Liebe Woldenberger,
liebe Freunde Woldenbergs!

Das soll das Motto sein, unter dem wir uns vom 21. bis 24. Juni dieses Jahres in Dobiegniew, dem
früheren Woldenberg, treffen wollen. In einer
1. Mitteilung hatte ich das Ende November vorgeschlagen. Nun gibt es
dazu einiges Neue, wozu jetzt auch ein
vorläufiges Programm gehört.

Es ist erfreulich, dass inzwischen bereits 14 Personen ihre Teilnahme an dem Symposium zugesagt
haben. Es dürfen aber gerne noch mehr werden. Auch die früheren Bewohner der um Woldenberg
liegenden Dörfer und Bauernhöfe sind herzlichst eingeladen, im Juni 2013 nach Dobiegniew zu
kommen.
Da es leider keinen Heimatbrief des Kreises Friedeberg mehr gibt, ist es schwierig, alle
möglicherweise Interessierten zu erreichen. Ich möchte Sie deshalb bitten, in Ihrem
Bekanntenkreis auf das Symposium aufmerksam zu machen.
Auch die Woldenberger Gerichte, die zu Mittag gereicht werden sollen, bereiten noch etwas
Kopfzerbrechen, denn Ende Juni ist weder Karpfen- noch Spargel-Zeit und Waldpilze gibt es auch noch
nicht von frischen Blaubeeren ganz zu schweigen. Es wäre daher nett, wenn Sie
überlegen, was es sonst noch an typischen Gerichten gab und dieses entweder hier
im FORUM oder
uns mitteilen könnten.
In den letzten Wochen gab es eine Diskussion über den Abschluss der Veranstaltung. Gedacht war
zunächst an die Inszenierung eines Trecks, denn im Schloßhotel Mehrenthin gibt es Pferde
und Wagen. Aber 2 Teilnehmer, die 1945 die Stadt mit Trecks verlassen hatten,
äußerten ihre Bedenken: Das könne zu starke Emotionen auslösen und wirke zudem
zu gestellt zumal es ja auch Sommer sei, damals aber tiefer Winter...
Eine andere Idee für einen möglichen Abschluss entsprang einem Gespräch mit einem
Flüchtling, der die Stadt mit der Bahn verlassen hatte. Als der Zug sich am 27.1.1945 nach
Mitternacht in Bewegung setzte, blieben auf dem Woldenberger Bahnsteig unzählige Schlitten
zurück. Man könnte einen Perfomance- Künstler dazu anregen, eine monumentale
Installation von weiß gestrichenen Schlitten auf dem Bahnsteig zu gestalten, dachte
ich.
Bis ein Teilnehmer mir sagte, er möchte Dobiegniew nicht mit diesem Bild verlassen. Er schlug
vor, dass jeder Teilnehmer eine Flaschenpost mit einer Friedensbotschaft ins nahe Mehrenthiner
Fließ auf den Weg in die Welt bringt. Dieser versöhnliche, zukunftsorientierte
Vorschlag, hat mich auf Anhieb überzeugt. Ich musste gleich an den Leitgedanken Heraklits
denken: Alles fließt. Was meinen Sie?
Es gibt auch andere Faktoren, die das Programm verändern lassen. Die überaus freundliche
und entgegen kommende Haltung der Dobiegniewer Stadtverwaltung, der örtlichen Kirche und der
Hotelverwaltung unserem Symposium gegenüber geben uns mehr Spielraum in der Zeitplanung und
Gestaltung der Veranstaltung als ursprünglich geplant wurde. Insofern dürfen Sie gerne
noch Wünsche zum Ablauf einbringen.
Ein Thema erscheint mir für den Moment noch wichtig. Ein Teilnehmer äußerte sich zu
den Preisen für die Unterbringung und zu den sonstigen Unkosten in der Form, dass er sich den
Rahmen für dieses einmalige Symposium durch preiswertere Hotels und
Privatunterkünfte, die uns aber splitten würden, nicht nehmen lassen möchte. Er war
bei seinen vielen Besuchen in Dobiegniew zwar schon im Restaurant des Hotels, aber untergekommen war
er im Schloss noch nie. Er lässt sich dieses besondere Ereignis dieses Mal auch etwas
kosten.
Wenn ich meine Einschätzung äußern darf, so glaube ich, dass die Teilnehmer des
Symposiums noch lange danach gern an die Veranstaltung zurück denken werden. Nicht zuletzt
wegen der optimalen Rahmenbedingungen.
Ihre Anregungen, Rückfragen und Anmeldungen nehme ich gerne
entgegen.
Mit herzlichen Grüßen
Gregor Stach