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Marktportal der Woldenberger Marien- Kirche.
[Foto von 2005]
(Repro: 2007 khd) |
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Übrigens, dieses Krieger-Denkmal zog bereits zu Woldenberger Zeiten vom Marktplatz auf die Ecke
beim Kirchturm um. Auf diesem
Kirchen-Foto aus den vermutlich 1920er-Jahren geht das hervor. Warum das geschah,
ist derzeit nicht bekannt. An dieser Stelle befindet sich das Denkmal noch
heute in Dobiegniew.
Frankreich-Krieg 1870/71:
Beim diesem Krieg handelt es sich um den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, dessen Ergebnis letztendlich zur
Einigung Deutschlands führte. Und genau im Bemühen des Reichskanzlers von Bismarck, Deutschland
zu einen, hatte dieser Krieg auch seinen Ursprung. Frankreich sah das damals unter Napoleon III als
massive Bedrohung der eigenen Vormachtstellung an und erklärte Preußen am 19.7.1870 aus
nichtigem Anlaß (Emser Depesche) den Krieg.
Preußen bzw. Deutschland gewann diesen Krieg und am 18.1.1871 konnte das 2. Deutsche Reich
gegründet werden. In Deutschland begann die Gründerzeit mit einem Boom der Wirtschaft. Aber
alles endete 1914 im Chaos des
1. Weltkriegs. |
Es verwundert schon etwas, daß bislang keine alten Fotos von einem Marktgeschehen auf dem
Woldenberger Marktplatz aufgetaucht sind. Ansich ist so ein Geschehen ein beliebtes Motiv für
Ansichtskarten. Es mag aber daran liegen, daß in Woldenberg nur selten Märkte
veranstaltet wurden, wie bereits
im Forum berichtet wurde:
Offensichtlich gab es einen wöchentlichen Markt nicht. Nach den Angaben in den
Marktkalendern, die in den alten »
Heimatkalendern für den Kreis Friedeberg« im Anhang zu finden sind, gab
es im Jahr nur 4 Viehmärkte (Februar, Mai, September und November) und außerdem im August
einen Pferdemarkt.
Am Tag nach dem Viehmarkt fand dann in Woldenberg immer ein »Krammarkt« statt. Zumindest
war das 1923 so. Ob das in den Kriegsjahren (19391945) auch noch so war, ist unklar. Auch in
den Städten Driesen und Friedeberg gab es damals keine Wochenmärkte.
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Woldenberg Das Linden-Café am Markt Nr. 6. Es lag gleich neben dem
Woldenberger Rathaus (Am
Markt Nr. 7).
(Repro: 2010 khd)
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Das Linden-Café lag gleich links neben dem Rathaus. Sicher gibt es schon deshalb viele
Geschichtchen über diese Restauration (wie es im
Adreßbuch heißt). Wieviel
(politische) Entscheidungen mögen die Woldenberger Ratsherren hier beim guten Essen und Trinken
getroffen haben. Aber niemand hat das je aufgeschrieben . . .