Woldenberg (Neumark)   —  Dies & Das – Teil 10 khd
Stand:  22.7.2013   (24. Ed.)  –  File: WBG/Ex/Woldenberg_Dies&Das_10.html



Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  W o l d e n b e r g
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freien Enzyklopädie.
 
Auf den „Dies & Das“-Seiten sind kleine Geschichten, Berichte und Fakten aus der Geschichte der Kleinstadt Woldenberg sowie der Neumark dokumentiert. Sie stammen aus verschiedenen Quellen, die jeweils angegeben sind. [Translation-Service]

I n d e x :


Woldenberg — Alte Woldenberger Orts- und Flurnamen II


Von Woldenberger Orts- und Flurbezeichnungen und noch so manchem andern

Teil II: Von Woldenberger Feldern und Straßen / [Zum Teil I]

Gefunden in: Rau-Sammlung (Seite 69–71). Der folgende Artikel stammt aus dem Jahr 1925. Publiziert wurde er in den „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Neumark“ vom Juli 1925. Der Autor ist der Woldenberger Heimatforscher Heinz Meydam.


      Ausgang des 30-jährigen Krieges hatte Woldenberg nicht ganz 1000 Einwohner gegen 1300 im Jahre 1600. Die Stadt war von der mit Türmen versehenen Mauer umgeben, die zum Teil recht schadhaft war. Im Osten floß das „Mühlenfließ“. Im Süden und Westen zog sich vom „Zoten“ (Zobten)-Berge an, noch heute teilweise deutlich erkennbar, ein tiefer Graben durch die Gärten an der Wallstraße, am Rittergute, am Storchnestturm und am hohen Tor vorbei und mündete in die Niederung am Wasser.

      Im Norden lag der große See. Dahinter dehnte sich rings das „Woldenbergsche Feld“, für die Bewirtschaftung in 3 Teile geteilt: 1) Das „hohe Feld“, auch damals schon manchmal „Plan“ genannt, vom Klosterfelder Wege an um den Großen- und Linko-See herum bis zum Grapower Wege, 2) von dort bis zum Mehrenthiner Fließe das „Kietzfeld“ und 3) das „Schlanowsche Feld“ mit dem „Wutziger Felde“.

      Die Hufen lagen in allen drei Feldern im Gemenge mit wenigen Ausnahmen. So lagen die 4 Pfarrhufen, auch „Kastenhufen“ genannt, zusammen im hohen Felde (Kirchenplan). Der Hufenschlag wurde durchbrochen von „Wöhrländern“ [Ed: das sind erhöhte Plätze in nassem Gebiet], deren Größe man nach Schwadenbreite berechnete (1 Schwaden = 1/2 Rute), „Bergen“, „Rücken“, „Strepel- und Endichen-Landes“, von „Sanden“, „Sträuchern“, „Brüchern“, „Gärten“, „Fenns“, „Wiesen“, „Fließen“, „Seen“, „Dümpel“, „Springen“ und „Riggen“.

      In der Mitte der Stadt war der Markt. Auf ihm stand das Rathaus, auf derselben Straße wie heute. 1618 war die Stadt abgebrannt, 1641 brannte sie von neuem. Kirche, Schule und andere öffentliche Gebäude fielen dem Brande ganz oder teilweise zum Raube. Um 1650 standen nur die Ueberreste des Rathauses da. Der Rat hielt seine Sitzungen in der Niedertorbude, dann im Schulhause ab.

      Erst 1703 begann man es von Holz mit einem Turme aufzubauen, aber so schlecht, daß der Turm bald wieder abgenommen werden mußte und durchgreifende Neuerungen nötig wurden. Die Apotheke, das Raske’sche Haus und die Oberpfarre fehlten. Der Markt zog sich also weiter östlich bis zur Ostseite der heutigen „alten Marktstraße“.

      Dafür trat aber der Kirchhof, der noch seinem alten Zwecke als Begräbnisplatz diente, weiter in den Markt bis mindestens zum Denkmal hinein. Auf dem Kirchhofe stand die Kirche. In der kleinen Kirche fanden noch Beisetzungen statt. Die große Kirche war, wie wir sahen, 1641 mit dem Turme ausgebrannt. Erst 1662 wurde sie „mit großer Mühe und schweren Unkosten“ unters Dach gebracht. Der Chronist dankt Gott, daß bei dem Bau kein Mensch beschädigt wurde. Der Maurermeister erhielt von der Kirche für seine Arbeit 17 Thaler. Nach heutigem Werte das 10-15 fache.

      Der Turm konnte nicht ausgebaut werden, doch erhielt er allmählich eine Haube von Holz und Steinen gedeckt. Drei Glocken wurden in ihm aufgehängt und 1717 erhielt er eine Uhr, die die Viertel- und ganzen Stunden schlug und die 1737 noch verbessert wurde. Der heutige Turm ist allen hübschen Geschichten zum Trotz in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts begonnen und 1859 vollendet.

      An der Mauer zog sich die Mauergasse entlang. Durch die Stadt liefen von Osten nach Westen:

1) Die „Junkerstraße“, auch „Hinter“-, „breite Hinter“- und „Achter-Straße“ genannt. Von ihr führte ein Gäßchen zur Mauer. Am Westende der Straße lag das „große Burglehn“, auch damals schon häufig „Rittergut“ genannt. Zu ihm gehörten 8 Hufen und mancherlei sonstige Ländereien. Am Ostende lag, heute Nr. 22, das „mittlere Burglehn“. Zu ihm gehörten nur 2 Hufen und einige Beiländer;

2) die „Mühlenstraße oder „Mühlengasse“ oder „Schulstraße“. In ihr lag auf derselben Stelle wie heute die Schule, aber in Trümmern. 1677 beschloß die Bürgerschaft den Bau einer neuen Schule. Sehr gut scheint der Bau nicht ausgefallen zu sein, da 1733 ein „schönes neues Schulgebäude“ aufgeführt wurde. *)

Wann Woldenberg eine Schule erhalten hat, weiß ich nicht. 1506 wird eines Schulmeisters gedacht. Ein Ehepaar nämlich stiftete eine Summe, damit an allen heiligen Tagen die „St. Johannes“ Glocke geläutet wird. Dafür soll der Küster oder Schulmeister eine kleine Rente erhalten. 1548 wird bei einem Erbvergleich zwischen Peter Jädicke und seiner Schwester der Schulmeister Clawes Lubto als Zeuge angeführt. Der erste bekannte Rektor ist Daniel Palenius, der 1639 Diakonus und später Oberpfarrer wurde. Um das Jahr 1650 ist David Grubenius Rektor;

3) die „Kirchstraße“;

4) die „Richtstraße“ oder „lange Richtgasse“. Sie führte vom Niedertor zum Hohentore. An jedem Ende stand eine Torbude;

5) die „Alte Straße“. An ihrem Ostende an der Ecke mit der heutigen Brauhausstraße lag das „kleine Burglehn“. Dieses hatte keine Hufen, nur andere Landereien. 1772 kaufte es der Besitzer des großen Burglehns Georg Enderwitz und 1789 wurde es ganz mit dem Rittergut vereinigt.

      Außer diesen Straßen wurden noch erwähnt die „Mittel“-, die „Markt“- und die „Querstraße“. Ueber ihre Lage kann ich nichts angeben. Um 1730 werden als Straßen genannt: 1. die Hinterstraße, 2. die Mühlenstraße, 3. die Kirchstraße, 4. die Haupt- oder Richtstraße, 5. die Neue- und drei Mittelstraßen.

      Am Ausgang des 18. Jahrhunderts werden in einem Kirchenbuche als Straßen aufgeführt: 1. Die „Hinterstraße“, in welcher zwei Burglehen sind, 2. die „Schulstraße“, 3. die „Moenchenstraße“, 4. die „Richtstraße“, 5. die „alte Straße“. **)

      Die Nebenstraßen sind: 1. Die „kleine Kirchstraße“, in welcher das Diakonatshaus steht, 2. die „Braustraße“ von dem Ackersmann Wegener bey dem Stadtbrunnen wohnenden bis nach dem Brauhause. Später hieß die Schulstraße eine Zeitlang „Scharrenstraße“.

      Die Straßen werden um 1650 eine andere Flucht gehabt und die Richtstraße südlicher gelegen haben, denn die Lage eines Hauses in ihr wird als „hart am Kirchhofe“ bezeichnet. Die heutige Fluchtlinie haben sie erst nach dem großen Brande von 1710 erhalten. Die Straßen waren enger und ungepflastert. Der Mist lag auf ihnen und die Schweine fühlten sich in ihrem Kote.

      Erst viele Jahre später gelang es dem großen Kurfürsten zum größten Unwillen der Berliner Bürger, die Schweine von den Straßen Berlins zu entfernen. Bei uns wird das noch länger gedauert haben. Hie und da stand in einer Straßenecke ein Ziehbrunnen. Gegen 1730 waren es sieben. Einer hatte den Namen „hoher Brunnen“. 1662 wurde der „Marktbrunnen“ wieder aufgegraben, in Stand gesetzt und mit zwei Eimern versehen. Ueber der Wasserkiste wurde ein Häuschen von acht eichenen Säulen errichtet.

      Die Häuser standen mit dem Giebel nach der Straße zu. An sie schloß sich der Hof mit den Vieh- und Gerätestellen und häufig auch ein Hintergarten. Wo weniger Platz war, befand sich der Hof oder auch nur ein Speicher vor der Stadt-Mauer. Die teuersten Häuser hatten der Bürgermeister und Tuchmacher Madewitz und der Pfarrer Palenius. Ihr Wert war 500 und 450 Gulden. Das Haus des Oberpfarrers Sellius kostete 350 Gulden. Alle drei lagen in der Richtstraße.

      Nicht immer waren die Woldenberger Pfarrer so wohlhabend. 1584 war hier ein Pfarrer Georgius Ingolstatius. Der hatte vom Arnswalder Kaplan Joachim Conrad ein Darlehn von 10 Thalern und von einem Arnswalder Ratsverwandten ein solches von 1 Thaler erhalten. Das erstere wollte er mit Büchern zurückerstatten, ist aber darin „säumig geworden“ und gibt nun sein Haus am Kirchhofe zum Unterpfande.

      Wir sehen aber hieraus auch, daß damals die Woldenberger Pfarrer noch nicht in Amtshäusern wohnten. Erst am 15. März 1700 verkaufte der hiesige Diakonus Dibbelius sein Haus „an der Ecke beim Kirchhofe“ an die Stadt für 160 Thaler zum „Kaplanshause“. Wann die Oberpfarre Amtshaus geworden ist, weiß ich nicht. An der Mauer standen meistens nur kleine Häuser — „Häuschen oder Buden“ — ohne Hof. Manchmal waren sie kaum 8 Gulden wert.


*) Wie mir mitgeteilt wurde, soll vor ungefähr 150 Jahren eine Schule an der Ecke des Marktes und der SchulstraBe gestanden haben. Vielleicht die „Jungfern-Schule“.

**) Dir Namenswechsel ist ganz drollig: Ursprünglich alte, dann neue, dann alte, und heute wieder neue Straße.


Woldenberg — Alte Woldenberger Orts- und Flurnamen III


Von Woldenberger Orts- und Flurbezeichnungen und noch so manchem andern

Teil III: Ein Rundgang um Woldenberg herum / [Zum Teil I] / [Zum Teil II]

Gefunden in: Rau-Sammlung (Seite 71–74). Der folgende Artikel stammt wohl auch aus dem Jahr 1925. Publiziert wurde er in den „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Neumark“. Der Autor ist der Woldenberger Heimatforscher Heinz Meydam. Teile dieses Artikels hat der Autor auch in dem bereits als Teil I dokumentierten Zeitungsartikel publiziert.


      Zwischen den beiden Grapow-Seen liegt das „große Fichtenfenn“, an das sich das „Grapowfenn“ anschließt, am kleinen Grapowsee der „Schief- und der „Schlippwerder“, südlich des Sees das „Masurbruch“, das „Seebruch“ und südöstlich davon das „Schlippsche Fenn“.

      Nun sind wir an dem Grapower Wege, „der alten Poststraße nach Hochzeit“. An ihr stadtwärts liegen „das kleine Windbruch“ und „Amtmanns Fenn“. Ungefähr 1 km vorm „Niedertore zweigt sich vom Grapower Wege der „Tegelkofer Weg“ ab. Der Name ist noch nicht zu alt, und doch weiß man nicht, woher er kommt. An dem Wege soll ein Ziegelofen gestanden haben, dessen letzter Besitzer Kook hieß. Ist der Name nun vererbt aus „Tegelofen-Weg“ oder aus „Tegler-Kooks-Weg“?

      Dieser Weg führt genau zum sagenumklärten „Diebelsee“ [Teufels-See], dessen Bruch sich, mit Eichen bestanden, südöstlich bis zur Mehrenthiner Grenze zog. Oestlich des Sees sind die „Achtrutenkaveln“ mit dem „kleinen und großen Poßfenn“ und dem „kleinen und großen Bärenbruch“. Am Diebelsee überschreitet der Tegelkofer Weg im rechten Winkel bei einem Bahnwärterhaus die Eisenbahn, hart südlich welcher der „Quast“ *) liegt, und führt zur Kietzbrücke über das Mehrenthiner Fließ, die Feldmarksgrenze.

Woldenberg/Nm -- Kietzfeld im Südosten um 1934
^   Woldenberg/Nm – Das Kietzfeld im Südosten der Stadt. Seit 1846/47 wird es von der Eisenbahnstrecke nach Kreuz durchschnitten. Die Karte ist ein Ausschnitt aus dem amtlichen Meßtischblatt Nr. 3060 von 1934. Die Kietzbrücke liegt außerhalb, weiter unten rechts. [Vergrößerter Ausschnitt] (3,2 MByte)   (Grafik: 2011 – khd)

      Fließaufwärts liegt „die große Wiese“ und etwas weiter, „der Papenwinkel“, der „Papen-See“ liegt zwischen dem Gr. Wusterwitz-See und dem Wege nach Krügergrund. Fließabwärts schlossen sich eine Menge Woldenberger Wiesen an, darunter die „Bullenwiese“ und schon an der Grapower Grenze die „Pfarrwiese“. Auch im „großen Ort“ am Krossinfließe, wo unter anderen auch „die Jungfernwiese“ war, im „Lenzenbruche“ und selbst an der Drage lagen etliche Hauswiesen.

      Von der Kietzbrücke führt der Mehrenthin’sche Weg zur Stadt. Halbwegs der Brücke und des jetzigen
Bayershof befindet sich zur rechten Hand die „Rohrwiese“. Dann überschreitet die Straße das „klingende Fließ“ und gabelt sich nach der Neumühle, deren Eigentümer der Kurfürst war. Zu ihrem Besitz gehört der „rote Graben“, ein Stück Land von ungefähr 400 Morgen, in dem aber auch Wiesen lagen, die gelegentlich vom Fließe „durchgerissen“ wurden.

      Nicht weit davon liegt die „Papiermühle“, mit der viel später die „Walkmühle“ vereinigt wurde. Die erstere gehörte dem Rate und wurde 1702 verkauft, um Geld fiir den Rathausbau **) zu gewinnen. In ihrer Umgebung werden Wöhrländer, Gärten, eine wüste Hofstelle und „der Sand ober der Papiermühle“ erwähnt. Der Mehrenthiner Weg läuft dann am „Ziegelberge“ vorbei, läßt auch damals schon bald dahinter den Fußsteig nach der Papiermühle abzweigen und mündet am heutigen „Magazinberge“, auf dem der „Fußexerzier- oder der Trockenplatz“ liegt, zwischen den Scheunen in den Wolgaster Steindamm.

      An dieser Stelle zweigt sich auch nach Süden „die Mühlengasse“ ab, zwischen Gärten und Ackerland hindurch. Ein Stück Land lag zwischen dem „Dümpel“ und dem Stein am Mühlenwerder’schen Wege“. Hier lag auch die alte „Walk- und Lohmühle“. Sie gehörte dem Rate und wurde von den Schustern und Tuchmachern umschichtig einen Tag um den andern benutzt. Dafür bezahlte jedes Gewerk jährlich 2 Gulden Pacht zur Unterhaltung des Rathauses.

      Dicht dabei auf dem „Mühlenwerder“ lag die „Mühle vor Woldenberg“. Sie hatte zwei Mahlgänge, und ihr Wert betrug 1700 Gulden ohne Wohnhaus und Ländereien. Ihr Eigentümer war damals der Erbmüller Jädicke. Später wurde mit ihr eine Schneidemühle vereinigt, aber wohl nicht vor 1661, da sie in einem damaligen Erbvergleich nicht erwähnt wird. Bei ihr vorbei führte die Mühlengasse durch das Mühlentor in die Stadt. Hinter der Mühle lag der „Mühlenberg“, der jetzige „Eberberg“. Er gehörte nicht zur Mühle, sondern war in Bürgerhänden.

      An der Süd- und Westseite der Stadt zog sich am Graben entlang vom Fließe bis zum hohen Tore „der Rosengarten“. Woher sein Name kommt, ob er einen Zusammenhang mit dem Woldenberger Wappen, das ja eine rote Rose im silbernen Felde zeigt, hat, ja ob er überhaupt zur Zucht von Rosen gedient hat? Ich weiß es nicht. Jedenfalls trug er zu Ausgang des 30jährigen Krieges nur wenige Rosen in einzelnen Gärten, sonst hauptsächlich Feldfrüchte; die Frauen breiteten auf der „Bleichstätte“ ihr Linnen aus, und ab und zu wurde eine Leiche in ihm verscharrt.

      Noch 1700 begrub eine Spinnerin heimlich ohne Erlaubnis der Kirche hier ihr uneheliches Kind, und 1714 ließ ein Mann seinen Halbbruder „ohne Gesang und Geklang“ heimlich vorlängst der Mauer auf einer Mistbörge zum Tore hinaustragen. Die Rosengasse, die nach 1710 entstand, ist die Erinnerung an ihn. Rosengassen gibt es auch in anderen märkischen Städten. Aber da dienen sie nicht dem Gedächtnis eines Rosengartens, sondern liegen innerhalb der Tore dicht an der Mauer. In ihnen wohnten die Dirnen, die „an der Unehre saßen“, und der Büttel hatte die Aufsicht über sie.

      Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ein Teil des Rosengartens zum Friedhofe geweiht. Jetzt ist er es ganz. Manchem Herzen mag es ein Trost sein, zu wissen, daß seine Lieben in einem Rosengarten ruhen.Trat man aus dem hohen Tore heraus, so überschritt man auf der „hohen Tor-Brücke“ den Graben. Rechter Hand lag eine Lehmkuhle, umgeben von Gärten, die nach dem Wasser zu wahrscheinlich in das „Ellerbruch“ übergingen. Zur linken Hand lag das Hospital, die ehemalige St. Georgskapelle, aber wohl etwas weiter westlich, als das jetzige 1731 erbaute.

      Auf dem heutigen Kastanienplatz und weiter westlich und südwestlich lagen Scheunen und Gärten, und vor dem ältesten Friedhofsteile die „Sandscholle“. Hier zweigte sich der Schlanower vom Lauchstädter Wege ab am Rosengarten vorbei. Am Schlanower Wege stand, wo weiß ich nicht, eine Schneidemühle, wenigstens von 1542 – 1580. Zur rechten Hand des Weges in Höhe der Papiermühle liegt die „kalte Grund“, gegenüber das „Rohr“, etwas weiter auf der linken Hand nach der Neumühle zu „die hohle Grund“.

      An der Lauchstädter Straße zog sich an Stelle des heutigen Geheges die „Freiheit“ oder der „Anger“ als Weide entlang. Freiheit hieß ursprünglich wohl alles Land, das nicht den Bürgern, sondern der Stadt gehörte. Ein Teil nach der Rohrsdorferstraße zu wurde später Exerzierplatz [Ed: und noch später (1940) ein Kriegsgefangenenlager — das „OfLag IIC“]. An der Südostseite des Geheges läuft „Haase’s Trift“. Südöstlich des „faulen Sees“ und der Kunststraße nach Lauchstädt nach der Rohrsdorferstraße zu, sind die „Tanger-Kaveln“, am Krügergrunder Weg ist der „Mitteltanger“.

      Das Gelände zwischen „faulem See“ und Wutziger Weg nehmen die „drei Ruten-Stücke“ mit dem „drei Ruten-Berg“ ein. Sonst lag vorm hohen Tore noch „der große Pfuhl“. Am Wutziger Wege zum Bahnhof hinauf geht der „Galgenberg“. Nach der Stadt zu nördlich des ersteren sind die „Hospitalrücken“.

      Der Postberg wurde „Klosterfelder Steindamm“ genannt. Auf „der Klosterfelder“, oder später auch „weißen Brücke“ genannt, überschritt er das Fließ, von diesem, das statt der heutigen Rittergutswiesen den „Platz-See“ bildete, bis zur „Kiebitz-Brücke“ westlich begleitet. Zwischen ihr und der „Kiebitz-Mühle“ fließen das „breite“ und „Selzow-Fließ“ zusammen. Dicht dabei ist ein Bergrücken: der „Spulenort“.

      Das breite Fließ wird bis zu seinem Ausflusse aus dem „Wutziger See“ von den „breiten Wiesen“ begleitet. In ihnen liegt „Dömpners“ — jetzt „Domkes Werder“. Im Süden grenzt an sie die „Kappe“, südlich der der „Schützensee“ liegt. Seinen Namen habe ich in den alten Akten nie gefunden. Wahrscheinlich hat der See ihn erst bei Wiederaufbau der Gilde zur Zeit des zweiten schlesischen Krieges erhalten. Nördlich grenzt an die Wiesen die „Mönchsheide“.

      Oestlich des Klosterfelder Weges an der Feldmarks-Grenze liegen: „Das hohe Bruch“, „die Klatten Rigge“ und „die Lämmerdorf’schen Brüche“, und in dem Winkel, den der eben genannte und der Gramsfelder Weg bilden, „die Strauchkaveln“. In der Nähe des Gramsfelder Parkes ist ein Spring, der noch in geringem Maße die Eigenschaften eines wirklichen Springs bewahrt hat und dabei ein leises Blubbern hören laßt, wenigstens manchmal. Er heißt der „Blubber-Spring“.

      Oestlich an Gramsfelder Gebiet stößt der Kirchenplan mit verschiedenen Fenns (Sumpf, Moorland). Der Schlage See läuft westlich aus in die „kalte Kuhle“. Herr Uhler hat den „Ochsenort“ gepachtet. In dem Winkel, den der Weg zu den Ausbauten (Ziegeleien) mit dem Wolgaster Wege bildet, liegt die „Scheffel-Rigge“. Sie geht westlich in die „Sauwinkel’sche Rigge“ über, die an den großen See stößt und mit dem „Linkow-Fenn“ Verbindung hat. Nördlich des Linkow-Fenns und -Sees liegen die „Scheffel-Stücke“, an die östlich die „Schiefe-Kaveln“ mit dem „großen und kleinen Barschpfuhl“ stoßen.

      Den Winkel, den der Lämmersdorfer und der Wolgaster Weg bilden, nannte man „den kleinen Klaterpott“, und am Ostausgang des versumpften Selzow-Sees liegen der „Eller-Klaterpott“ und der „Klabenpott“. Südöstlich des „kleinen Klaterpotts“ springt eine Halbinsel in den See vor, von der man einen herrlichen Blick auf Woldenberg hat. Es ist der „Kienort“.

      Geht man die alte Lämmersdorfer Straße nach der Stadt zu, dann liegt zur rechten Hand südlich der Glambeck-Fichten, hart am Wege, „die Buttergrund“. Von ihr plätscherte noch vor 40 – 30 Jahren ein klares Rinnsal, an dem sich die Woldenberger Jungen ihre Mühlen bauten, durch den Bergabhang zum See. Jetzt ist es durch das Drain-Rohr gefangen. Nicht weit von seinem Ausflusse stadtwärts und nicht weit seeeinwärts liegt eine längere Untiefe im See, „der Zanderberg“.

      Dicht vorm Scheitelpunkt der Klosterfelder- und Lämmersdorferstraße stand an der letzteren „das Jungfernkreuz“. Weshalb und wann mag es errichtet, wann verschwunden sein? In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wird es noch als Ortsbezeichnung genannt. Ihm ungefähr gegenüber lag „der Ratsteich“ auf der anderen Seite der Straße und nördlich von diesem bis zum Feldweg an den Mühlen „der Upstall“. In und an dem Winkel, den das Selzow-Fließ macht, liegt der „Militzwinkel“ und am Südrande des Sees die „Berge am Selzow“.

      Oestlich an den Militzwinkel anstoßend, vielleicht auch noch in ihm, besitzt Herr Aulich eine Wiese. Bei der Entwässerung in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden hier eine Anzahl Pfosten und Balken gefunden, die auf einen alten Uebergang schließen ließen. Ob sich daraus der weitere Schluß ziehen läßt, daß das Fließ und demgemäß auch die Klosterfelder Straße einen anderen Lauf gehabt haben, vermag ich nicht zu sagen. An die Aulich’sche Wiese grenzt der „Hopfenort“, und an diesen der „Ochsenwerder“ zwischen Selzow-und Glambek-See.

      Als weitere Flurbezeichnungen sind mir aufgestoßen: „Der grüne Spring“, „das dröge Sieb“, in denen beiden Wiesen lagen, „der wilde Werder“, „der Lachsberg“, die beide zum Urbesitz des kleinen Burglehns gehörten, „der Riegeberg“, „das Speckbruch“, „der Westerbusch“ und die „Neuebrücke“. Ueber die Lage dieser Oertlichkeiten kann ich nichts angeben.

      Ich erhebe weder den Anspruch, ein lückenloses Verzeichnis der Flurnamen geliefert, noch die Lage der Orte immer ganz genau angegeben zu haben. In Akten und im Volksmunde mögen noch so manche Namen zu finden sein, von denen ich keine Ahnung habe, und das zweite ist ohne Karte sehr schwer, wenigstens mir. Dankbar wäre ich deshalb jedem, der mir mit seinem besseren Wissen helfen wollte.

      Sicher sind die Bezeichnungen nicht zu gleicher Zeit entstanden, und sicher haben manche Orte sie geändert. Eine große Anzahl sind dem Wissen unserer Zeit verloren gegangen. Einmal ist der Grund, der dem Orte seinen Namen gab, verschwunden. Dann aber steht der heutige Mensch seinem Besitze nicht mehr so gemütvoll nahe, wie unsere Altvorderen.

      Uns ist es meistens nur ein Wertgegenstand, den wir leichten Herzens aus der Hand geben, wenn wir verdienen können. Unsern Vätern war es ein Stück ihres Lebens, das ihnen ihr täglich Brot gab. Freudig zu begrüßen ist deshalb das Streben unseres Verschönerungsvereins, die alten Flurbezeichnungen der Vergessenheit zu entreißen, indem er Namenstafeln aufzustellen beginnt. Denn auch die Flur- und Ortsnamen sind ein Spiegelbild der Seele unserer Ahnen.


*) Wahrscheinlich ein früher mit Eichen bestandenes Bruch.

**) Für diesen war schon ein Grundstock gesammelt, in den z. B. auch das Kaufgeld für das Eigentum „verlaufener Leute“ floß, so 1700 für des verlaufenen Peter Pötters halbe Hufe „als ein verlaufen Guth“ 30 Taler. Der Käufer war der Nachtwächter und Bürger Peter Donicht, der dem Verlaufenen schon 14 Taler angezahlt hatte. Pötter konnte also noch nicht allzulange fort sein, und trotzdem war sein Eigentum schon dem Rate verfallen. Der Käufer zahlte 10 Taler am 9.1.1700 und 20 Taler am 3.3.1701, obwohl er die letzten 10 Taler erst 1702 zu zahlen brauchte. Er muß also, trotzdem er Nachtwächter war, ein wohlhabender Mann gewesen sein.


Woldenberg — Aus Zeitungen


Aus alten Zeitungen

Einige ausgewählte Meldungen aus der „Woldenberger Zeitung“.

Gefunden in: Rau-Sammlung (ab Seite 95). Unklar ist, wer die Meldungen wann zusammenstellte. Ausgewählt wurden nur solche Texte, die im Kontext dieses Portals besonders interessant waren.


5. März 1933:
Ergebnisse der Reichs- und Landtagswahl 1933 in Woldenberg:
  • 1. Nationals. Dt. Arbeiterp. (Hitlerbw.):   2483 (2010) Stimmen,
  • 2. Sozialdemokrat. Partei Deutschlands (SPD):   568 (646),
  • 3. Kommunistische Partei Deutschlands (KPD):   287 (444),
  • 4. Deutsche Zentrumspartei:   20 (34),
  • 5. Kampffront Schwarz-weiß-rot (DNVP):   421 (452),
  • 6. Deutsche Volkspartei:   24 (57),
  • 7. Christl.-sozialer Volksdienst (Ev. Bew.):   26 (30),
  • 8. Deutsche Staatspartei (DDP):   19 (46).
Zahlen in Klammern, Resultate der letzten Reichstagswahl. [Editor-2013: Die Summe ist: 3848 Stimmen. Hitlers NSDAP erhielt also rund 65 % der Stimmen].



30. März 1933:
Gestern abend wurden hier [in Woldenberg] 2 Kommunisten bei einem Fluchtversuch erschossen. In der Mordsache Speik wurden gestern bei 4 Kommunisten in Woldenberg- Abbau Haussuchungen durch die Hilfspolizei in Verbindung mit der
SS vorgenommen.

Die Kommunisten Toepper und Gehrmann nahm man in Schutzhaft, und sollten sie dem Amtsgericht in Woldenberg zugeführt werden. Trotzdem sie vorher verwarnt worden waren, liefen beide auf der Rohrsdorfer Chaussee in verschiedenen Richtungen davon. Von der Hilfspolizei wurden Schreckschüsse abgegeben. Auch Anrufe waren erfolglos, weshalb die Hilfsbeamten auf die Fliehenden schossen. Beide wurden tödlich getroffen.



27. September 1933:
Ausgrabungen aus vorgeschichtlicher Zeit fanden unter Leitung des Altertumsdenkmalpflegers des Kreises, Studiendirektor Dr. Müller, sowie im Beisein des Bürgermeisters Schultz, des Ortskulturwarts Pape und des Leiters der Heimatkundlichen Vereinigung Obst, statt. Die Fundstelle liegt unmittelbar an der Chaussee nach Hochzeit auf einem jetzt zur Hälfte abgetragenen Hügel, ca. 150 Meter östlich des Brauerschen Gehöftes [von den Brauers „Birkenhof“ genannt].

Sie förderte, wie vermutet wurde, Urnen oder andere Begräbnisstätten unserer Alten zwar nicht zu Tage, erbrachte aber durch Bloßlegen von drei Feuerstellen den Beweis, daß die Gegend, inmitten von Seen, schon in der Zeit ungefähr 1500 bis 800 Jahren vor Christi Geburt besiedelt war. Die aufgefundenen Holzkohlenstücke, wahrscheinlich aus Eichen stammend, und die Reste der Tongefaße wird Studiendirektor Dr. Müller dem Museum für Völkerkunde in Berlin behufs näherer Feststellung ihres Alters einsenden.



17. April 1935:
Unsere Störche sind wieder da! Gestern vormittag ließ sich endgültig ein Pärchen auf unserm „Storchennest“ nieder, nachdem vor einigen Tagen schon einmal ein Paar hoch über dem Nest seine Kreise gedreht hatte, dann aber doch weiter geflogen war.



2. November 1935:
Die Firma Hermann Kranich, Brunnenbaugeschäft und Wasserversorgung, beging gestern ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. Am 1. November 1910 übernahm der jetzige Inhaber, Hermann Kranich, von dem damals 72jährigen Brunnenbaumeister Wilhelm Dahms ein wenig bedeutendes Brunnenbaugeschäft. Mit frischer Tatkraft verstand es der junge Meister, das alte Geschäft zur neuen Blüte zu fuhren. Doch bald kam der Krieg und der Inhaber mußte als Reservist des Infanterieregiments 48 ins Feld ziehen. Während der ganzen Kriegszeit stand er an der Front.

Nach dem Kriege begann er sofort mit Umsicht und Fleiß das Geschäft auszubauen. Nach kurzer Blütezeit vernichtete die unselige Inflation, wie überall, das kaum begonnene Werk. In mühsamer Arbeit, unterstützt durch das Vertrauen seiner Kundschaft, gelang es ihm, sein Geschäft wieder zu festigen. Heute ist die Firma eine der bedeutendsten dieser Branche weit über Woldcnbergs Grenzen hinaus und gibt einer Reihe von Arbeitern lohnende Beschäftigung.



28. November 1935:
Trubel auf dem Weihnachtsmarkt. Welch ein Trubel gab der gestrige Weihnachtsmarkt. Schon lange sah man den Markt nicht mehr so gefüllt. In neun langen Reihen waren Buden aufgebaut, die noch seitwärts stehenden Autos mit Bettfedern usw. nicht mitgerechnet. Kaum blieb eine Ecke für den Ferkel-Markt. Ganz großstädtisch mutete dieses Leben dieses Tohuwabu an. Dem Angebot aber entspricht auch, und das ist die vorteilhafte Bilanz des Tages, die Käuferschaft.



19. August 1939:
Bau eines Wasserwerks geplant. Seit Jahren beschäftigt man sich schon mit dem Bau der Wasserleitung und Kanalisation. Bisher war es nicht möglich gewesen, diesen Plan auszuführen. Die erforderlichen Geldmittel, die die Stadt nicht selbst aufbringen kann, fehlten. Die Stadt ist nunmehr an die Provinzialbank Pommern herangetreten, ihr zur Durchführung des Wasserwerkplanes usw. ein langjähriges Darlehen von 260.000 RM zu gewähren, ebenso will die Stadt dort noch ein weiteres Darlehen von 10.000 RM für den Krankenhauserweiterungsbau aufnehmen.

Hoffentlich erhält die Stadt die Darlehen, damit endlich der Bau der Wasserleitung usw. in Angriff genommen werden kann. Das frühere Joseph'sche Grundstück hat die Stadt vor einiger Zeit erworben. Es soll dort das Elektrizitätswerk und später das Wasserwerk und andere Geschäftsräume untergebracht werden. Sie will nunmehr auch das Meicke'sche Grundstückan kaufen. Der Kaufpreis beträgt 24.500 RM.






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