Woldenberg (Neumark)   —  Das Gehege khd
Stand:  10.11.2013   (24. Ed.)  –  File: WBG/St/Woldenberger_Gehege.html



Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

      Stellwerk
^   Das Stellwerk – Entree auch zum Gehege.
Die Woldenberger liebten ihren kleinen Stadtwald, den sie liebevoll „Das Gehege“ nannten. Das Wäldchen begann gleich am Bahnübergang an der Friedeberger Chaussee, wo das Stellwerk stand. Es reichte bis zum „Waldschlößchen“ — einem Restaurant — an dieser Chaussee nach Lauchstädt.

Und obwohl das gesamte Gehege nur etwa 60 Hektar groß war, gab es dort reichlich Nadel- und Laub-Bäume sowie Pilze und Beeren. Sogar Platz für Aktivitäten von Sportlern und Schützen hatten die Woldenberger in ihr Wäldchen integriert. Aber hinterm Gehege gab es auch militärische Geheimnisse, die noch heute (2012) zu sehen sind.

Leider sind nur wenige Fotos aus diesem Gehege überliefert. Diese bislang an verschiedenen Stellen präsentierten Bilder sollen auf dieser Web-Seite zusammengefaßt werden. Auch wird ein Blick ins heutige Dobiegniew getan. [
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I n d e x : 

Woldenberg — Das Gehege


Woldenberg/Nm -- Plan des Geheges von um 1930
^   Das Woldenberger Gehege um 1930. Die schräg durchlaufende Straße ist die Friedeberger Chaussee. Im Gehege lag der Sportplatz und das Schützenhaus. Das Wäldchen existiert auch noch heute in Dobiegniew.
Bu = Bunker und andere Wehrmachts-Relikte, G = Vermutete Massengräber deutscher Soldaten *, = Güterbahnhof, K = Kaisereiche, L = Kriegsgefangenenlager, S = Senke, Sk = Sandkuhle, Tg = Tannengrund, WB = I. Ergänzungs--Bataillon der Wehrmacht.   (Grafik: 2012 – khd-research)


Woldenberg — Das Gehege in Bildern


Woldenberg -- Promenade am Gehege
^   Woldenberg – Die Promenade, die an der Friedeberger Chaussee (rechts) entlang des Geheges verlief. Der Blick geht in Richtung Bahnübergang.  (Repro: 2006 – bredwolf-File0103)


Woldenberg -- Waldschlößchen
^   Woldenberg – Das Waldschlößchen an der Friedeberger Chaussee. Das war ein beliebtes Ausflugslokal. Das Haus existiert noch heute in Dobiegniew. [Neues Foto]   (Repro: 2009 – khd)


Woldenberg -- Sportplatz im Gehege
^   Der 1912 eröffnete Sportplatz im Woldenberger Gehege um 1933. In der ‚Holzhütte‘ befanden sich die Umkleidekabinen für die Sportler. Auf der ‚Empore‘ konnten Stadt-Honoratioren oder andere VIPs Platz nehmen, um den Fußballspielen regengeschützt zuzuschauen.   (Repro: 2006 – khd)

Woldenberg -- Sportplatz im Gehege
^   Woldenberg/Nm – Sportplatz im Gehege.  (Repro: 2006 – bredwolf-File0118)

Woldenberg -- Findling im Gehege
^   Die kleine Sehenswürdigkeit – Der Findling an der Kaisereiche im Birkenwäldchen des Woldenberger Geheges. [Lage des Waldes]   (Repro: 2006 – bredwolf-File0104)


Dobiegniew — Zum Gehege heute


      Leider gibt es kein altes Foto vom Zugang zum Gehege am Bahnübergang. Aber das macht nichts, denn allzuviel hat sich dort nicht verändert. Gleich hinterm Stellwerk geht’s rechts noch immer in den Woldenberger Wald.

Dobiegniew -- Stellwerk am Bahnübergang
^   Dobiegniew – Gleich hinter dem alten Stellwerk am Bahnübergang beginnt rechts der Weg ins Gehege und zum Sportplatz.   (Foto: 6.4.2012 – g.stach-235)

      Am Eingang grüßen noch immer die märkischen Kiefern. Und so gibt es hier ein Foto von 2012, wie es dort aussieht. Gewiß die Bäume sind gewachsen, und diesen Zaun gab’s wohl vor 1945 auch noch nicht.

Dobiegniew -- Eingang zum Gehege
^   Dobiegniew – Das ist der Hauptzugang zum Gehege, wenn man von der Stadt über den Bahnübergng kommt. Die frühere Friedeberger Chaussee ist heute asphaltiert und offensichtlich auch der Weg, der zum Sportplatz im Wald führt.   (Foto: 6.4.2012 – g.stach-241)

Dobiegniew -- Sportanlagen beim Gehege
^   Dobiegniew – Blick auf die neuangelegten Sportanlagen am Rande des Geheges. Schon in Woldenberg gab’s hier einen Tennisplatz.   (Foto: 8.4.2012 – g.stach-292)

Dobiegniew -- Sportanlagen beim Gehege      
^   Dobiegniew – Sportanlagen beim Gehege, sogar mit Platz zum Skaten.   (Foto: 8.4.2012 – g.stach-296)
Dobiegniew -- Neue Sporthalle
^   Dobiegniew – Neue Sporthalle am Gehege.   (Foto: 1.4.2012 – g.stach-369)

Dobiegniew -- Früheres Waldschlößchen
^   Dobiegniew – Es gibt es noch — das „Waldschlößchen“ hinterm Gehege, auch wenn es heute kein Lokal mehr ist. Für den Hunger und Durst gibt’s heute am Gehege-Eingang einen Imbiß. [Altes Foto]   (Foto: 6.4.2012 – g.stach-243)


Dobiegniew — Woldenberger Relikte


      Hinterm Gehege versteckt gibt es einige militärische Bauten wie Bunker und Palisaden. Unklar ist, wann diese gebaut worden sind. Aber vermutlich war das ab 1934, als hinterm Gehege das Wehrmachts-Lager für das I. Ergänzungs-Bataillon (auch Ersatz-Bataillon genannt) eingerichtet wurde, um hier die Jahrgänge ohne militärische Ausbildung mit einem zweimonatigen Training auf den Krieg vorzubereiten. Warum gerade an dieser Stelle auch Bunker entstanden, ist aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar. Vielleicht weiß ja ein/e Leser/in mehr dazu.

      Diese Militär-Bauten sind noch heute in Dobiegniew vorhanden. Sie wurden nach 1945 nicht abgerissen. Mit einigen Fotos, die Anfang April 2012 entstanden, soll das belegt werden.

Dobiegniew -- Übungsplatzreste am Gehegerand
^   Dobiegniew – Reste des Woldenberger Militär-Übungsplatzes am Rande des Geheges.   (Foto: 4.2012 – g.stach-338)

Dobiegniew -- Palisaden-Hügel      
^   Dobiegniew – Ein Palisaden-Hügel aus Woldenberger Zeiten.   (Foto: 4.2012 – g.stach-354)
Dobiegniew -- Bunker-Eingang
^   Dobiegniew – Ein Bunker-Eingang aus Woldenberger Zeiten.   (Foto: 4.2012 – g.stach-340)

      Waren das Luftschutzbunker? Vielleicht für das Militär des Woldenberger Bataillons? Aber im gesamten II. Weltkrieg fiel in Woldenberg nur eine einzige Bombe. Sie detonierte Ende 1944 beim Faulen See auf einem Feld, wie sich Wolfgang Bedereck
2007 im Gästebuch erinnerte.

Dobiegniew -- Noch ein Bunker      
Dobiegniew -- Merkwürdige Woldenberger Höhlen
^   Dobiegniew – Wofür waren denn diese merkwürdigen Höhlen aus Woldenberger Zeiten gedacht?   (Foto: 4.2012 – g.stach-334)


<   Dobiegniew – Noch ein Bunker aus Woldenberger Zeiten. Es soll dort bei der Nordwestecke des Geheges noch 5 Bunker geben.   (Foto: 4.2012 – g.stach-345)

Dobiegniew -- Löcher in Bunkerwand      
Dobiegniew -- Lage dieser Bunker-Halle
^   Dobiegniew – Lage dieser Bunker-Halle mit den beiden ‚Höhlen‘ am Gehege (links). Vielleicht war diese Halle zum Abstellen von Panzern vorgesehen?   (Foto: 4.2012 – g.stach-352)


<   Dobiegniew – Merkwürdige Löcher in der Bunkerwand. Vielleicht wollte man ihn ja schon mal sprengen?   (Foto: 4.2012 – g.stach-347)


      Im Sommer 2013 wurde bei der Dobiegniewer Stadtverwaltung angefragt: Warum wurden bislang die Wehrmachts-Relikte hinterm Gehege nicht beseitigt und das Gelände wieder landwirtschaftlicher Nutzung zugeführt?

      Dobiegniews
Ortschronist Norbert Gierlowski antworte: „Die Bunker am Gehege wurden zeitweise von Polskpolen als Lager für Agrarprodukte gebraucht. Zur Zeit gehört das Gebiet der Oberförsterei Glusko [Steinbusch], die keine Verwendung für sie hat. Die Beseitigung würde zu hohe Kosten verursachen.“




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