist der Woldenberger – nun Dobieg- niewer – Bahnhof im Jahr 2005. Von ihm fuhren in der Nacht zum 27. Januar 1945 die Fluchtzüge über Stargard und Stettin in den Westen. Er sieht dort – bis auf frische Farbe und die Oberleitung – am Bahnsteig noch so aus wie damals. Und irgendwie kommt man auf die Idee, da müssen doch noch unsere zurückgelassenen Bettsäcke liegen . . .

Fotografiert hat den Bahnhof Wolfgang Bredereck aus Australien anläßlich einer Besichtigung von Dobiegniew im Juni 2005 – 60 Jahre nach 1945. In der Dobiegniew- Galerie im Internet gibt es noch mehr Fotos von Dobiegniew, dem früheren Woldenberg.
 (Foto: 21.6.2005 – bredwolf-Wol60)
27.01.1945 Sa tags Die Rote Armee befreit weiter im Südosten das Vernichtungslager Auschwitz, wo die Nazis über 1 Million Juden ermordet hatten. Erst ab 1996 wird dieser Tag als Holocaust-Gedenktag begangen werden.   Fact  
27.01.1945 Sa tags Unser Zug hält immer wieder unterwegs auf freier Strecke an. Die Ursachen dafür blieben aber unklar. Wir fürchten uns sehr davor, von britischen Tieffliegern angegriffen zu werden. Wir haben aber Glück.   Erinn  
27.01.1945 Sa 12.00 Ein Treck aus dem Dorf Trebbin/Pm (südlich von Schloppe im Kr. Dt. Krone) erreicht die Dragebrücke bei Hochzeit. Einer Eingebung folgend biegt der Treck nach Norden in Richtung Zatten ab und fährt nicht in Richtung Woldenberg weiter, was ihn vor dem Überrollen bewahrt.   Vertr
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27.01.1945 Sa tags Als mühselig stellte sich das Babyflasche-Wärmen heraus. Erst mit der Schnipseltechnik klappte es dann, denn unser Baby hat mächtig Hunger. Schwierig ist auch die Wasserbeschaffung an den Bahnhöfen, denn viele Wasserleitungen sind eingefroren.   Erinn 9
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27.01.1945 Sa   „Die Brückenköpfe an der Oder in Schlesien werden umkämpft. An der Netze steht der Feind bei Czarnikau und Schönlanke.“ Schönlanke liegt nur 50 km Luftlinie entfernt östlich von Woldenberg.   KTB  
27.01.1945 Sa ??.?? In Stettin angekommen, erfahren wir, daß der „Transport“ nun über Berlin geht und es von dort vermutlich in die Hamburger Gegend weitergehen soll.   Mu1  
27.01.1945 Sa tags Der Zug war so voller Menschen, daß man nicht zum Klo durchkam. Wir Kinder durften deshalb in eine leere Konservendose pinkeln. Wie das die Erwachsenen machten, weiß ich nicht mehr – vielleicht gingen sie ja bei einem Zughalt nach draußen.   Erinn  
27.01.1945 Sa 24.00 Endlich kommt der Zug nach rund 22 Stunden Fahrt in Berlin an – am Stettiner Bahnhof (später der Nord-Bahnhof). Mutter schreibt zwar, der Zug sei „Umwege gefahren“. Aber das könnte allenfalls auf Branden- burger Gebiet passiert sein, nachdem er die Oder in Stettin passiert hatte. [Skizze]   Mu-Bu1 10
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28.01.1945 So 00.00 Sofort nach Ankunft des Zuges heulen die Sirenen – es gibt in Berlin Fliegeralarm. Wir begeben uns schnell mit unseren wenigen Habseligkeiten in den nahen Postbunker, wo wir auch schlafen können. Der Transport soll erst nachmittags weitergehen.   Erinn
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Mu1
 
28.01.1945 So   Wohin die vielen Woldenberger aus dem Zug dann gegangen sind, ob sie ausreichend betreut wurden und diejenigen, die in Berlin keine Verwandten hatten, eine erste Unterkunft erhielten, das weiß ich nicht. Tatsache ist, daß nach 1945 in Berlin sehr viele Ex-Woldenberger lebten. Sie fanden sich regelmäßig zu „Heimat-Treffen“ zusammen.   Fact 30
28.01.1945 So 07.00 Es gibt eine tolle Betreuung durch das Rote Kreuz, oder war das die „NSV“? Für mich (khd) sind die großen Stullen belegt mit Fleischwurst (diese rote Fleischwurst mit mageren Fleischstücken drin) unvergeßlich.   Erinn 19
28.01.1945 So 09.00 Die Rote Armee erreicht am Morgen das Dorf Hochzeit an der Drage und nimmt es ein, womit sie rund 10 km vor Woldenberg steht. Deutsche Truppen wurden bei Wiesental einfach rechts liegen gelassen. Zu größeren Kampfhandlungen kommt es nicht.   ReiStr1
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LiBlatt
(S. 76)
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28.01.1945 So vorm. Wir wollen nicht rauf nach Hamburg oder Holstein. Aber wo nun hin? In Grunewald ist die Wohnung leer, denn die alten Möbel sind ja im März 1944 nach Woldenberg evakuiert worden. Auch wohnen dort in 2 Zimmern Ausgebombte aus der Nachbarschaft. Also sind wir mit der Straßenbahn nach NO 55 (Weißensee) zur Wehlauer Straße gefahren, wo Tante Ruth in einem Jugendwohnheim als Wirtschafterin arbeitet und eine kleine Wohnung hat. Es wurde dort sehr eng.   Erinn  
28.01.1945 So tags Panzer der Kampfgruppe der Panzer-Abteilung 503 der SS werden in Kallies (Raum Neuwedell) ausgeladen und im etwas südlich liegenden Zatten zum Angriff bereitgestellt.   LexWM 14
28.01.1945 So 12.30 In letzter Minute macht sich die Familie Tacke mit einem organisierten Lastwagen von der Wutziger Straße auf die Flucht über Friedeberg, Landsberg, Küstrin nach Berlin. [mehr]   GB Wbg
(2009)
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28.01.1945 So   „Feindliche Panzer drangen bei Filehne über die Netze.“ Filehne liegt rund 12 km östlich von Kreuz.   KTB  
Ein Fluchtzug 1945      
<   Das ist zwar nicht unser Fluchtzug, aber so ähnlich sah auch der Zug aus, mit dem wir in der bitterkalten Nacht zum 27. Januar 1945 aus Woldenberg/Neumark vor den Russen nach Berlin flüchten mußten. Und wir hatten noch Glück, denn anderenorts wurden die Menschen sogar in Güter-Waggons (wie im Hintergrund) aus ihrer Heimat abtrans- portiert. Aus Woldenberg fuhren insgesamt 5 Flüchtlingszüge in Richtung Westen.

Wir – das sind Oma Marie (69), Tante Grete (45), Tante Ruth (43), Mutter (33), Karl- Heinz (7), Wolfgang (4) und Heidelore (10 Wochen) sowie Trolly (Tante Ediths Spitz).
  (TV-Shot: 2005 – dw)
28.01.1945 So abds. Spitzen der Roten Armee besetzen Woldenberg kampflos. Dennoch wird die Stadt in der Nacht von „angetrunkenen Rotarmisten“ angezündet. Die Brände dauern bis zum Abend des 30.1.1945. Vom Stadtkern bleibt nur noch ein Trümmerhaufen übrig.   ReiStr1
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U-Saft
 
29.01.1945 Mo   Die Panzer-Kampfgruppe erhält vom Oberbefehlshaber der Heeres- Gruppe Weichsel (SS-Reichsführer Himmler) den Befehl, zur Reichsstraße 1 zwischen Hochzeit und Woldenberg durchzubrechen und der Roten Armee damit den Nachschub abzuschneiden.   LexWM 6
29.01.1945 Mo   „Kreuz ist in der Hand des Feindes, der nun an die Pommern-Stellung herankommt.“   KTB  
29.01.1945 Mo tags Das fast leere Friedeberg wird von Spitzen der Roten Armee besetzt.   ReiStr1  
30.01.1945 Di früh Im Morgengrauen erfolgt von Zatten aus der deutsche Panzer-Angriff in Richtung Woldenberg. Er führt unter hohen Verlusten zur zeitweisen Unterbrechung der Versorgungslinien der Roten Armee in den Raum Küstrin, hat aber vermutlich auch zur großen Zerstörung Woldenbergs beigetragen, worüber in den Berichten aber nichts gesagt wird.   LexWM 6
30.01.1945 Di   „Der Feind steht jetzt vor der Oder-Warthe-Stellung. Spitzen von ihm erreichen Berlinchen.“ In der Nacht zum 30.1.1945 wird der große Woldenberg-Treck in Berlinchen von den Russen aufgemischt und Berlinchen angezündet. Flüchtlinge berichten später von übelsten Übergriffen auf die Zivilisten durch marodierende Rotarmisten.   KTB +
BM Wbg
+ Vertr
 
30.01.1945 Di abds. Reichskanzler Adolf Hitler, der bislang das Deutsche Volk immer tiefer ins Verderben führte, verspricht in einer Rundfunkansprache zum Jahrestag seiner „Machtergreifung“ (1933) den Einsatz von „Wunder- waffen“, um doch noch den „Endsieg“ zu erzielen.   Erinn
+ DHM
 
31.01.1945 Mi   „Kämpfe bei Landsberg und vor Berlinchen; der Gegner drang weiter Richtung Soldin vor. Der Feind hat also die Absicht, Pommern durch einen Stoß in Richtung Stettin abzuschneiden.“   KTB  
31.01.1945 Mi abds. Die Rote Armee erreicht ohne großen deutschen Widerstand die Oder und errichtet bei Kienitz ihren ersten Brückenkopf. Die Oderquerung fiel leicht, da der Fluß tief zugefroren war. Denn seit Weihnachten 1944 herrschte extremer Frost. Die Tage der Nazis und von Berlin sind nun gezählt (noch 90 Tage).   ReiStr1 20
01.02.1945 Do   Befehl des SS-Reichsführers Himmler: Einstellung des deutschen Panzergegenstoßes östlich Arnswalde auf Woldenberg.   LexWM 6
02.02.1945 Fr   Das gesamte Ost-Brandenburg (Neumark) ist von den Russen besetzt. Zurückgebliebene Deutsche werden später ausgewiesen werden.   Fact +
Vertr
 
09.02.1945 Fr   Mutter erhält von Opa aus Schlangen ein Telegramm: „KOMME SOFORT MIT SCHWIEGERMUTTER UND KINDERN NACH HIER = ELTERN“. Mutter entscheidet sich gegen diesen sehr guten väterlichen Rat, und wir bleiben alle in Berlin.   Doc 11
09.02.1945 Fr   Und so werden wir bis zum 22. April 1945 in „NO 55“ in der Wehlauer Straße 20–30 in der Nähe des S-Bahnhofs Greifswalder Straße unter ständiger Bedrohung von Flieger-Bomben leben, um dann nochmals vor den immer näher rückenden Russen – nun per Fuß – quer durch das umkämpfte Berlin nach Grunewald zu flüchten, was in höchstem Maße gefährlich war.   Erinn +
Mu-Bu1
 
Ein Flüchtlings-Treck 1945      
<   So sah damals ein typischer Flüchlings-Treck aus, der sich mühsam auf den tief verschneiten und glatten Landstraßen bei minus 25 Grad in Richtung Westen quälte. Viele Trecks wurden von der Roten Armee (Russen) überrollt – so auch der Woldenberg- Treck, der erst am 27. Januar 1945 um 8 Uhr gestartet war. Da war unser Zug schon gut 6 Stunden unterwegs.

Diese Flucht war für Mensch und Tier (Pferde) eine Tortur, die viele nicht über- lebten. Gert Brauer beschreibt in seinem Buch sehr ausführlich, wie es ihm als 14-jähriger Junge, der schon den Pferdewagen lenken mußte, auf ihrem Treck ergangen ist.
  (TV-Shot: 2005 – wdr)
13.02.1945 Di abds. Heute erreicht der Wahn dieses Krieges, in dem der Terror gegenüber der unschuldigen Zivilbevölkerung zur Waffe wurde, einen neuen Höhepunkt. Die Alliierten beginnen mit einem Flächen-Bombardement Dresdens. In nur 3 Tagen wird dort das Leben von über 20.000 Menschen – darunter viele Ost-Flüchtlinge – ausgelöscht und die Stadt im Bomben-Inferno zerstört. Wir erfahren erst in den nächsten Tagen durch die Nazi- Propaganda im Radio von diesem militärisch (bis heute so) umstrittenen Angriff auf die Zivilbevölkerung und die ganze Wahrheit erst lange nach dem Krieg, den wir nicht ‚bestellt‘ hatten.   Erinn 29
17.02.1945 Sa   „Wir glauben nicht, daß der Russe bis hier kommt“, schreibt Mutter in einem Brief aus Berlin- Weißensee nach Schlangen. Nicht nur sie irrte sich.   Mu4  
26.02.1945 Mo   In einem Bombenkrieg lebt man sehr gefährlich. Beim Luftangriff der Alliierten wird ‚unser‘ Jugendwohnheim durch Spreng- und Brand- Bomben schwer getroffen. Der Keller hat ganz furchtbar geschaukelt, und es knallte ganz ganz fürchterlich. Ich dachte, nun stürzt gleich alles ein und schielte immer wieder zur Markierung auf der weißen Kellermauer, die man dann durchbrechen muß, um ins Freie zu gelangen. Aber wir sind alle heil davongekommen, nur Tante Ruths Wohnung nicht. Nun wohnen wir in der Wohnung des Heimleiters.   Erinn +
Mu5
15
14.03.1945 Mi   Die Sowjetunion überträgt Polen die Gebietshoheit über die von ihr besetzten Gebiete östlich von Oder und Neiße.   DHM  
16.04.1945 Mo   Der Endkampf um die Hauptstadt Berlin beginnt.   KTB 0
22.04.1945 So   Das Näherrücken der russischen Front macht es dann notwendig, von Berlin-Weißensee quer durch Berlin nach Grunewald zu flüchten. Darüber wurde bereits an anderer Stelle berichtet. Und wir sollten dabei Dinge erleben wie Artillerie- Beschuß am Alexander Platz, Tiefflieger-Angriffe im Tiergarten mit nur sprungweisem Weiterkommen, in Charlottenburg immer wieder Deckung suchen in Hauseingängen und oft auch Hinlegen – alles Situationen, die so mancher Frontsoldat im Felde niemals erlebte. [mehr]   Fact  
08.05.1945 Di abds. Mit der Kapitulation Deutschlands ist dieser wahnsinnige Krieg vorbei.   Fact 24
09.05.1945 Mi 15.00 Im zerstörten Woldenberg findet in Ziebarts Garten eine Siegesfeier statt, zu der auch zurückgebliebene Woldenberger eingeladen sind.   TB Pro 0

Ein Fazit

      Wir haben ein Riesenglück gehabt, denn nur 40 Stunden nachdem wir Woldenberg verließen waren dort bereits die Russen und marodierten. Wenn auch die Bahnfahrt bei extremer Kälte mit rund 22 Stunden unerträglich lang wurde (die normale Reisezeit ist gut 4 Stunden), sind wir nicht erfroren, wie es bei vielen Trecks in diesem besonders kalten Kriegswinter vorkam.

      Allerdings haben wir viel verloren. Besonders Oma und Tante Grete, die ihre Heimat für immer aufgeben mußten und sie auch nie wieder sehen sollten. Aber wir Kriegskinder haben auch sehr vieles an Erfahrungen und Erkenntnissen für unser ganzes Leben dazugewonnen:


Quellen-Abkürzungen:           ( *  =  weiterführender Link )
BM Wbg  =  Bericht des letzten Bürgermeisters von Woldenberg Otto Hemp von 1950.  *
Brauer  =  Buch "Was vergangen ... leuchtet lange noch zurück" von Gert Brauer (1999,  * ) sowie ein noch unveröffentlichtes Manuskript "Immer weiter, weiter...".
DFunk1  =  Bericht des Deutschlandfunks von 2004.  *
DFunk2  =  Bericht des Deutschlandfunks vom 30.11.2004.  *
DHM  =  Deutsches Historisches Museum (Berlin): Chronik 1945.  *
Doc  =  Dazu ist das Original-Dokument überliefert (vorhanden).
Erinn  =  Meine (khd) mit fast 70 Jahren noch ziemlich gute Erinnerung.
Fact  =  Unumstößliche Tatsache – sozusagen Fakt.
GB Wbg  =  Eintrag im „Woldenberger Gästebuch“ im Internet ab 2007.
Kb44  =  Kursbuch 1944/45 der Deutschen Reichsbahn: Plan 129a.  *
KTB  =  Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht (Bd. VIII), 1944–1945, Bernard & Graefe Verlag, Bonn. Zu beachten ist, daß Ereignisse oft mit einem Tag Verzögerung notiert wurden.
LexWM  =  Lexikon der Wehrmacht: Gefechtsberichte der schweren SS-Panzer-Abteilung 103/503.  *
LiBlatt  =  Buch "Pommern 1945" von Helmut Lindenblatt (2004,  * ).
MilForum  =  Beitrag „Der Kampf im Oder-Warthe-Bogen 1945“ vom 7.1.2007 von Jan Hendrik.  *
Mu1 – Mu5  =  Briefe, die meine Mutter 1943–1945 an Verwandte geschrieben hat.
Mu-Bu1  =  Mutters chronologische Notizen A5-Heft 1 (1936–1970).
Mu-Bu2  =  Mutters chronologische Notizen A5-Heft 2 (einige Nachträge zu 1953/54).
OfLag-Ber  =  Bericht über die Evakuierung des Lagers OfLag-IIC Woldenberg.  *
Oma-Bf  =  Brief meiner Großmutter vom 19.1.1945 an die Verwandten in Schlangen/Lippe.
ReiStr1  =  1945 – Die Kriegsereignisse entlang der Reichsstraße 1. Dieser umfangreiche Report auf CD-ROM beginnt quasi mit der Einnahme Woldenbergs durch die Rote Armee am 28. Januar 1945.  *
TB Pro  =  Tagebuch-Aufzeichnungen von Ernst J. Prochnow, die erst ab März 2011 zur Verfügung standen.  *
U-Saft  =  Buch von Ulrich Saft: „Krieg im Osten – Das bittere Ende jenseits der Weichsel bis Oder und Neiße“.  *
Vertr  =  Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße. Ein wiss. Report mit Dokumentationen, der 1954 vom Bonner Vertriebenen- Ministerium herausgegeben wurde.  *



Anmerkungen + Fußnoten:     [Translation-Service]

0)  Diese Ergänzung erfolgte nach der Internet-Erstveröffentlichung vom 14.2.2010 (25. Ed.). Das betrifft auch alle Fußnoten ab Nr. 17.

1) ^  Im Text wird als Abkürzung meist nur „khd“ verwendet.

2) ^  Die hier präsentierten 5 Fotos sind derzeit nicht in das Foto-Verzeichnis aufgenommen worden. Die Fluchtweg-Skizze wurde ins Karten-Verzeichnis aufgenommen.

3) ^  All meine Spielsachen mußten bei der Flucht zurückbleiben. Und dabei hatte ich doch bis dahin noch nicht einmal mit dem wunderschönen Hausbaukasten „Der Brickli-Maurer“ gespielt.

4) ^  Andere Informationen besagen, daß der Unterricht schon Anfang Dezember 1944 beendet wurde. Ich kann mich aber daran erinnern, daß wir noch Adventssachen gebastelt haben.

5) ^  Das war für mich schon eine sehr spannende Sache. Es kann auch am 22. oder 23. Januar 1945 gewesen sein. Allerdings ist der Sonntag (21. Januar) wahrscheinlicher. Was aber Vater damals veranlaßte, preußische Soldaten zu gießen, bleibt unklar.

6) ^  Diese Gefechtsberichte im „Lexikon der Wehrmacht“ fand ich erst im Juli 2007 eher zufällig via Google-Suche mit den Suchbegriffen „Woldenberg“ und „Panzer“. Und man könnte heute wohl sagen: Wären 1945 diese bereits sinnlosen SS-Aktivitäten unterblieben, wäre vielleicht die Bebauung Woldenbergs erhalten geblieben. Makaber daran ist noch, daß diese ‚Elite-Truppe‘ aus der Gegend von Schlangen – Mutters Heimat – kam.

7) ^  Aus einer inzwischen angefundenen Postkarte vom 27.1.1945, die Vater von seinem Zwischenstop in Berlin schrieb, geht hervor: Er hat am 26.1.1945 mit dem Frühzug (706) Stargard erst nach fast 7 Stunden um 13.30 Uhr, Stettin um 15.45 Uhr erreicht, und er ist in Berlin erst früh am 27.1.1945 gegen 2.45 Uhr angekommen – also schon er war auf dieser Strecke rund 20 Stunden unterwegs. Vater kommentierte: „Tolle Fahrerei und Betrieb schauderhaft.“

8) ^  Ex-Bürgermeister Otto Hemp schreibt 1950 in seinem Bericht, daß danach noch 2 weitere Züge von Woldenberg gefahren sind. Davon wußten wir damals nichts. Neuere Recherchen besagen, es könnten sogar insgesamt 5 Fluchtzüge gewesen sein, die von Woldenberg abgefahren sind.

9) ^  In einem Metalldeckel einer Zigarettendose wurden dazu einige Papierschnipsel verbrannt und am kleinen Feuer die feuerfeste Jenaer-Glasflasche erwärmt.

10) ^  Mutter gibt in [Mu-Bu1] als Ankunftsdatum den 28. Januar 1945 um 24.00 Uhr an, was aber nicht sein kann. Denn der Zug wäre dann 46 Stunden unterwegs gewesen, was nicht sein kann. Sie hat wohl nur 24.00 Uhr mit 0.00 Uhr verwechselt.

11) ^  Über die Gründe für diese Entscheidung, die Mutter später selbst sehr bedauerte, hat sie leider nichts notiert. Vater schreibt in einem Brief vom 20.2.1945 an Mutter, daß eine Eisenbahnfahrt von Berlin nach Schlangen zu dieser Zeit sehr beschwerlich werden und durchaus 2–3 Tage dauern könne. „Bei den jetzt anhaltenden Fliegerangriffen und Beschuß der Bahnen wohl auch nicht zu raten.“ Sein Rat war deshalb, die weitere Entwicklung in Berlin abzuwarten.

12) ^  Meine preußischen Bleisoldaten ‚überlebten‘ das ganze Kriegschaos, nicht aber unsere Kindheit. Es gibt heute (2007) keinen einzigen mehr davon. So richtig wertvoll wären wohl heute auch nur die in Woldenberg zurückgebliebenen eisernen Gußformen.

13) ^  Der Birkenhof-Treck nahm folgende Route von Woldenberg nach Westen – und kam durch:   Woldenberg, Wutziger Straße (Start am 27.1. früh um 6 Uhr) — Wutzig — Brandsheide — Kölzig — Marienwalde — Sellnow — Heinrichswalde (erreicht am 27.1. abends) — Radun — Arnswalde (erreicht am 28.1.) — Billerbeck — Blankensee — Warsin (erreicht am 29.1.) — Plönzig — Rosenfelde — Megow (erreicht am 30.1.) — Pyritz — Rackitt — Bahn (erreicht am 31.1. abends) — und am 1.2.1945 dann „in wilder Hast“ weiter in Richtung Greifenhagen zur nahen (rettenden) Oder, dessen westliches Ufer am 2.2. um 2 Uhr erreicht wurde.  *  [Ed: im Buch ist die Orts-Reihenfolge nicht korrekt angegeben, wie ein Blick auf die Karte zeigte].

14) ^  In dem Buch von Lindenblatt ist sehr ausführlich beschrieben, wie chaotisch damals die deutsche Heeresführung handelte und sogar noch vom Durchbruch der Roten Armee durch die Pommernstellung bei Hochzeit total überrascht worden war (Seite 67–78). [Einfall der Russen 1945]

15) ^  Treffen wollten die mit den Bomben sicher den benachbarten großen Güterbahnhof sowie das Gaswerk an der Greifswalderstraße (gibt es heute nicht mehr).

16) ^  Säuglinge vertragen kondensierte Kuh-Milch nur im verdünnten Zustand, weshalb das Wasser so wichtig war.

17) ^  Auch der kleine Treck aus 3 Pferde-Fuhrwerken, der am 27. Januar 1945 ganz früh auf Bayershof (bei Woldenberg) startete, kam durch. Er überquerte bei Greifenhagen die Oder. Heinz Mohnhaupt hat diese dramatische Flucht im 2. Band seiner Trilogie „Auf steinigen Wegen“ ausführlich beschrieben.

18) ^  Der Treck mit rund 500 Menschen startete um 2.00 Uhr am 27.1.1945. Trebbin erhielt am Abend vorher um 20.30 Uhr den Räumungsbefehl. Der Treck erreichte über Marzelle — Zatten — Neuwedell — Reetz — Zachan — Stargard — Stettin — Prenzlau — Woldeck — Neubrandenburg — Altentreptow (Kreis Demmin). Der Treck wurde ohne Verluste geschlossen durchgebracht. Am 30. April 1945 erfolgte dort der Einmarsch der Roten Armee. Der Bürgermeister von Trebbin schreibt 1950: „Alle Trecks, die in Richtung Woldenberg und Regenthin zogen, wurden von den Russen überrollt und grausam zugerichtet.“  * [mehr]

19) ^  NSV, das war die „Nationalsozialistische Volkswohlfahrt“, die sich um die Flüchtlinge kümmerte.

20) ^  Die Rote Armee bot für die Offensive gegen Deutschland etwa 1,5 Mio. Soldaten und 3.300 Panzer auf. Einer solch enormen Übermacht war das deutsche Heer nicht gewachsen. Und so gelang es den Sowjets im Januar 1945 in nur 3 Wochen die Front von der Weichsel an die Oder zu verschieben. Dabei trieben sie Millionen von Flüchtlingen vor sich her oder überrollten sie. Dieser Krieg konnte nicht mehr gewonnen werden. Angesichts dieser durchaus vorhersehbaren Situation hätte ein Hitler und seine ‚allwissende NSDAP‘ viel früher für eine rechtzeitige und geordnete Evakuierung der Bevölkerung Ostdeutschlands sorgen müssen.

21) ^  Himmler gelang es nicht einmal, seine Truppen geordnet gegen die vorrückende Rote Armee zu stellen. Und wir wissen heute, daß die zusammengewürfelte „Heeresgruppe Weichsel“ nichts mehr retten konnte. Das mag zwar auch an der Unfähigkeit eines Himmler gelegen haben, aber entscheidend dürfte die sowjetische Übermacht gewesen sein.

22) ^  Nach der Niederlage von Stalingrad intensivierten die Allierten den Kampf gegen Hitler-Deutschland. Dazu gehörten insbesondere die Flächen-Bombardements von deutschen Großstädten und Ballungsgebieten. Der Krieg traf nun immer stärker auch die Zivilbevölkerung fernab aller Fronten. Es wäre höchste Zeit gewesen, den Krieg schon im Frühjahr 1943 zu beenden. Aber Hitler wollte den „totalen Krieg“.

23) ^  An der Ostfront trat danach bis zur sowjetischen Großoffensive vom 12. Januar 1945 eine relativ ruhige Phase ein. In dieser Zeit bereitet Hitler unter Ausnutzung sämtlicher Reserven eine große Entlastungsoffensive an der Westfront vor, was am 16. Dezember 1944 zur Ardennen-Schlacht führte. Dazu wurden auch Infanterie-Divisionen, die über rund 600 Panzer verfügten, von der Ostfront abgezogen. Dennoch gelang es nicht (mehr), den entscheidenden Vorteil zu erzielen, um – so der Plan – die West-Alliierten friedensbereit zu machen, um dann gemeinsam gegen die Sowjets zu kämpfen. [DHM zur Ardennen-Offensive]

24) ^  In Berlin war der Krieg bereits am 2. Mai 1945 zu Ende.

25) ^  Der Krieg gegen die Sowjetunion begann unter dem Vorwand eines Präventivschlags („Abwehr der großen Gefahr aus dem Osten“) bereits am 22. Juni 1941 um 3 Uhr früh (Sondermeldung im „Großdeutschen Rundfunk“), obwohl seit 1939 ein Nichtangriffspakt bestand (Hitler-Stalin-Pakt).

26) ^  Während der 1. Woldenberger Fluchtzug noch ein D-Zug war, wurden bei den weiteren Fluchtzügen – mangels Personenwaggons – sogar Viehwagen zum Abtransport der Menschenmassen eingesetzt. Diese Züge stauten sich in Stargard. Das bestätigt inzwischen der Fluchtbericht von Jörg Lobinski. Auch das zeigt, daß die damals für die Evakuierung der Zivilbevölkerung zuständigen Kreisleitungen der NSDAP (Nazi-Partei), sich nicht rechtzeitig um die Evakuierungsmaßnahmen gekümmert haben – selbst aber meist rechtzeitig motorisiert davonkamen. Später wurde zudem erzählt, daß die Fluchtzüge gar nicht für die Evakuierung Woldenbergs vorgesehen waren. Mit diesen Zügen sollten eigentlich die Verwundeten von der Ostfront geholt werden. Und erst als sich das bereits als unmöglich herausstellte, wurden die Züge von dieser ‚allwissenden‘ Partei für die Flucht freigegeben.

27) ^  Damit war bereits am 25. Januar 1945 eine Flucht per Eisenbahn via Kreuz unmöglich geworden, so daß die Flucht nur über den nordöstlichen Weg über Stargard — Stettin nach Westen führen konnte.

28) ^  Militär und (Partei-)Behörden hatten den Überblick über die Lage total verloren. Das geht auch aus dem amtlichen Tätigkeitsbericht von Dr. Knabe (* ), dem ehemaligen Landrat des Kreises Dt. Krone und kommissarischer Landrat des Netzekreises, hervor, den dieser unmittelbar nach der Flucht geschrieben hat. Er bemängelt darin sogar: „Die Räumung lag nicht in den Händen der staatlichen Behörden sondern in den Händen der Partei.“

29) ^  Eine Historiker-Kommission legte im März 2010 eine Untersuchung zur Opferzahl der Bombardierung Dresdens vor. Die Wissenschaftler haben durch Archiv-Recherchen herausgefunden, daß in Dresden bei den Luftangriffen im Februar 1945 höchstens 25.000 Menschen getötet wurden. Von 20.000 Toten sind die Namen bekannt. Die Nazi-Propaganda hatte rund 200.000 Tote geltend gemacht. (DeutschlandRadio Kultur – 17.3.2010)

30) ^  Aus einem Gespräch mit Wolfgang Bornstädt (Premnitz) vom 23.11.2010 ergibt sich: Nach der Übernachtung im Postbunker am Stettiner Bahnhof wurden die meisten Woldenberger nicht in die Hamburger Gegend gebracht, sondern mit einem Zug von Berlin ins westbrandenburgische Premnitz gefahren, wo sie am Nachmittag des 28.1.1945 eintrafen. Später erzählt man, daß das große Kunstseidewerk Premnitz neue Arbeitskräfte in Berlin ‚bestellt‘ haben soll.

31) ^  Mehr als die Hälfte der polnischen Gefangenen (etwa 4.000) wurden bereits etwas nördlich von Berlinchen bei den Dörfern Deetz und Schönow von der Roten Armee befreit. Nur 2 der 6 Bataillone erreichten nach einem wochenlangen Marsch die Gegend von Hamburg, wo sie auf andere Lager verteilt wurden. [Ausführlicher Bericht]


Hinweise auf andere Flucht-Geschichten


Inzwischen gibt es eine Reihe von anderen Beschreibungen über die Flucht aus Woldenberg Ende Januar 1945. Im folgenden werden dazu einige Links angegeben:



Woldenberger Fluchtberichte von 1945:
[Brauer I]  [Brauer II]  [Brauer III]
[Flucht mit der Eisenbahn]
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